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Anschreiben fürs Praktikum

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Das Bewerbungsanschreiben ist der Teil deiner Bewerbung, mit dem du die meiste Arbeit haben wirst. Logisch: immerhin musst du auch einen ganzen Text schreiben und nicht nur deine Lebenserfahrungen und Fähigkeiten auflisten wie im Lebenslauf.

Du solltest aber auf keinen Fall versuchen, bei deinem Praktikumsanschreiben Zeit zu sparen: Gerade bei Bewerbungen für Praktika ist das Anschreiben nämlich oft der Teil, der darüber entscheidet, ob eine Bewerberin oder ein Bewerber eingestellt wird. Wer einen Praktikumsplatz sucht, hat in der Regel ja noch keinen prall gefüllten Lebenslauf vorzuweisen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Text eines Praktikumsanschreibens besteht aus Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schlussteil und Grußformel.
  • Recherchiere immer den richtigen Ansprechpartner!
  • Wähle einen Einstieg in dein Einschreiben, der neugierig macht.
  • Formatiere dein Einschreiben nach DIN 5008.

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Anschreiben Aufbau: Was gehört alles in ein Bewerbungsanschreiben?

Was dein Anschreiben alles enthalten sollte

  • Briefkopf bzw. Kopfzeile
  • Betreff
  • Persönliche Anrede deines Ansprechpartners
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schlussteil
  • Grußformel
  • Unterschrift

Was gehört in die Kopfzeile meines Praktikumsanschreibens?

Vor dem Textteil deines Anschreibens steht die sogenannte Kopfzeile deines Bewerbungsanschreibens. Die besteht aus drei Teilen: deiner Anschrift, der Anschrift des Unternehmens sowie Ort und Datum.

Du beginnst mit deiner Anschrift. Dazu gehören Vorname, Nachname und deine vollständige Anschrift. Anschließend folgen Name und Adresse des Unternehmens, bei dem du dich um ein Praktikum bewirbst. Außerdem solltest du hier schon deinen Ansprechpartner erwähnen („z. Hd. Herr/Frau XY“). Zuletzt trägst du noch den Ort und das Datum ein, an dem du die Bewerbung schreibst.

So könnte die Kopfzeile deines Anschreibens aussehen:

Beispiel Kopfzeile Anschreiben

Und falls du dich jetzt fragst, ob die Kopfzeile auch sein muss, wenn du doch alles online verschickst: Ja! Das mag zwar oldschool wirken, gehört sich aber so.

Die Überschrift des Anschreibens: Was schreibe ich in den Betreff?

Nach der Kopfzeile folgt die Betreffzeile deines Anschreibens. Hier nennst du die genaue Bezeichnung der Stelle, auf die du dich bewirbst. Wenn du dich auf ein ausgeschriebenes Praktikum bewirbst, findest du die Bezeichnung in der Stellenausschreibung. Ist in der Stellenanzeige eine Kennziffer bzw. Job-ID angegeben, solltest du sie ebenfalls in den Betreff schreiben.

Ein Beispiel: Bewerbung um ein Praktikum als Online-Marketing-Manager (Kennziffer ABC123)

Du bewirbst dich mit einer Initiativbewerbung auf einen nicht ausgeschriebenen Praktikumsplatz? Dann solltest du dich fragen, ob du die genaue Bezeichnung der Position kennst, die du während deines Praktikums im Unternehmen einnehmen willst. Ist das nicht der Fall, kannst du auch den Bereich nennen, der dich interessiert.

Zum Beispiel: Initiativbewerbung um ein Praktikum im Bereich Online-Marketing

In jedem Fall solltest du aber bereits im Betreff erwähnen, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt.

Was schreibe ich als Anrede in mein Bewerbungsschreiben?

Es ist vermutlich der häufigste Fehler in Bewerbungsanschreiben: Statt den richtigen Ansprechpartner direkt anzusprechen, beginnen Bewerberinnen und Bewerber ihr Anschreiben mit dem unpersönlichen „Sehr geehrte Damen und Herren“. Hier solltest du tatsächlich sehr vorsichtig sein. Manche Arbeitgeber und Personaler legen Bewerbungen, die so beginnen, direkt auf den Stapel mit den Ablehnungen!

Schreibe nie „Sehr geehrte Damen und Herren“!

Diese unpersönliche Anrede solltest, wenn möglich, nie in einem Anschreiben verwenden! Es zeigt keinerlei Interesse an der Stelle – ganz im Gegenteil: Viele Arbeitgeber sehen es als Indiz dafür, dass du einfach eine Standardbewerbung an jedes Unternehmen schickst.

Wie finde ich den richtigen Ansprechpartner?

Oft ist schon in der Stellenausschreibung ein Ansprechpartner bzw. eine Ansprechpartnerin angegeben. In diesem Fall hast du es ganz einfach: Adressiere dein Anschreiben einfach an diese Person. Beispiel: „Sehr geehrte Frau Mustermann“.

Duzen oder siezen?

In manchen Fällen ist es auch in Ordnung, im Bewerbungsanschreiben zu duzen. Schau dir an, wie sich das Unternehmen in der Stellenanzeige und im Karriereportal gibt und entscheide dann, ob siezen und das förmliche „Sehr geehrte/r Herr/Frau“ wirklich nötig sind. Vielleicht kommt es sogar besser an, wenn du deinen Ansprechpartner direkt duzt und das Anschreiben locker formulierst. Wird in der Anzeige durchgehend geduzt? Dann trau dich das in deinem Anschreiben ruhig auch!

In der Stellenanzeige ist kein Ansprechpartner angegeben oder du willst dich initiativ bewerben? Dann musst du wohl oder übel ein bisschen recherchieren. Der beste und schnellste Weg ist in der Regel ein kurzer Anruf beim Unternehmen: Steht in der Stellenanzeige eine Telefonnummer, solltest du dort anrufen. Wenn nicht, findest du auf der Webseite des Unternehmens auf jeden Fall eine Nummer – in der Regel entweder unter „Kontakt“ oder „Impressum“. Vermutlich landest du dann bei der Zentrale. Frage dort einfach, wer der richtige Ansprechpartner ist, wenn man sich gerne bewerben möchte.

Übrigens: Mit einem kurzen Anruf kannst du schon vor der Bewerbung Pluspunkte sammeln! Du beweist so nämlich, dass du wirklich Interesse an einem Praktikum in diesem Unternehmen hast. Lass dich von der Zentrale deswegen auch ruhig schon einmal zu deinem Ansprechpartner durchstellen und hab keine Angst davor, ein paar Fragen zu stellen. Gut möglich, dass sich der Mitarbeiter nach einem kurzen, freundlichen Gespräch positiv an deinen Namen erinnert, wenn er deine Bewerbung liest.

Beim Unternehmen anrufen

Wie formuliere ich den ersten Satz meines Anschreibens?

Der erste Satz deines Bewerbungsschreibens ist zugleich auch der wichtigste. Schon hier kann sich entscheiden, ob du einen Personaler neugierig machen kannst. Gelingt dir das, wird er sich auch den Rest deines Praktikumsanschreibens und deinen Lebenslauf genau und mit großem Interesse anschauen.

Deswegen solltest du in jedem Fall sichergehen, dass du für dein Anschreiben einen interessanten und außergewöhnlichen Einstieg wählst, der den Leser oder die Leserin neugierig macht. Vermeide daher auf jeden Fall unoriginelle Floskeln wie: „Hiermit bewerbe ich mich auf das von Ihnen ausgeschriebene Praktikum“ (was ja sowieso schon im Betreff stehen sollte).

Eröffne dein Praktikumsanschreiben besser mit einer persönlichen Aussage zu deinen Stärken und wie diese im Zusammenhang mit der Stelle stehen, auf die du dich bewirbst. Oder erzähle etwas von dir und stelle direkt am Anfang klar, warum du genau dieses Praktikum unbedingt machen willst.

Keine Sorge, wenn du Probleme hast, einen guten ersten Satz zu formulieren – so geht es den meisten Bewerbern. Aber genau da liegt auch deine Chance!

Gute Beispiele für den Einstieg in dein Anschreiben:

  • „Ich liebe es, Menschen mit meinen Worten zu unterhalten! Schon während meiner Schulzeit habe ich für unsere Schülerzeitung geschrieben und an Schreibwettbewerben teilgenommen. Da ich meine Leidenschaft gerne zum Beruf machen möchte, wäre ein Praktikum in der Redaktion Ihrer Zeitung eine große Chance für mich.“
  • „Die Tage mit meinen Eltern in Ihrem Zoo gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Deshalb würde für mich ein kleiner Traum in Erfüllung gehen, wenn ich ein Praktikum bei Ihnen absolvieren könnte.“

Solche Formulierungen solltest du im Anschreiben besser vermeiden:

  • „Hiermit bewerbe ich mich auf das von Ihnen ausgeschriebene Praktikum …“
  • „Mein Name ist Max Mustermann, ich bin 20 Jahre alt und komme aus …“
  • „In meinem Studium muss ich ein Pflichtpraktikum absolvieren. Auf der Suche bin ich auf Ihre Stellenanzeige gestoßen …“

Was gehört in den Hauptteil meines Anschreibens?

Der Name sagt es ja schon: Der Hauptteil macht den größten Teil deines Bewerbungsschreibens aus. Und auch wenn du beim Schreiben des Textes relativ frei bist und deine Kreativität spielen lassen kannst, gibt es einige Fragen, die du im Hauptteil deines Anschreibens auf jeden Fall beantworten solltest.

Was ist deine Motivation? Du solltest klarstellen, warum du dich auf diese Stelle bewirbst und unbedingt ein Praktikum im angeschriebenen Unternehmen machen willst. Zeige, dass du dich mit deinem möglichen Arbeitgeber auseinandergesetzt hast und beschreibe, was du an ihm so gut findest.

Wie sieht deine aktuelle Situation aus? Erzähle, wie es um deine berufliche Situation steht und welche Rolle das Praktikum in deiner Karriereplanung spielt. Kommst du gerade von der Schule und willst das Praktikum zur beruflichen Orientierung machen? Soll es ein Pflichtpraktikum während deines Studiums sein? Oder willst du nach einem abgeschlossenen Studium praktische Erfahrung sammeln? Diese Fragen spielen für Unternehmen eine besonders große Rolle, da sie darüber entscheiden, wie viel Gehalt dir gezahlt werden muss.

Hast du schon Berufserfahrung? Auch wenn es bei Bewerbungen für einen Praktikumsplatz eher seltener der Fall ist, kann es natürlich sein, dass du schon praktische Erfahrungen in derselben oder einer ähnlichen Branche gesammelt hast – entweder durch andere Praktika oder einen Nebenjob. Das solltest du auf jeden Fall erwähnen!

Welche Hard Skills qualifizieren dich für die Stelle? Als Hard Skills werden erlernbare und nachweisbare Fähigkeiten bezeichnet. Also zum Beispiel Abschlüsse und Zertifikate, Sprachkenntnisse oder Computer- und Softwarekenntnisse. Zähle alle Skills auf, die für die Stelle relevant sind. Beispiel: Für ein Praktikum in einer Designagentur solltest du auf jeden Fall angeben, dass du mit Photoshop umgehen kannst. Wenn du dich aber um ein Praktikum im Zoo bemühst, ist das natürlich keine für die Bewerbung relevante Fähigkeit.

Welche Soft Skills qualifizieren dich für die Stelle? Soft Skills sind das Gegenteil von Hard Skills – also charakterliche Eigenschaften und zwischenmenschliche Fähigkeiten. Dazu zählen zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Pünktlichkeit, Selbstreflexion, Empathie oder Kritikfähigkeit. Überlege dir, welche Soft Skills wichtig sind für die Stelle, auf die du dich bewirbst. Ein Beispiel: Für ein Praktikum in einer Designagentur ist Kreativität ein wichtiger Skill. Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Kritikfähigkeit oder Teamfähigkeit hingegen sind im Grunde für jede Stelle relevant.

Gutes Teamwork im Praktikum

Was kommt in den Schluss meines Anschreibens?

Bevor du dein Bewerbungsschreiben mit der Grußformel abschließt, fehlen noch zwei ganz wichtige Dinge. Zum einen solltest du natürlich noch schreiben, v****on wann bis wann du das Praktikum gerne machen möchtest – zumindest dann, wenn in der Stellenausschreibung kein expliziter Zeitraum genannt ist. Zum anderen solltest du auf jeden Fall noch um ein Vorstellungsgespräch bitten! Das tust du bestenfalls nicht im Konjunktiv, sondern selbstbewusst und direkt. Zum Beispiel so:

„In einem Vorstellungsgespräch überzeuge ich Sie gerne persönlich von mir und meinen Fähigkeiten.“

Es schadet außerdem nicht, am Schluss deines Praktikumsanschreibens noch darauf hinzuweisen, dass du für Nachfragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung stehst.

Übrigens: Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, solltest du dich darauf gut vorbereiten!

Wie beende ich mein Anschreiben für ein Praktikum?

Ganz am Ende deines Anschreibens steht die sogenannte Grußformel. Dabei brauchst du nicht kreativ werden: Ein höfliches „Mit freundlichen Grüßen“ reicht vollkommen aus! Ein Komma oder ein anderes Satzzeichen ist dabei nicht nötig.

Mit zwei Zeilen Abstand folgt dann noch deine Unterschrift. Wenn du die Bewerbung per Post verschickst, solltest du handschriftlich unterschreiben. Bei einer E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung hast du mehrere Möglichkeiten: Du kannst deine handschriftliche Unterschrift einscannen und in das Dokument einfügen oder das Anschreiben ausdrucken, unterschreiben und wieder einscannen. Aber auch eine getippte Unterschrift ist kein Beinbruch, wenn dir die technischen Möglichkeiten fehlen.

Wie lang sollte mein Anschreiben fürs Praktikum sein?

Gerade bei größeren Unternehmen haben Personalerinnen und Personaler täglich einen großen Stapel Bewerbungen auf dem Schreibtisch liegen. Daher ist es wichtig, dass du in deinem Bewerbungsschreiben nicht zu weit ausholst, sondern alles kurz und prägnant auf den Punkt bringst. Als Faustregel gilt, dass dein Praktikumsanschreiben auf eine DIN-A4-Seite passen sollte.

Da ja auch Briefkopf, Betreff, Anrede und die Grußformel mit deiner Unterschrift auf die Seite passen müssen, kommst du in der Regel mit drei bis vier Absätzen aus. Der Hauptteil sollte dabei natürlich den größten Teil des Textes ausmachen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Reiß in deinem Anschreiben ruhig eine spannende Anekdote oder eine Station aus deiner Vergangenheit nur kurz an und erwähne, dass du die ganze Story sehr gerne im Vorstellungsgespräch erzählst. So machst du den Leser neugierig und sorgst gleichzeitig dafür, dass dein Anschreiben nicht zu lang wird!

Und keine Sorge: Deine Bewerbung wird selbstverständlich nicht direkt abgelehnt, wenn du etwas mehr als eine DIN-A4-Seite schreibst – allerdings solltest du dir in diesem Fall gut überlegen, ob dein Text wirklich keine für das Unternehmen bzw. die Stelle überflüssigen Passagen enthält. In der Regel ist es absolut kein Problem, ein gutes Bewerbungsanschreiben auf eine DIN-A4-Seite zu bekommen.

Die richtige Formatierung: Wie muss mein Anschreiben aussehen?

Im Gegensatz zum Text deines Bewerbungsanschreibens ist bei der Formatierung keinerlei Kreativität gefragt. Im Gegenteil: Du solltest dich genau an die Norm DIN 5008 halten. Die legt in Deutschland nämlich fest, wie geschäftliche Schriftstücke – zu denen auch Bewerbungen zählen – aussehen sollten.

Es ist natürlich nicht verboten, von dieser Norm abzuweichen. Allerdings sind Personaler an die Form gewöhnt und alles, was davon abweicht, fällt auf – und zwar nicht unbedingt positiv. Es hat für dich außerdem nur Vorteile, wenn du dich an die DIN 5008 hältst: Dein Praktikumsanschreiben sieht dadurch wie ein offizieller Geschäftsbrief aus und ist sehr übersichtlich und gut lesbar. Außerdem musst du nur die DIN-Vorgaben befolgen und dir keine Gedanken darüber machen, welche Schriftgröße oder welcher Zeilenabstand du nun am besten wählst.

DIN 5008

„DIN“ steht für „Deutsche Industrie Norm“. Du wirst den Begriff auch von der Größe von Schreibpapier und Heften oder Blöcken kennen – DIN A3, DIN A4, DIN A5 und so weiter.

Die DIN 5008 setzt Schreib- und Gestaltungsregeln (u. a. Schriftgröße, Schriftart, Seitenränder) für die Textverarbeitung bei geschäftlichen Schriftstücken fest. Dazu gehören auch Bewerbungen. Die DIN 5008 gibt es bereits seit 1949 und wird regelmäßig aktualisiert – zuletzt im März 2020.

Wie formatiere ich mein Anschreiben nach DIN 5008?

Der Aufbau des Anschreibens nach DIN 5008: Du beginnst oben in der Kopfzeile mit deinem Namen und deiner Anschrift. In Microsoft Word kannst du in die Kopfzeile schreiben, indem du darauf doppelklickst. Unter die Kopfzeile kommen linksbündig der Name und die Anschrift des Unternehmens sowie der Name deines Ansprechpartners.

Datum und Ort kommen dann eine Zeile unter dem Adressaten, allerdings rechtsbündig und nicht linksbündig. Dann folgt mit zwei Leerzeilen Abstand der Betreff – linksbündig und fettgedruckt. Er soll auf keinen Fall länger als zwei Zeilen sein!

Erneut mit zwei Absätzen Abstand kommt dann die Anrede. Im Fließtext deines Anschreibens gilt anschließend: Absätze werden mit einer Leerzeile voneinander getrennt. Das gilt auch zwischen dem letzten Satz des Textes und der Grußformel. Nach deinem „Mit freundlichen Grüßen“ kommen drei Leerzeilen: Hier ist Platz für die Unterschrift.

So könnte der Anfang deines Anschreibens aussehen:

Beispiel Formatierung Anschreiben

Diese Formatierungsregeln gelten nach DIN 5008 für den Text deines Anschreibens:

Seitenränder

  • Seitenrand oben: 4,5 cm Abstand
  • Seitenrand unten: 2,5 cm Abstand
  • Linker Seitenrand: 2,5 cm Abstand
  • Rechter Seitenrand: 2 cm Abstand (mindestens aber 1,5 cm)

Zeilenabstand

In der DIN 5008 wird ein Zeilenabstand von 1 empfohlen. Wenn dein Text nicht zu lang ist, steht es dir aber offen, einen Zeilenabstand von 1,5 zu wählen – dadurch wird dein Bewerbungsschreiben noch besser lesbar.

Textausrichtung

Hier kannst du selbst zwischen Blocksatz und linksbündiger Ausrichtung wählen. Die Meinungen darüber, welche der beiden Optionen besser ist, gehen auseinander: Im Blocksatz wirken Text ordentlicher und mehr aus einem Guss – dafür kann es sein, dass manche Wörter deutlich auseinandergezogen werden. Wichtig: Automatische Silbentrennung aktivieren!

Schriftgröße und Schriftart

Eine feste Schriftart ist in der DIN 5008 nicht festgeschrieben, allerdings solltest du dich für eine schlichte, serifenlose Schriftart entscheiden. Dazu zählen etwa Helvetica, Georgia, Arial oder Calibri.

Als Schriftgröße gibt die Norm 12 Punkt vor. Die meisten Schriftarten sind auf diese Größe hin ausgerichtet und daher perfekt lesbar. Ein Tipp: Wenn dein Text in Schriftgröße 12 nicht auf eine DIN-A4-Seite passt, kannst du auch ruhig Größe 11 auswählen. Kleiner aber auf keinen Fall.

Anschreiben richtig formatieren

Muster-Anschreiben fürs Praktikum: Was muss ich bei Vorlagen aus dem Internet beachten?

Im Internet findest du unzählige Vorlagen und Muster für Bewerbungsanschreiben. Dafür brauchst du einfach nur bei Google nach Stichworten wie „Anschreiben Vorlage“ oder „Anschreiben Muster“ suchen. Meist kannst du dir diese dann einfach als Word-Datei herunterladen und selbst anpassen.

Und natürlich ist es vollkommen in Ordnung, solche kostenlosen Muster für dein Praktikumsanschreiben zu benutzen. Folgendes solltest du dabei aber auf jeden Fall beachten:

  • Nicht jede Vorlage, die du im Internet findest, ist gut! Schaue dich in Ruhe um und überprüfe, ob die Muster tatsächlich den Formalitäten eines Anschreibens entsprechen.
  • Es sind nur Muster! Übernimm nie den Text der Vorlage und gib ihn als deinen aus, indem du nur die Namen austauschst. Du solltest dein Anschreiben immer individuell auf die jeweilige Stelle anpassen. Erfahrene Personaler erkennen direkt, wenn du ein Standardanschreiben aus dem Internet nur leicht abgewandelt hast.

Typische Fehler im Anschreiben fürs Praktikum: Wie vermeide ich sie?

Diese Fehler solltest du bei deinem Bewerbungsanschreiben auf jeden Fall vermeiden

  • Unkonkreter/falscher Ansprechpartner: Beginne dein Anschreiben nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, sondern recherchiere den richtigen Ansprechpartner. Ruf im Unternehmen an, wenn du in der Stellenausschreibung nichts findest.
  • Nichtssagender Einstieg: Vermeide einen unoriginellen ersten Satz wie „Hiermit bewerbe ich mich auf den ausgeschriebenen Praktikumsplatz“. Sei kreativ und persönlich.
  • Falsche Formatierung: Halte dich am besten an die Norm DIN 5008. Außergewöhnlich formatierte Anschreiben wirken unprofessionell.
  • Rechtschreibfehler: Lese dein Anschreiben mehrfach Korrektur und lass am besten auch nochmal andere einen Blick darauf werfen.
  • Zu langes Anschreiben: Dein Anschreiben sollte auf eine DIN-A4-Seite passen. Überlege gut, ob wirklich jeder Satz notwendig ist, wenn du mehr Platz benötigt hast.
  • Standardfloskeln: Sei kreativ, persönlich und gehe auf das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, ein. Vermeide Standardfloskeln und übernimm auf keinen Fall Texte eins-zu-eins aus Vorlagen aus dem Internet.

Was kommt in der Bewerbung fürs Praktikum nach dem Anschreiben?

Nach dem Anschreiben folgt in der Bewerbung der tabellarische Lebenslauf. Falls du nicht mehr genau weißt, wie der auszusehen hat oder was alles dort hineingehört, helfen wir dir gerne weiter.