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Pflichtpraktikum

Pflichtpraktikum: Oft Teil der Studienordnung bzw. Prüfungsordnung

Die Studienordnung legt die Rahmenbedingungen eines Hochschulstudiums fest und dient der Planung und Organisation des Studiums. Anhand der Studienordnung kannst du deinen Stundenplan erstellen, du hast also bestimmt schon häufiger einen Blick hineingeworfen oder solltest es als Erstsemester tun. Neben der Studienordnung verfügt jedes Fach über eine Prüfungsordnung. Diese gibt den rechtlichen Rahmen des Studiums vor. Die Studienordnung beschreibt die Studienziele, den Beginn, den Inhalt, Umfang und die Gliederung des Studiums, die Zulassungsvoraussetzungen zu Lehrveranstaltungen, den Studienplan, die Studien- und Prüfungsleistungen und definiert die verschiedenen Lehrveranstaltungstypen.

Und in den meisten Fällen steht in der Studien- bzw. Prüfungsordnung, dass zum Abschluss eine Praxisleistung erbracht – also ein Praktikum absolviert – werden muss. Weil die Pflichtpraktika rechtlich gesehen deiner Ausbildung angehören und kein Arbeitsverhältnis im eigentlichen Sinne darstellen, gibt es besondere Bedingungen, die sich von einem freiwillig organisierten Praktikum abheben. Das heißt aber leider nicht, dass dir die Uni die Suche nach der richtigen Stelle abnimmt. Recherche, Bewerbung und Vorstellungsgespräch musst du wie bei einem üblichen Praktikum selbst in die Hand nehmen.

Freiheiten und Einschränkungen im Pflichtpraktikum

Worin unterscheidet sich ein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums nun eigentlich genau von einem anderweitigen Praktikum? Zunächst einmal muss die Tätigkeit in klarem Zusammenhang mit deinem Studienfach stehen und Ausbildungscharakter haben. Das bedeutet, dass in deiner Studienordnung konkrete Bestimmungen zur Dauer und zu den Inhalten wie z.B. Lernziele des Praktikums, angegeben sind. Wie lange du als Praktikant tätig sein musst, hängt – wie so vieles – von deinem Studiengang ab: Normal sind Beschäftigungen von mehreren Wochen, aber auch ein komplettes Praxissemester ist im üblichen Rahmen.

Weil das Praktikum als Teil der Ausbildung gilt, musst du keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen und bist in der Regel über den Arbeitgeber unfallversichert. Leider besteht in einem Pflichtpraktikum kein Anspruch auf eine Vergütung oder auf Urlaub. Du kannst zwar mit dem Unternehmen andere Vereinbarungen treffen, ein Recht darauf ist dir aber – im Gegensatz zum freiwilligen Praktikum – verwehrt.

Bekommst du Bafög, solltest du bedenken, dass dein Praktikumsentgelt für die Dauer deiner Tätigkeit auf deine Zahlungen angerechnet wird. Dein Bafög-Anspruch wird also 1:1 um deine Praktikumsvergütung reduziert.

Spaß an der Pflicht

Auch wenn es immer einen schalen Beigeschmack hat, wenn man zu etwas verpflichtet ist, solltest du dein Pflichtpraktikum als Chance begreifen. Nutze die Zeit, um bereits während deines Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln. Dein Lebenslauf und dein zukünftiges Ich werden es dir danken, denn damit erleichterst du dir die spätere Stellensuche.

Hinterlässt du einen guten Eindruck im Pflichtpraktikum, können sich daraus konkrete Karrierechancen entwickeln. Gerade große Unternehmen haben Förderprogramme für ehemalige Praktikanten, die dir weitere Praktika, oder auch feste Anstellungen nach dem Studium bieten können. Außerdem ist die studienbegleitende Art des Praktikums eine erste Möglichkeit, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen und so selbst zu erfahren, wie sich das eigene Wissen im Studium bereits erweitert hat.

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