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Praktikum in Australien

Über das Land

Kaum ein Land ist so beliebt für „Work and Travel“ wie Australien. Jahr für Jahr zieht es tausende von jungen Menschen nach „down under“. Aber nicht alle machen Work and Travel. Viele entscheiden sich für ein Praktikum in Australien. Gründe dafür gibt es viele: zum Beispiel die Vertiefung der Englischkenntnisse oder die fachliche Weiterentwicklung. Ob Praktikum in Sydney, Melbourne oder in ländlichen Regionen: Der Auslandsaufenthalt ist ein echtes Highlight und wertet jeden Lebenslauf auf.

Damit das Auslandspraktikum in Australien ein voller Erfolg wird, müssen Vorbereitungen getroffen werden. Das fängt schon beim Visum für Australien an und erstreckt sich über die Suche nach einem passenden Praktikum bis hin zu all den Steps einer australischen Bewerbung. Auch die Kosten und die Finanzierung des Australien-Praktikums müssen kalkuliert und geplant werden.

Sydney Opernhaus beim Sonnenuntergang

Brauche ich für Australien ein Visum?

Ob touristischer Aufenthalt oder Auslandspraktikum: Für die Einreise nach Australien ist ein Visum erforderlich. Das Visum kann online beim australischen Innenministerium, dem „Department of Home Affairs“, beantragt werden. Dabei stehen verschiedene Visa zur Wahl: Besuchervisum, Arbeitsvisum und Bildungsvisum. Die jeweiligen Visa sind dann nochmal in weitere Unterkategorien, sogenannte subclasses, unterteilt. Für welches Visum der Antrag gestellt werden muss, hängt vom Zweck und Ziel der Reise ab.

Welche Voraussetzungen muss ich für ein Visum erfüllen?

Grundvoraussetzungen für ein Australien-Visum

  • Alter: Um ein Visum für ein Praktikum in Australien beantragen zu können, musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Für das Working-Holiday-Visum (kurz WHV) darfst du außerdem nicht älter als 30 Jahre sein.

  • Finanzielle Mittel: Du musst nachweisen, dass du in Australien finanziell auf eigenen Beinen stehen kannst. Dafür brauchst du mindestens 5000 Australische Dollar (AUD) – das entspricht etwa 3075 Euro (Stand: Oktober 2019). Als Beweis reichst du ganz einfach einen Kontoauszug ein. Der Nachweis darüber ist zwar offiziell vorgeschrieben, wird in der Praxis aber meist nicht eingefordert. Trotzdem solltest du auf Nummer sicher gehen und dir ein finanzielles Polster von mindestens 3100 Euro anlegen. Je mehr Geld du zur Verfügung hast, desto besser. Natürlich hängt auch vieles davon ab, ob dein Praktikum in Australien bezahlt ist oder nicht.

  • Englischkenntnisse: Klar, ohne Englischkenntnisse kommt man vor Ort nicht weit. Auf der Website der australischen Immigrationsbehörde wird „Functional English“ gefordert, was etwa B1/B2-Nivau entspricht. Deine Englischkenntnisse kannst du in der Regel mit deinen Schul- oder Unizeugnissen nachweisen. Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit, einen der vielen bekannten Englischtests, wie zum Beispiel TOEFL oder IELTS, zu machen.

  • Krankenversicherung: Für jedes Visum brauchst du einen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung, die auch in Australien greift. Je nach Leistungsumfang gibt es schon Versicherungspakete für weniger als einen Euro pro Tag. Überlege dir vorab gut, welche Leistungen du brauchst.

Welche Visumsarten gibt es für ein Praktikum in Australien?

Für ein Auslandspraktikum in Australien stehen verschiedene Visa zur Wahl. Neben dem „Training Visa“ gibt es das „Temporary Activity Visa“. Auch im Zuge einer Work-and-Travel-Reise sind mit dem dazugehörigen Working-Holiday-Visum Praktika erlaubt. Neben einem gültigen Reisepass gibt es noch einige weitere Voraussetzungen, die bei der Beantragung des Visums erfüllt sein müssen.

Training Visa/Occupational Trainee Visa (subclass 407)

Das sogenannte Training Visa ist eine Art Ausbildungsvisum, das sich an junge Menschen richtet, die im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums internationale Berufserfahrung in Australien sammeln und sich fachlich weiterentwickeln möchten. Das Visum ist auch als „Occupational Trainee Visa“ bekannt. Neben der Erfüllung der Grundvoraussetzungen brauchst du außerdem einen „Sponsor“ für die Beantragung.

Was ist ein „sponsor“ ?

Bei einem „sponsor“ handelt es sich um das Unternehmen, bei dem du das Praktikum absolvieren möchtest. Das Unternehmen „nominiert“ dich bei der australischen Regierung für das Praktikum. Das kann allerdings nicht jedes Unternehmen: Nur bestimmte Unternehmen besitzen eine Akkreditierung für das „Training Visa“ und sind berechtigt, als „sponsor“ aufzutreten. Die Nominierung durch ein zugelassenes Unternehmen ist ein unumgänglicher Schritt im Beantragungsprozess für das Visum – ohne Nominierung kein Visum.

Temporary Activity Visa (subclass 408)

Mit einem Temporary Activity Visa ist es dir gestattet, für begrenzte Zeit in Australien zu arbeiten. Die Arbeitserlaubnis gilt aber nur für bestimmte Programme. So zum Beispiel für Projekte im sozialen und kulturellen Bereich, Forschungstätigkeiten oder Austauschprogramme. Möchtest du länger als drei Monate in Australien bleiben, benötigst du einen „sponsor“. Für kürzere Aufenthalte reicht es aus, einen „supporter“ zu haben. Ähnlich wie beim „sponsor“ handelt es sich hierbei einfach, um das Unternehmen, das dein Projekt oder Programm organisiert. Der Nachweis eines „supporters“ ist allerdings einfacher, da hierfür nur eine kurze Bestätigung erforderlich ist, dass es sich um ein australisches Unternehmen handelt, das dich für das zeitlich begrenzte Programm beschäftigt und unterstützt.

Working-Holiday-Visum (subclass 417)

Das Working-Holiday-Visum ist Teil des Working-Holiday-Maker-Programs (kurz WHMP) und berechtigt zu einem zwölfmonatigen Work-and-Travel-Aufenthalt in Australien. Der Reiseaspekt muss bei diesem Visum zwar im Vordergrund stehen, aber das Visum beinhaltet auch eine Arbeitserlaubnis. Ob du Vollzeit oder Teilzeit arbeitest oder ein bezahltes Praktikum in Australien absolvierst, ist egal. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass du maximal sechs Monate bei einem Arbeitgeber an einem Standort arbeiten darfst. Damit bietet das WHV die perfekte Mischung aus Reise und Arbeit.

Frau schreibt am Laptop eine Bewerbung für ein Praktikum in Australien

Obwohl das Training Visa das klassische Praktikumsvisum ist, ist es deutlich einfacher mit dem Working-Holiday-Visum ein Praktikum in Australien zu finden. Du brauchst keinen Sponsor, der dich beim australischen Innenministerium für das Praktikum nominiert und bist viel freier bei der Wahl des Unternehmens. Viele Firmen schrecken nämlich vor dem hohen bürokratischen Aufwand und den Kosten zurück, die für ein Training Visa anfallen und beantragen deshalb erst gar keine Akkreditierung für das Programm.

Visa Finder

Du bist dir noch nicht ganz sicher, welches Visum du für dein Praktikum in Australien benötigst? Dann google nach „Visa Finder Australia“. Die offizielle Website des australischen Innenministeriums bietet nämlich eine praktische Übersicht über alle Visa. Nachdem du den Zweck deines Aufenthalts angegeben hast, musst du ein paar kurze Fragen beantworten und der „visa finder“ spuckt dir am Ende das passende Visum aus.

Australien-Visum beantragen – so geht’s!

Grundsätzlich läuft der gesamte Beantragungsprozess für dein Australien-Visum ausschließlich online ab. Auf der Website des „Department of Home Affairs“ findest du im Bereich „Immigration and Citizenship“ alle relevanten Informationen zu den verschiedenen Visa. Angefangen von den Grundvoraussetzungen über die Kosten bis hin zum Ablauf der Beantragung. Für sämtliche Visumsangelegenheiten benötigst du einen „ImmiAccount“. Die Registrierung ist kinderleicht und geht schnell. Google einfach nach „ImmiAccount“ und du findest die Seite direkt. Dort klickst du auf „Create ImmiAccount“ und gibst deine Daten an.

ImmIAccount

Dein „ImmiAccount“ begleitet dich durch den gesamten Prozess deines Visumantrags. Dort kannst du alle relevanten Dokumente hochladen, online dein Visum beantragen und Zahlungen durchführen. Außerdem kannst du den Status deines Visaantrags prüfen.

Wie beantrage ich das Working-Holiday-Visum für Australien?

  1. Working-Holiday-Visum beantragen: In deinem „ImmiAccount“ klickst du auf „New Application“ und wählst im Drop-Down-Menü unter „Work & Holiday“ das „First Working Holiday Visa (417)“ aus. Auf den folgenden Seiten musst du weitere Daten eingeben (Adresse, Telefonnummer, Passnummer, Schulabschluss, etc.). Außerdem musst du angeben, in welchem Bereich du in Australien arbeiten möchtest. Gegen Ende des Antrags folgen noch einige Fragen, die du mit ja oder nein beantworten musst. Auf der letzten Seite werden nochmal all deine Angaben aufgelistet. Prüfe gut, ob alle Angaben korrekt sind. Mit einem Klick auf „Submit now“ schickst du deinen Antrag ab.

  2. Visumsgebühr bezahlen: Nachdem du deinen Antrag abgeschickt hast, musst du die Visumsgebühren in Höhe von 485 AUD (300 Euro) bezahlen. Dazu wirst du auf eine neue Seite weitergeleitet, auf der du eine Bezahloption auswählen kannst, zum Beispiel Kreditkarte oder PayPal. Hat alles geklappt, erhältst du eine Bestätigung per E-Mail.

Wie beantrage ich das Occupational-Trainee-Visum für Australien?

Die Beantragung des Occupational-Training-Visums für Australien ist etwas komplizierter, da du hierfür einen „sponsor“ benötigst und somit einen Extra-Schritt gehen musst. Ansonsten läuft der Beantragungsprozess aber sehr ähnlich ab. Alles läuft online über deinen „ImmiAccount“.

  1. Vor der Bewerbung: Bevor du dich überhaupt für das Visum bewerben kannst, benötigst du die Nominierung von einem „sponsor“. Erst wenn diese Nominierung vorliegt, kannst du das „Training Visa“ beantragen.

  2. Dokumente zusammenstellen: Bereite alle Dokumente, die du für das Beantragungsverfahren benötigst, vor. Du brauchst deinen Pass, die Sponsor-Nominierung sowie einen Nachweis über genügend finanzielle Mittel und deine Auslandskrankenversicherung.

  3. Training Visa beantragen: Hast du alle Dokumente beisammen, beantragst du das Trainee-Visum ganz normal über den „ImmiAccount“. Dort lädst du alle relevanten Dokumente hoch, beantwortest die Fragen und schickst den Antrag ab.

  4. Visumsgebühren bezahlen: Erst wenn du die Visumsgebühren in Höhe von 310 AUD bezahlt hast, beginnt die zuständige Behörde damit, deinen Antrag zu bearbeiten.

Ocean Road Sydney

Wie lange dauert die Beantragung von einem Australien-Visum für ein Praktikum?

Wie lange die Bearbeitung deines Antrags dauert, hängt vom Visum ab.

  • Working Holiday Visa: 1–2 Wochen
  • Temporary Activity Visa: 1–2 Monate
  • Training Visa: 2–3 Monate

Info: Den aktuellen Status deines Antrags kannst du übrigens jederzeit in deinem „ImmiAccount“ einsehen.

Was kostet ein Visum für Australien?

  • Working Holiday Visa: 485 AUD (300 Euro)
  • Temporary Activity Visa: 310 AUD (190 Euro)
  • Training Visa: 310 AUD (190 Euro)
Mann hält Glas mit Australischem Geld in der Hand

Neben dem „visa finder“ bietet die australische Immigrationsbehörde übrigens auch einen praktischen Kostenrechner für Visa an. Du musst lediglich ein paar Angaben machen und erhältst dann konkrete Infos zu den Kosten für das Visum. Tipp einfach „Visa Pricing Estimator Australia“ bei der Suchmaschine deines Vertrauens ein.

Wie kann ich ein Praktikum in Australien finden?

Während in Deutschland Praktika Gang und Gäbe sind und fast jedes Unternehmen Praktikanten sucht, ist das in Australien etwas schwieriger – insbesondere für Ausländer. Das hängt damit zusammen, dass die Unternehmen für das klassische Praktikumsvisum (Training Visa) hohe Auflagen erfüllen müssen, was mit erheblichem bürokratischem Aufwand und Kosten verbunden ist. Es ist deutlich einfacher, Praktika vor Ort mit dem WHV zu finden.

Natürlich gibt es trotzdem die Möglichkeit, bezahlte Auslandspraktika in Australien zu finden. Grundsätzlich hast du dabei zwei Möglichkeiten: Entweder du nimmst die Praktikumssuche selbst in die Hand und suchst auf MeinPraktikum.de nach der passenden Stelle, auf die du dich bewerben möchtest, oder du wendest dich an eine Vermittlungsagentur für Praktika in Australien.

Soll ich eine Agentur für die Praktikumssuche in Australien beauftragen?

Praktikum selbst suchen oder suchen lassen: Vor dieser Frage steht fast jeder, der mit dem Gedanken spielt, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Schlussendlich hängt es davon ab, was dir wichtiger ist. Möchtest du Zeit und Aufwand sparen, ist eine Vermittlungsagentur eine gute Möglichkeit. Die meisten Organisationen unterstützen dich auch bei der Beantragung des Visums, was eine enorme Erleichterung ist. Allerdings ist die Dienstleistung alles andere als billig: Für die Vermittlung musst du mit mehreren Hundert Euro rechnen – manche Agenturen verlangen sogar um die Tausend Euro.

Recherchierst du selbst nach freien Stellen, kannst du viel Geld sparen. Hast du genügend Zeit und möchtest bei der Wahl deines Praktikums keine Kompromisse eingehen, ist das der richtige Weg für dich. Bei einer Agentur bist du bei der Wahl des Praktikums nämlich eingeschränkt. Du bekommst Vorschläge und musst dich dann für ein vorgeschlagenes Unternehmen entscheiden. Es ist auf jeden Fall möglich, ein Auslandspraktikum ohne Agentur zu finden.

Welche Branchen bieten sich für ein Praktikum in Australien an?

Rund die Hälfte der Australier lebt in den vier großen Metropolen Sydney, Melbourne, Perth und Brisbane, wo natürlich auch die größten Unternehmen des Landes beheimatet sind. Dort sind insbesondere der Dienstleistungssektor und folgende Branchen stark vertreten:

  • Finanzen
  • Immobilien
  • IT
  • Ingenieurswissenschaften
  • Wirtschaft

In kleineren Städten und im Landesinneren ist auch die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Farmarbeiten sind insbesondere bei Working-Holiday-Makern sehr beliebt.

Wie bewerbe ich mich in Australien?

Hast du ein interessantes Unternehmen gefunden, geht es an die Bewerbung für dein Auslandspraktikum – und dabei musst du ein paar wichtige Punkte beachten. Die erste Hürde stellt natürlich die englische Sprache dar. Das ist aber nicht das Einzige, worauf du bei einer Bewerbung in Australien achten musst.

Eine australische Bewerbung besteht aus Anschreiben (auf Englisch Cover Letter) und Lebenslauf (übersetzt Curriculum Vitae – CV). Zeugnisse oder Zertifikate werden in der Regel nicht angehängt. Diese werden lediglich im Lebenslauf angegeben und bei Bedarf nachgereicht.

Mann schreibt eine Bewerbung für ein Praktikum in Australien

Tipp: Richte dein Anschreiben direkt an den jeweiligen Ansprechpartner und achte im Lebenslauf darauf, dass du deine deutsche Handynummer mit der Vorwahl +49 angibst. Befindest du dich bereits im Land, solltest du dir auf jeden Fall eine australische Nummer zulegen. Diese gibst du dann natürlich auch beim Bewerben in deinen Bewerbungsunterlagen an

Bewerbung in Australien – worauf muss ich achten?

  • Kein Bewerbungsfoto: Wie in anderen englischsprachigen Ländern, enthält auch ein australischer Lebenslauf kein Foto. Angaben zu Geburtsdatum oder Religion gehören ebenfalls nicht in den australischen Lebenslauf.

  • Referenzen: Am Schluss deines Lebenslaufs solltest du „references“ aufführen. Damit sind ganz einfach die Kontaktdaten von Personen gemeint, die Auskunft über dich geben können. Das kann zum Beispiel dein ehemaliger Chef sein oder ein Professor von der Uni, der dich gut kennt. Versichere dich vorab bei der betreffenden Person, ob du sie als Referenz angeben darfst. Natürlich wird das australische Unternehmen wohl kaum bei deinem Ex-Chef in Deutschland anrufen, aber du zeigst damit, dass du die Besonderheiten einer australischen Bewerbung kennst und das macht auf jeden Fall einen guten Eindruck.

Was kostet ein Auslandspraktikum in Australien?

Flug, Visum, Unterkunft, Verpflegung, Freizeitaktivitäten: Ein Auslandspraktikum ist mit ganz verschiedenen Kostenfaktoren verbunden. Da verliert man schnell mal den Überblick. Deshalb ist es enorm wichtig, dass du dich bereits vorab mit den Kosten für dein Praktikum in Australien auseinandersetzt. Folgende Faktoren solltest du in deine Finanzplanung mit aufnehmen.

  • Australien-Praktikum-Visum: Die Kosten für ein Visum variieren. Je nachdem, welches Visum du benötigst, musst du zwischen 200 und 300 Euro einplanen.

  • Vermittlungsorganisation: Die Praktikumsvermittlung für Australien ist ziemlich teuer. Die Vermittlungsagenturen nehmen zwischen 500 und 1000 Euro für ihre Dienstleistung.

  • Flug nach Australien: Die Flüge nach Australien bieten großes Einsparpotential. Die Preise schwanken nämlich sehr stark – je nach Saison und Landeflughafen. Günstige Flüge nach Sydney gibt es für etwa 800 Euro. Die Flüge können aber auch weit über 1000 Euro kosten.

  • Versicherung: Du brauchst unbedingt eine Krankenversicherung für Australien. Eine Standard-Auslandskrankenversicherung gibt es schon für etwa einen Euro pro Tag. Je nachdem, wie umfangreich die Leistungen deiner Krankenversicherung sein sollen, können die Kosten natürlich auch höher ausfallen.

  • Lebenshaltungskosten: Die Kosten für Verpflegung sind etwas höher als in Deutschland. Wieviel du für Essen und Freizeitaktivitäten einplanen solltest, hängt natürlich stark von deinem individuellen Lebensstil ab.

  • Unterkunft: Auch beim Thema Wohnen gibt es große Unterschiede. Eine Wohnung in Melbourne, Sydney oder Perth ist viel teurer, als eine Unterkunft in einer kleineren Stadt. Hostels oder insbesondere Jugendherbergen sind eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen.

  • Sonstiges: Es ist auf jeden Fall sinnvoll, in Australien ein Bankkonto zu eröffnen und sich eine australische Handynummer zuzulegen. Das Bankkonto gibt es schon für circa 4 Euro im Monat – SIM-Karten gibt es ebenfalls recht günstig. Beides erleichtert dir das Leben enorm.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Ob dein Auslandspraktikum in Australien bezahlt ist oder nicht: Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für deine Zeit „down under“. Angefangen von Zuschüssen über Kredite bis hin zu Stipendien. Es lohnt sich also auf jeden Fall, sich vorab zu informieren und seine Möglichkeiten abzuklären.

  • Auslands-BAföG: Machst du ein Praktikum im Ausland, das länger als drei Monate dauert und Bezug zu deinem Studium oder deiner Ausbildung hat, kannst du Auslands-BAföG beantragen. Wichtig ist, dass das Praktikum von der Prüfstelle als förderlich für deinen Bildungs- beziehungsweise Berufsweg eingestuft wird. Auf der BAföG-Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung findest du alle Infos, die du brauchst. Denke nur daran, den Antrag frühzeitig zu stellen – mindestens sechs Monate vor Reiseantritt.

  • Stipendium: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet ganz verschiedene finanzielle Förderungen wie zum Beispiel Kurzstipendien oder. Google einfach nach „DAAD Stipendienprogramme“.

  • Bildungskredit: Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Bildungskredit. Der kann ganz unkompliziert online beim Bundesverwaltungsamt beantragt werden. Wird dir der Kredit gewährt, erhältst du monatlich bis zu 300 Euro. Der Bildungskredit ist übrigens unabhängig von BAföG oder Stipendium. Du kannst also bei Bedarf beides beantragen.

Die meisten Universitäten haben eigene Ansprechpartner für Praktika im Ausland. Schau doch mal vorbei und lass dich zu deinem Vorhaben und den Fördermöglichkeiten beraten.

Worauf muss ich in Australien achten?

Atemberaubende Natur, pulsierende Metropolen und jede Menge Abenteuer: Australien hat einiges zu bieten und viele Besonderheiten. Damit dein Trip ein echtes Highlight wird, solltest du dich vorab mit den Eigenarten des Landes vertraut machen und Vorbereitungen treffen.

  • Jugendherbergsausweis: Jugendherbergen sind auch in Australien eine günstige Übernachtungsmöglichkeit. Für manche Jugendherbergen brauchst du aber einen speziellen internationalen Ausweis. Den bekommst du über die Website des Deutschen Jugendherbergswerks. Der internationale Ausweis gilt natürlich nicht nur für Australien, sondern auch für Deutschland und viele weitere Länder.

  • Internationaler Führerschein/Studentenausweis: Auch beim Führerschein und Studentenausweis solltest du dich mit der internationalen Variante ausstatten. Den internationalen Führerschein bekommst du für etwas mehr als 16 Euro bei der Stadt. Den internationalen Studentenausweis (International Student Identity Card) kannst du online bestellen. An vielen Universitäten kannst du den Ausweis aber auch offline vor Ort beantragen.

  • Switched Seasons: Viele vergessen, dass in Deutschland und Australien unterschiedliche Jahreszeiten herrschen. Während in Deutschland im Oktober langsam Herbst und Winter Einzug halten, beginnt in Australien der Sommer. Weihnachten in Badehose am Strand ist zwar eine ungewohnte, aber auf jeden Fall interessante Erfahrung.

Surfer steht beim Sonnenuntergang am Bondi Beach mit Surfbrett in der Hand

Welche Alternativen gibt es zum Auslandspraktikum in Australien?

Die tolle Landschaft und die Vertiefung der Englischkenntnisse sind sicherlich zwei der bekanntesten Gründe für ein Praktikum in Australien. Das Land ist aber nicht das einzige, das viel zu bieten hat. Auf MeinPraktikum.de findest du viele Stellenangebote für Auslandspraktika. Ob du dich in Kanada, USA, Schweiz oder Neuseeland bewerben möchtest: Jedes Land bietet individuelle Highlights.