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Praktikum in Italien

Über das Land

Wer Italien wirklich kennenlernen möchte, kommt mit einem Urlaub unmöglich aus. Wie wäre es da mit einem Praktikum in Italien? Das bietet die tolle Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen und zugleich Berufserfahrung zu sammeln. Ein Auslandspraktikum in Italien wertet außerdem jeden Lebenslauf auf.

Damit alles klappt, haben wir dir in unserem Italien-Ratgeber die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Wir verraten dir, wo du ein Praktikum in Italien finden kannst, welche Unternehmen sich dafür anbieten und worauf du bei der Organisation achten musst. Außerdem gibt es noch ein paar Tipps zur Bewerbung und wertvolle Infos zu den Kosten.

Alter Fiat 500 mit Italien Fahne auf der Motorhaube

Wie finde ich ein Praktikum in Italien?

Planst du ein Praktikum in Italien, hast du bei der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen verschiedene Möglichkeiten. So kannst du dich selbstständig um dein Praktikum kümmern oder du nimmst an einem Förder- und Austauschprogramm deiner Hochschule teil. Alternativ gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, eine Vermittlungsagentur mit der Praktikumsorganisation zu beauftragen.

  • Praktikum selbst organisieren: Für EU-Bürger sind Praktika innerhalb der Europäischen Union ohne große Probleme möglich. Solang dein Praktikum in Italien nicht länger als drei Monate dauert, gibt es auch keine bürokratischen Hürden, die du überwinden musst. Auf MeinPraktikum.de findest du ganz unkompliziert Praktika in Mailand, Rom, Florenz und anderen italienischen Städten.
  • Austauschprogramm: Bist du Student, kannst du dein Glück auch mal beim International Office deiner Hochschule versuchen. Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten im Rahmen des Studiums Praktika im Ausland an. Neben Praktikumsangeboten erhältst du meistens auch noch Unterstützung bei der Organisation deiner Reise.
  • Agentur: Die einfachste Variante ist die Beauftragung einer Vermittlungsagentur, die sich um die gesamte Organisation kümmert. Das kann aber ziemlich teuer werden – du solltest dir deshalb gut überlegen, ob es dir das wert ist. Außerdem bist du bei der Wahl des Praktikums oft eingeschränkt. Du bekommst meist mehrere Praktika in Italien vorgeschlagen und musst dich dann für eines der Stellenangebote entscheiden.

Egal für welche Variante du dich entscheidest, es gibt verschiedene Branchen, die sich ganz besonders für ein Praktikum in Italien anbieten.

Branchen für ein Praktikum in Italien

  • Tourismus
  • Mode
  • Handel
  • Kultur
  • IT
  • BWL
  • Logistik

Das sind natürlich nur einige von vielen Branchen, in denen es sich lohnt, ein Praktikum in Italien zu absolvieren. Manche Branchen sind in bestimmten Teilen Italiens stärker als in anderen. Generell gibt es in Italien ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Die nördlichen Gebiete wie Südtirol oder die Lombardei zählen zu den wirtschaftsstärksten Regionen der EU – hier sind viele große Unternehmen beheimatet. Der Süden Italiens ist wirtschaftlich schwächer. In Sizilien, Kalabrien oder Apulien dominiert eher der Tourismus.

Wo kann ich in Italien ein Praktikum machen?

Alle Wege führen nach Rom – das Sprichwort muss aber nicht für dein Auslandsaufenthalt in Italien gelten. Die italienische Hauptstadt hat zwar viele spannende Praktika in verschiedenen Bereichen zu bieten, aber es gibt auch andere Städte und Regionen, die sich für ein Praktikum anbieten. So zum Beispiel die Modemetropole Mailand, die geschichtsträchtige Stadt Florenz oder das wirtschaftsstarke Südtirol mit seiner Hauptstadt Bozen. Schlussendlich hängt es einfach davon ab, was du von deinem Italien-Praktikum erwartest.

Detailaufnahme vom Kolosseum in Rom bei Sonnenuntergang

Praktikum in Rom

In der „ewigen Stadt“ sind viele Großkonzerne und Staatsbetriebe beheimatet. Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten für ein Praktikum in Rom. Neben der Dienstleistungsbranche ist auch der Tourismusbereich eine tragende Säule der Wirtschaft. Allein schon aufgrund der enormen Größe der Stadt gibt es in Rom Praktika in allen erdenklichen Branchen und Bereichen.

Mailänder Dom bei Nacht mit Sternenhimmel

Praktikum in Mailand

Mailand gilt als Stadt der Mode. Schaut man sich die vielen großen Modehäuser und die zahlreichen Luxus-Marken an, die in der Hautstadt der Lombardei beheimatet sind, verwundert das niemanden. Wer also ein Praktikum im Bereich Mode in Italien machen möchte, ist in Mailand goldrichtig. Generell ist die 1,4 Millionen-Einwohner-Stadt ein gutes Ziel für ein Auslandspraktikum. Mailand ist nämlich die führende Industriestadt Italiens. Viele der größten italienischen Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Mailand. Es gibt also viele Möglichkeiten für ein Praktikum in Mailand.

Blick auf die Altstadt von Florenz mit der Kathedrale von Florenz

Praktikum in Florenz

Die Hauptstadt der Toskana begeistert nicht nur mit seiner beeindruckenden Geschichte und der schönen Landschaft, sondern hat auch wirtschaftlich und vor allem kulturell viel zu bieten. Ein Praktikum in Florenz bietet sich beispielsweise in den Bereichen Kultur, Kunst, Handel oder Tourismus an.

Blick auf kleines Dorf in Südtirol mit Bergpanorama

Praktikum in Südtirol

Fehlende Italienischkenntnisse müssen nicht das Aus für dein Italien-Praktikum bedeuten. Für ein Praktikum in Südtirol reichen oft Deutschkenntnisse, denn rund 70% der Bevölkerung von Südtirol sprechen deutsch. Als wirtschaftsstärkste Region Italiens hat Südtirol viel zu bieten. Besonders stark sind der Handel sowie der Dienstleistungs- und Tourismussektor. Aber Achtung: nicht überall in Südtirol wird deutsch gesprochen. In der Hauptstadt Bozen spricht die Mehrheit italienisch. Überlege dir also vorab gut, wo genau du ein Praktikum in Südtirol machen möchtest.

Was brauche ich alles für ein Praktikum in Italien?

Da Italien zur Europäischen Union gehört, entfallen bürokratische Hürden wie Visum oder Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Sofern dein Praktikum weniger als drei Monate dauert, brauchst du für dein Praktikum nur einen gültigen Personalausweis.

Permesso di soggiorno – die Aufenthaltsgenehmigung für Italien

Für Praktika in Italien, die länger als drei Monate dauern, brauchen EU-Bürger den sogenannten permesso di soggiorno (deutsch: Aufenthaltserlaubnis). Den kannst du zum Beispiel bei der Ausländerbehörde oder bei einem italienischen Polizeipräsidium beantragen. Bei der Beantragung musst du folgende Dinge vorlegen:

  • Personalausweis
  • Passfoto (3x)
  • Studien- oder Arbeitsbescheinigung

Bewerben in Italien – so geht’s

Eine italienische Bewerbung unterscheidet sich kaum von einer deutschen. Grundsätzlich kannst du deine deutschen Bewerbungsunterlagen also als Vorlage nehmen und einfach ins Italienische übersetzen – sofern die Unterlagen auf italienisch eingereicht werden müssen. In Südtirol kann es zum Beispiel sein, dass du deine Bewerbung auf Deutsch einreichen kannst. Große internationale Unternehmen können auch englische Bewerbungsunterlagen verlangen. Achte also unbedingt darauf, in welcher Sprache du deine Bewerbung einreichen sollst.

5 Tipps für italienische Bewerbungen

  • Recherchiere ausführlich über das Unternehmen
  • Adressiere das Anschreiben an einen konkreten Ansprechpartner
  • Stelle ein Bezug zum Unternehmen her
  • Erkläre, warum du ein Praktikum in Italien machen möchtest
  • Schildere, was dich für das Praktikum qualifiziert

Der Lebenslauf, der tabellarisch dargestellt wird und antichronologisch aufgebaut ist, enthält die üblichen Angaben zur Person, der schulischen Laufbahn, der beruflichen Erfahrung und zu Kenntnissen wie Sprachen und EDV. Achte darauf, dass alles korrekt übersetzt wird – insbesondere Noten und Titel.

alte Vespa in einer kleinen Gasse

Besonderheiten bei Bewerbungen in Italien

Ein paar Unterschiede zu einer deutschen Bewerbung gibt es dann aber doch. So zum Beispiel bei den Anhängen. In Italien werden keine Zeugnisse angehängt – diese werden erst auf Anfrage nachgesendet. Die Bewerbung besteht klassischerweise nur aus einem Anschreiben (lettera di candidatura) und einem Lebenslauf (curriculum vitae). Außerdem enthalten Bewerbungen in Italien meist kein Bewerbungsfoto.

Wieviel kostet ein Auslandspraktikum in Italien?

Wer ein Auslandspraktikum plant, sollte sich vorab auch mit den Kosten auseinandersetzen. Wieviel Geld du schlussendlich pro Monat einplanen solltest oder gar musst, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So zum Beispiel, in welcher Region du dein Praktikum machst und ob du in einer WG wohnst oder eine eigene Wohnung beziehst. Außerdem spielt auch noch dein persönlicher Lebensstil eine Rolle. Möchtest du auch etwas vom Land sehen oder steht bei dir nur die Arbeit im Fokus? Über solche und einige andere Dinge, solltest du dir vorab Gedanken machen.

  • Anreise: Flugzeug, Auto, Zug oder Bus – für die Anreise nach Italien bieten sich dir ganz verschiedene Möglichkeiten. Schlussendlich hängt es auch davon ab, wo du in Italien ein Praktikum machst. Machst du ein Praktikum in Palermo oder Neapel nimmst du am Besten das Flugzeug. Bei Praktika in Südtirol oder Mailand kannst du auch den Zug nehmen oder in einen Fernbus steigen. Natürlich kommt es auch darauf an, von wo aus du in Deutschland startest. Für die Anreise musst du also auf jeden Fall nicht Unmengen an Geld ausgeben –Flüge gibt es schon für deutlich unter 100 Euro.

  • Lebenshaltungskosten: Im Norden von Italien sind die Lebenshaltungskosten höher als im Süden. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Gehälter in den nördlichen Regionen höher sind. Das solltest du bei der Suche nach einer Unterkunft im Hinterkopf behalten. Ein Zimmer oder eine Wohnung in Mailand ist teurer als eine Unterkunft in Neapel. Generell ist es aber auch wie in Deutschland: In großen Städten sind die Mieten höher als auf dem Land.

  • Versicherung: Als EU-Bürger gilt deine Krankenversicherung auch in Italien. Die deckt aber nur die Grundversorgung ab. Möchtest du auf der sicheren Seite sein, kannst du dir Gedanken über eine separate Auslandskrankenversicherung für Italien machen. Auch eine in Italien gültige Haftpflichtversicherung ist eine sinnvolle Investition.

Wusstest du eigentlich, dass das Füttern von Tauben auf dem berühmten Markusplatz in Venedig verboten ist. Wirst du dabei erwischt, werden 500 Euro Strafe fällig. In unserer Top10 der Dinge, die du noch nicht über Italien wusstest gibt es weitere Kuriositäten und Fakten über Italien.

Kleies Dorf in der Toskana bei Sonnenuntergang

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für ein Italien-Praktikum?

Auch wenn du ein bezahltes Praktikum in Italien absolvierst, wird dein Lohn wohl kaum reichen, um deinen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Das ist aber auch nicht schlimm, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du dein Auslandspraktikum in Italien finanzieren kannst:

  • Auslands-BAföG
  • Bildungskredit
  • Erasmus+
  • Kurzstipendium des DAAD

In unserem Finanzierungsratgeber für Auslandspraktika findest du ausführliche Infos zu den einzelnen Programmen und Stipendien. Wir erklären dir, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, wieviel Geld du bekommen kannst und wie die Bewerbung für die Programme abläuft.

Welche Alternativen gibt es zu einem Praktikum in Italien?

Ein Praktikum in Italien hat zwar viele Vorteile, aber nicht jeder möchte den Auslandsaufenthalt ausschließlich mit Arbeiten verbringen. Für alle, die etwas mehr vom Land sehen möchten, bietet sich ein Work and Travel Aufenthalt in Italien an.

Du möchtest ein Auslandspraktikum machen, aber dir fehlen die Italienischkenntnisse oder es gibt andere Gründe, die dagegensprechen? Dann schau dir doch mal unsere Ratgeber für Auslandspraktika in anderen Ländern an.