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Praktikum in Spanien

Über das Land

Spanien zählt zu den beliebtesten Touristenzielen der Welt. Doch nicht nur Touristen lieben das Land im Südwesten Europas: Auch für Praktikanten bietet das Land mit seinen pulsierenden Metropolen wie Madrid, Barcelona oder Valencia ein attraktives Umfeld und perfekte Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum.

Spielt man mit dem Gedanken, ein Praktikum in Spanien zu absolvieren, tauchen immer die gleichen Fragen auf: Brauche ich ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis? Wie läuft die Praktikumssuche in Spanien ab und wie sieht eine spanische Bewerbung aus? Welche Kosten muss ich für ein Spanien-Praktikum einplanen und welche Finanzierungsmöglichkeiten habe ich? Hier bekommst du die Antworten!

Blonde Frau steht vor Arc de Triomf in Barcelona

Wie finde ich ein Praktikum in Spanien?

Hotelpraktikum auf Teneriffa, Marketingpraktikum in Madrid oder ein Sozialpraktikum in Barcelona: Die Möglichkeiten für ein Auslandspraktikum in Spanien sind groß. Dabei verliert man schnell den Überblick. Deshalb ist es wichtig, die Suche nach einem Praktikumsplatz mit einem klaren Plan anzugehen.

Was erwartest du von einem Praktikum in Spanien?

  • Möchtest du dein Praktikum in einer bestimmten Stadt absolvieren?
  • Hast du dich schon auf eine konkrete Branche festgelegt oder bist du flexibel?
  • Gibt es ein bestimmtes Unternehmen, bei dem du das Praktikum machen möchtest?

Bist du dir darüber im Klaren, kannst du die Praktikumsbörsen im Internet gezielt durchforsten. Auf MeinPraktikum.de hast du zum Beispiel die Möglichkeit, direkt nach Praktika in einer bestimmten Branche oder bei einem Unternehmen in Kombination mit einer Stadt zu suchen. So findest du zum Beispiel ganz einfach und unkompliziert Digital Marketing Praktika in Barcelona oder ein IT-Praktikum in Madrid.

Nicht das passende Praktikum dabei? Dann bewirb dich doch initiativ bei einem spanischen Unternehmen. Wie wäre es zum Beispiel bei einem der 10 größten Unternehmen Spaniens? Oder recherchiere, welche deutschen Unternehmen in Spanien vertreten sind – davon gibt es nämlich viele.

Wer sich den Aufwand der Praktikumssuche sparen möchte und bereit ist, Geld zu investieren, der kann sich an eine der zahlreichen Agenturen für die Praktikumsvermittlung in Spanien wenden. Die angebotenen Praktika sind aber in der Regel unbezahlt. Zudem ist die Vermittlung mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Wenn das für dich ok ist, ist das natürlich eine sehr bequeme Möglichkeit, einen Praktikumsplatz in Spanien zu ergattern.

Top-Ziele für ein Auslandspraktikum in Spanien

Blick auf Palacio de Cibeles in Madrid mit Spanien Flagge an der Fassade

Praktikum in Madrid

Die spanische Hauptstadt ist zugleich die größte Stadt des Landes und Sitz vieler großer Unternehmen und Konzerne. Kein Wunder also, dass Madrid auch Industrie- und Wirtschaftsstandort Nummer eins ist. Besonders stark sind der Dienstleistungssektor und das Finanzwesen. Wer ein Praktikum in Madrid machen möchte, wird in diesen Bereichen sicherlich fündig. Auch zahlreiche deutsche Unternehmen wie zum Beispiel Siemens, Bosch oder Porsche haben eine Niederlassung in Madrid. Ein Praktikum bei einem deutschen Unternehmen in Madrid kann ein echtes Karrieresprungbrett werden.

Strand von Barcelona mit Promenade, Hotels und Hafen

Praktikum in Barcelona

Barcelona ist die zweitgrößte Stadt Spaniens und nicht nur im Fußball der größte Konkurrent Madrids. Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Katalonien hat ebenfalls eine starke Wirtschaft vorzuweisen, wobei vor allem die Tourismusbranche hervorsticht. Wer auf der Suche nach einem Tourismus- oder Hotelpraktikum in Spanien ist, sollte Barcelona auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Ciutat de les Arts i les Ciències in Valencia in der Dämmerung

Praktikum in Valencia

Valencia beherbergt zwei Universitäten mit insgesamt 80.000 Studenten. Dementsprechend ist die Stadt auch ein beliebtes Ziel für ein Auslandssemester im Rahmen des Erasmus-Programms oder für ein Pflichtpraktikum in Spanien. Aber nicht nur Studenten finden Praktika in Valencia. Neben dem starken Tourismussektor hält auch die Automobilbranche spannende Praktikumsangebote bereit.

Natürlich gibt es noch viele weitere Städte in Spanien, die sich für ein Praktikum anbieten. Ob Malaga, Sevilla, San Sebastian, Alicante, Palma de Mallorca oder andernorts: Die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig. Für alle, die es etwas weiter wegzieht, bietet sich ein Praktikum auf den kanarischen Inseln an. Ein Hotelpraktikum auf Teneriffa oder ein Tourismuspraktikum auf Gran Canaria bereichern jeden Lebenslauf.

Dorf auf Teneriffa mit Blick auf den Teide

Auslandspraktikum in Spanien: Gesetzeslage, Organisation & Co.

Freiwillige Praktika, wie sie in Deutschland mittlerweile Gang und Gäbe sind, sind in Spanien bisher eher unüblich. Das Problem: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für freiwillige Praktika sind recht unklar. Bei den meisten freien Praktikumsstellen handelt es sich deshalb um Pflichtpraktika für Studierende – hierfür gibt es nämlich klare Regelungen.

  • Praktika für Studenten: Bei einem Pflichtpraktikum wird eine Vereinbarung (convenio de cooperación educativa) zwischen der Hochschule und dem spanischen Unternehmen geschlossen. Damit wird gewährleistet, dass der Student auch während des Praktikums versichert ist. Ist das Praktikum in Spanien bezahlt, muss der Praktikant bei der Seguridad Social, der spanischen Sozialversicherung, gemeldet werden.

Hast du Fragen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen von Praktika in Spanien, dann kannst du dich auch an das International Office deiner Universität wenden. Dort bekommst du mit etwas Glück auch fertige Muster-Praktikumsverträge, die du nur ausfüllen und deinem Praktikumsgeber zur Unterschrift vorlegen musst.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ein freiwilliges Praktikum in Spanien zu absolvieren. Kläre aber auf jeden Fall die rechtliche Lage ab. Insbesondere was den Versicherungsschutz betrifft.

Praktikum in Spanien selbst organisieren – Was brauche ich?

Da Spanien zur Europäischen Union gehört, ist es recht unkompliziert, das Auslandspraktikum selbst zu organisieren. Als EU-Bürger benötigst du nämlich kein Visum und auch keine Arbeitserlaubnis. Alles was du brauchst, ist Folgendes:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Auslandskrankenversicherung

Número de Identidad de Extranjero (NIE)

Achtung: Planst du ein Auslandspraktikum in Spanien, das länger als drei Monate dauert, bist du verpflichtet, dich beim spanischen Ausländerbüro (Oficina de Extranjeria) zu melden und eine Número de Identidad de Extranjero (NIE) zu beantragen.

Wie gut müssen meine Spanischkenntnisse sein?

Klar: Je besser deine Sprachkenntnisse, desto höher die Erfolgsaussichten auf einen Praktikumsplatz. Dein Spanisch muss aber nicht perfekt sein. Die Verbesserung der Spanischkenntnisse ist schließlich auch eines der Hauptargumente für ein Auslandspraktikum in Spanien. Grundsätzlich sollten deine Kenntnisse aber ausreichen, um dich sowohl im Privatleben als auch im Berufsalltag verständigen zu können.

Ganz ohne Spanischkenntnisse wird es zwar sehr schwierig, aber es ist nicht unmöglich. Erste Anlaufstelle für ein englischsprachiges Praktikum in Spanien sind die internationalen Unternehmen in den großen Städten. Alternativ bietet sich zum Beispiel auch ein Tourismuspraktikum auf Teneriffa oder Mallorca an.

Dann solltest du dir aber auf jeden Fall überlegen, das Auslandspraktikum mit einem Sprachkurs vor Ort zu kombinieren. Beherrschst du die Grundkenntnisse der spanischen Sprache, erleichtert dir das deinen Alltag enorm. Außerdem sind die zusätzlichen Sprachkenntnisse ein weiterer Pluspunkt im Lebenslauf und öffnen dir vielleicht sogar neue Karrieremöglichkeiten.

Blick auf Barcelona mit Strand

Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum in Spanien?

Eine spanische Bewerbung besteht aus Anschreiben (Carta de Candidatura) und Lebenslauf (Curriculum oder Hoja de vida). Sofern nicht explizit in der Ausschreibung gewünscht, wird auf Anlagen wie Zeugnisse oder Zertifikate verzichtet.

  • Das Anschreiben – Carta de Candidatura Rein inhaltlich kannst du dich bei der Carta de Candidatura an einem deutschen Anschreiben orientieren. Führe kurz und prägnant aus, was dich dazu bewegt, ein Auslandspraktikum in Spanien zu absolvieren und was dich am Unternehmen und der Stelle reizt. Hast du irgendeine persönliche Beziehung zur Firma? Dann erwähne das auch im Anschreiben! Persönliche Kontakte, beispielsweise mit einem Mitarbeiter, sind in Spanien sehr hilfreich. Achte auch darauf, deine persönlichen und fachlichen Kompetenzen mit Beispielen zu belegen.

  • Der Lebenslauf – Curriculum Vitae/Hoja de vida Beim Lebenslauf kannst du dich am Aufbau deines deutschen Lebenslaufs orientieren. Auf einer, höchstens zwei, Seite(n) lieferst du dem Personaler alle relevanten Fakten über dich. Angefangen von den Persönlichen Angaben (Datos Personales) über Ausbildung (Formación Profesional) und Berufserfahrung (Experiencia Profesional) bis hin zu Sprach- (Idiomas), EDV- (Informática) und sonstigen Kenntnissen (Otros Conocimientos). Eine Besonderheit gibt es allerdings. Spanische Lebensläufe enthalten in der Regel auch einen Absatz zu den beruflichen Zielen (Objetivo Profesional). Dort ist nochmal Platz, um kurz deine Motivation für das Praktikum in Spanien zu verdeutlichen. Den Absatz packst du am Besten direkt unter die persönlichen Angaben. Bei den restlichen Abschnitten gehst du antichronologisch vor – du beginnst also mit den aktuellsten Stationen und Daten.

Wichtig: Deine Bewerbung solltest du auf jeden Fall auf Spanisch einreichen und darauf achten, dass alles korrekt übersetzt und fehlerfrei ist.

Dresscode bei spanischen Unternehmen

Wusstest du, dass die Spanier sehr viel Wert auf Etikette legen? Das gilt auch für die Kleidung – insbesondere am Arbeitsplatz. Bei vielen Unternehmen gibt es einen Dresscode. Als Praktikant solltest du dich natürlich auch daran halten. Wirf doch mal einen Blick auf die Unternehmenswebsite – dort findest du sicher ein paar Bilder von Mitarbeitern bei der Arbeit. Das vermittelt dir einen guten ersten Eindruck, ob es einen Dresscode gibt und wie dieser in etwa aussieht. Natürlich kannst du dich auch einfach beim Unternehmen danach erkundigen.

Was kostet ein Praktikum in Spanien?

Die Erfahrungen und Eindrücke, die du bei deinem Auslandspraktikum sammelst, sind unbezahlbar. Für Anreise, Unterkunft und Lebensunterhalt spielt Geld aber eine große Rolle. Grundsätzlich sind die Lebenshaltungskosten in Spanien in der Regel etwas niedriger als in Deutschland. Bedenke aber, dass das Leben in Touristen Hot-Spots wie Barcelona oder Madrid teurer ist, als in kleineren Städten. Plane am Besten mit ähnlichen Lebenshaltungskosten wie in Deutschland – dann hast du am Ende des Monats meist noch etwas Geld übrig.

  • Anreise: Flüge nach Spanien sind recht günstig. Von so gut wie jedem deutschen Flughafen bestehen gute Verbindungen zu einem Flughafen in Spanien. Flüge nach Madrid, Barcelona oder Valencia bekommst du schon für weit unter 100 Euro. An- und Abreise reißen also kein großes Loch in deinen Geldbeutel, sollten bei der Finanzplanung aber trotzdem nicht vergessen werden.

  • Unterkunft: WG, Hostel, eigenes Apartment oder Gastfamilie – du hast die Wahl. Je nachdem für welche Art der Unterkunft du dich entscheidest, musst du mit circa 300 bis 500 Euro pro Monat rechnen. In Großstädten kann die Miete natürlich auch deutlich höher sein. Mit etwas Glück stellt dir aber auch dein Praktikumsunternehmen eine Unterkunft.

  • Sonstiges: Im Alltag fallen natürlich noch Kosten für Verpflegung, Freizeitaktivitäten sowie den öffentlichen Nahverkehr an. Bei deinem Auslandsaufenthalt möchtest du sicherlich so viel wie möglich erleben. Plane deshalb ausreichend Geld ein. Wie hoch das monatliche Budget sein sollte, hängt von deinem individuellen Lebensstil ab.

Zerknüllter 10 und 20 Euro Schein auf dem Boden

Nimmst du an einem Praktikumsprogramm einer Vermittlungsagentur teil, übernimmt diese meist die Organisation von Anreise und Unterkunft für dich. Dann musst du dich eigentlich nur um deine sonstigen Ausgaben kümmern. Bedenke aber, dass bei solchen Agenturen die Chance auf ein bezahltes Praktikum eher gering ist und die Vermittlung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für ein Spanien-Praktikum?

Hast du ein bezahltes Praktikum in Spanien ergattert, kannst du dir deinen Spanien-Aufenthalt teilweise von deinem Praktikantengehalt finanzieren. In der Regel reicht das aber nicht aus. Für diese Fall und natürlich dann, wenn du ein unbezahltes Praktikum in Spanien machst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du an finanzielle Unterstützung kommst.

  • Erasmus+
  • Auslands-BAföG
  • Bildungskredit
  • Fahrtkostenzuschuss und Kurzstipendien des DAAD
  • Studienstiftung des Deutschen Volkes

Tipp: Konzentriere dich nicht nur auf ein Stipendium, sondern bewirb dich auf mehrere. Alle Infos zu den verschiedenen Stipendien und Programmen findest du in unserem Finanzierungsratgeber

Praktikum Spanien – Erfahrungsbericht

Du warst bereits für ein Praktikum in Spanien und möchtest uns von deinen Erfahrungen berichten? Dann melde dich bei uns über das Kontaktformular oder schreib uns direkt eine Mail an info@meinpraktikum.de. Wir sind gespannt auf deine Erlebnisse und freuen uns auf deinen Erfahrungsbericht.

Alternative Ziele für ein Auslandspraktikum

Spanien reizt dich nicht oder du findest einfach nicht das passende Praktikum? Dann ziehe doch auch andere Länder für einen Auslandspraktikum in Betracht. Das direkte Nachbarland Frankreich oder andere europäische Länder wie Italien, die Niederlande und England haben ebenfalls tolle Praktika zu bieten. Oder soll es direkt auf einen anderen Kontinent gehen? Die USA, Kanada, Australien oder Neuseeland sind ebenfalls attraktive Ziele für ein Auslandspraktikum.