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Schülerpraktikum

Wichtige Infos, Bewerbung schreiben, Praktikumsplatz finden & Co.

Längst nicht alle Schülerinnen und Schüler haben schon eine genaue Vorstellung davon, was sie später mal beruflich machen wollen. Wenn das bei dir auch so ist, bist du also nicht allein. Bis zu deinem Abschluss solltest du aber zumindest schon mal eine Idee haben – denn danach musst du dich entscheiden, welche Ausbildung oder welches Studium du beginnen willst. Eine gute Möglichkeit herauszufinden, welcher Beruf dir Spaß macht (oder eben nicht), kann ein Schülerpraktikum sein.

Hier erfährst du alles, was du über dein Schülerpraktikum wissen musst: Was erwartet mich im Schülerpraktikum? Wie schreibe ich eine gute Bewerbung? Bekomm ich Geld für meine Arbeit? Und was gibt es sonst noch zu beachten? Außerdem sagen wir dir, wie und wo du Schülerpraktikumsplätze findest!

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Schulpraktikum kann ein entscheidender Faktor bei der Berufsorientierung sein.
  • Schülerpraktika sind eigentlich immer unbezahlt.
  • Bei der Suche nach einem Schülerpraktikum solltest du dich zuerst fragen, welcher Beruf dich interessiert und anschließend überlegen, ob du schon ein Unternehmen aus dieser Branche in deinem Wohnort kennst.
  • Eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum ist genauso aufgebaut wie eine Bewerbung für jede andere Praktikumsart.

4 Gründe für ein Schülerpraktikum: Warum muss man als Schüler ein Praktikum machen?

Im Laufe seiner Schulzeit muss eigentlich jeder mindestens ein Praktikum absolvieren. Viele Schülerinnen und Schüler freuen sich über eine kurze Auszeit vom Schulalltag, manche empfinden das Praktikum als nervig und würden stattdessen lieber weiter die Schulbank drücken. Wie ist es bei dir? So oder so: Es gibt einige Gründe, warum das Schulpraktikum wichtig für dich und deine Zukunft ist.

  • Berufsorientierung: Du bekommst Einblick in ein Berufsfeld oder eine Branche. Das kann bei deiner beruflichen Orientierung sehr hilfreich sein: Entweder hast du viel Spaß in deinem Schülerpraktikum und du kannst dir danach vorstellen, etwas ähnliches mal beruflich zu machen. Oder du weißt durch das Praktikum, was du nicht machen möchtest.
  • Lebenslauf-Tuning: Wenn du nach deinem Schulabschluss nicht studieren, sondern eine Ausbildung machen willst, kann ein Schülerpraktikum Gold wert sein. Arbeitgeber sehen es immer gerne, wenn du aus der Schulzeit schon ein bisschen Erfahrung in ihrer Branche mitbringst.
  • Vitamin B: Ein Praktikum ist immer gut, um Kontakte zu knüpfen. Willst du nach deinem Schulabschluss in der Branche bleiben, ist es nur von Vorteil, wenn du schon ein paar Leute kennst. Das kann dir im Verlauf deiner beruflichen Karriere die ein oder andere Tür öffnen. Wenn du dich im Praktikum gut anstellst, bleibst du außerdem beim Unternehmen in guter Erinnerung – das hilft dir, wenn du dort nach deinem Schulabschluss noch ein Praktikum oder eine Ausbildung machen willst.
  • Lebenserfahrung: In deinem Schülerpraktikum sammelst du nicht nur erste Berufserfahrung, sondern lernst auch etwas fürs Leben und über dich selbst. Ja, das hört sich abgedroschen an, ist aber so. Unter anderem merkst du, ob du dich schnell und problemlos an ein ungewohntes Umfeld gewöhnen kannst. Oder auch, wie du mit stressigen Situationen umgehst. Es ist wichtig, dass du deine persönlichen Stärken und Schwächen kennst – nicht zuletzt, damit du diese in zukünftigen Bewerbungsanschreiben angeben kannst.
Schülerpraktikum

Wann macht man ein Schülerpraktikum?

Wann dich in deiner Schulzeit ein Praktikum erwartet, lässt sich nicht generell sagen. Der Zeitpunkt ist von Schule zu Schule und vor allem von Schulform zu Schulform unterschiedlich. Gehst du aufs Gymnasium, musst du wahrscheinlich in der 10. oder 11. Klasse ein Schülerpraktikum machen. Haupt- und Realschüler absolvieren ihr Praktikum oft schon in der 9. Klasse, manchmal machen sie in ihrem letzten Jahr sogar noch ein zweites Schulpraktikum.

Wie lange dauert ein Schülerpraktikum?

Auch die Dauer eines Schülerpraktikums ist nicht immer gleich. Allerdings brauchst du keine Angst haben, dass du deine Schulfreunde allzu lange nicht siehst: Normalerweise dauert ein Praktikum in der Schulzeit zwischen zwei und vier Wochen.

Arbeitszeit im Schülerpraktikum: Wie viele Stunden darf ich arbeiten?

Da du im Schülerpraktikum einen möglichst echten Einblick in die Arbeitswelt bekommen sollst, wirst du in der Regel in Vollzeit arbeiten. Das heißt: acht Stunden am Tag, 40 Stunden pro Woche. Das ist laut Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) dann aber auch das Maximum – zumindest, wenn du 15 Jahre oder älter bist. Schüler und Schülerinnen unter 15 Jahren dürfen im Praktikum höchsten sieben Stunden am Tag und 35 Stunden in der Woche arbeiten.

Mach Pause!

Auch wenn du dich im Schülerpraktikum von deiner besten und fleißigsten Seite zeigen willst, solltest du nie auf deine Mittagspause verzichten. Tatsächlich sind Ruhepausen sogar gesetzlich vorgeschrieben: Bei einer Arbeitszeit von viereinhalb bis sechs Stunden musst du 30 Minuten Pause machen, ab sechs Stunden eine ganze Stunde.

Praktikumsbericht im Schülerpraktikum: Was muss ich darüber wissen?

Wenn du als Schüler oder Schülerin ein Praktikum machst, musst du danach eigentlich immer einen Praktikumsbericht abgeben. Meistens wird der sogar benotet. Deshalb solltest du auf keinen Fall zu spät damit anfangen, sondern dir am besten schon während deines Praktikums Notizen machen.

Damit du eine gute Note für dein Schülerpraktikum bekommst, erklären wir dir alles, was du über den Praktikumsbericht wissen musst: Warum schreibt man überhaupt so einen Bericht? Wie ist ein Praktikumsbericht aufgebaut? Wie schreibt man eine Einleitung und was soll in den Hauptteil?

Schülerpraktikum Versicherung: Bin ich im Schulpraktikum versichert?

Krankenversicherung – ein Thema, mit dem du dich bestimmt noch nicht auseinandergesetzt hast. Und das musst du auch nicht: Bis zu deinem 25. Geburtstag bist du durch die sogenannte Familienversicherung über die Krankenkasse deiner Eltern oder Erziehungsberechtigten mitversichert. Daran ändert auch ein Schülerpraktikum nichts.

Gehalt als Schülerpraktikant: Bekomme ich den Mindestlohn im Schülerpraktikum?

Auch wenn du als Schüler oder Schülerin noch keine eigene Wohnung bezahlen musst und auch ansonsten wenige feste Ausgaben hast, tut ein kleines Taschengeld immer gut. Aber wenn du hoffst, für deine Arbeit im Schülerpraktikum gut bezahlt zu werden, müssen wir dich leider enttäuschen: Ein Gehalt ist bei Schülerpraktikantinnen und -praktikanten die absolute Ausnahme.

Anspruch auf ein Praktikumsgehalt oder den gesetzlichen Mindestlohn hast du im Schülerpraktikum auf keinen Fall. Erstens, weil Pflichtpraktika in Schule, Uni oder Ausbildung nie vergütet werden müssen und zweitens, weil Praktikantinnen und Praktikanten unter 18 Jahren keinen Anspruch auf eine Vergütung haben.

Wenn du Glück hast, bekommst du von deinem Arbeitgeber eine Aufwandsentschädigung – also ein freiwilliges kleines Gehalt. Aber wie bereits gesagt: Das kommt bei Schülerpraktika wirklich nur in Ausnahmefällen vor.

Schülerpraktikum finden: Wo kann man sein Schülerpraktikum machen?

Die erste große Herausforderung beim Schülerpraktikum erwartet dich schon vor deinem ersten Praktikumstag: Du musst einen passenden Praktikumsplatz finden. Bevor du dich auf die Suche begibst, solltest du für dich aber erstmal eine wichtige Frage klären: Gibt es einen Beruf, der dich besonders interessiert?

Wenn du eine Antwort auf diese Frage gefunden hast, solltest du als nächstes überlegen, ob du schon ein Unternehmen kennst, das in dieser Branche aktiv ist. Kannst du dir vorstellen, Journalist oder Journalistin zu werden? Dann gibt es in deiner Stadt bestimmt eine Tageszeitung, bei der du ein Praktikum machen kannst. Oder möchtest du lieber mal als Tierarzt arbeiten? Dann könntest du in der Tierarztpraxis, in die du dein krankes Haustier bringst, nach einem Schülerpraktikum fragen.

Ruf bei Unternehmen an

Schulpraktika werden meistens nicht ausgeschrieben. Viele Unternehmen sind aber trotzdem gerne bereit, Schülerpraktikanten aufzunehmen. Wenn du einen interessanten Betrieb gefunden hast, solltest du deswegen am besten kurz anrufen und fragen, ob sie generell offen für Schülerpraktika sind und du ihnen eine Bewerbung schicken kannst.

Wenn dir kein Unternehmen einfällt, bei dem du ein Praktikum in deiner Wunschbranche machen könntest, kannst du deine Eltern, Freunde oder Bekannte nach Tipps fragen. Erklär ihnen, was du machen möchtest – vielleicht kennt ja einer von ihnen einen passenden Betrieb. Wohnst du in einer kleinen Stadt oder auf dem Land und du findest deshalb keine gute Praktikumsstelle? Dann hast du vielleicht Verwandte in einer größeren Stadt, bei denen du für kurze Zeit wohnen kannst.

Und natürlich ist bei der Suche nach Schülerpraktikumsplätzen auch das Internet eine große Hilfe. Such bei Google einfach nach einem Beruf oder einer Branche in Kombination mit der Stadt, in der du dein Schülerpraktikum machen willst. So findest du bestimmt ein paar Unternehmen, bei denen du nach einem Praktikum fragen kannst.

Übrigens: Unternehmen suchen auch hier auf MeinPraktikum.de nach Schülerpraktikanten.

Schau mal bei Ausbildung.de vorbei

Ein kleiner Tipp: Viele Unternehmen, bei denen du eine Ausbildung machen kannst, nehmen auch gerne Schülerpraktikanten und -praktikantinnen auf. Wenn du also einen Beruf im Kopf hast, schau doch mal bei Ausbildung.de vorbei! Dort findest du Unternehmen aus fast jeder Branche, die du wegen eines Schülerpraktikums kontaktieren kannst.

Schülerpraktikum finden

Wie schreibe ich eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum?

Wenn du ein Unternehmen gefunden hast, bei dem du gerne dein Schulpraktikum machen möchtest, musst du dich natürlich noch offiziell bewerben. Das tust du mit einer Praktikumsbewerbung, bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen.

Eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum schreibst du im Grunde genauso wie eine Bewerbung für jede andere Art von Praktikum – allerdings ist alles etwas abgespeckter.

Bewerbungsschreiben Schülerpraktikum: Was muss ich beim Anschreiben fürs Schülerpraktikum beachten?

Da dein Lebenslauf als Schüler oder Schülerin noch nicht proppenvoll ist, ist das Anschreiben – auch Motivationsschreiben genannt – der wichtigste Teil deiner Praktikumsbewerbung. Auf maximal einer DIN-A4-Seite sollst du darin darstellen, warum du gerade dieses Praktikum machen möchtest.

Im Gegensatz zu den Bewerbungen, die du später mal schreiben wirst, spielen deine Qualifikationen für die Stelle im Anschreiben fürs Schülerpraktikum nur eine untergeordnete Rolle. Konzentrier dich lieber auf deine Motivation.

So sollte dein Bewerbungspraktikum fürs Schülerpraktikum aufgebaut sein:

  1. Einleitung: Nach der Anrede („Sehr geehrte/r Frau/Herr xy, …“) startest du dein Anschreiben mit einer kurzen Einleitung. Darin sollte schon dein stärkstes Argument enthalten sein, warum du dich gerade auf dieses Praktikum bewirbst. Stell dafür am besten einen persönlichen Bezug her. Ein Beispiel: „… schon seit mehreren Jahren informiere ich mich durch Ihre Zeitung morgens über das, was in der Welt vor sich geht. Und da ich gerne selbst einmal als Journalistin arbeiten möchte, würde ich mich sehr freuen, wenn ich mein Schülerpraktikum in Ihrer Redaktion zu absolvieren.“
  2. Selbstdarstellung: Nach deiner Einleitung erzählst du ein bisschen über dich selbst, deine Erfahrungen und deine Stärken. Was sind deine Interessen? Welche Charaktereigenschaften machen dich aus? Hast du vielleicht schon mal irgendwo gejobbt oder sogar schon ein Praktikum gemacht?
  3. Motivation: Jetzt kommt der wichtigste Teil deines Anschreibens. Nimm Bezug zu deinem Einstieg und erklär deine Motivation, weshalb du gerade diese Praktikumsstelle haben möchtest. Was interessiert dich an der Branche oder dem Beruf? Was erhoffst du dir von dem Praktikum? Wieso hast du dich gerade für diesen Betrieb entschieden? Weißt du schon etwas über das Unternehmen?
  4. Schluss: Zuletzt solltest du noch schreiben, von wann bis wann das Schülerpraktikum stattfinden soll und dass du dich über ein persönliches Vorstellungsgespräch freuen würdest. Das Anschreiben beendest du mit „Mit freundlichen Grüßen“ und deiner Unterschrift.

Auch wenn der Inhalt deines Anschreibens natürlich das Wichtigste ist, solltest du dich unbedingt an bestimmte formale Vorgaben halten. Sonst wirkt deine Bewerbung schnell unprofessionell und so, als hättest du dir keine Mühe gegeben. Wir zeigen dir anhand von Beispielen, wie dein Anschreiben aussehen sollte:

Lebenslauf Schülerpraktikum: Was muss ich beachten?

Keine Sorge: Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn dein Lebenslauf bei der Bewerbung fürs Schülerpraktikum sehr knapp ausfällt. Wie sollst du auch viele Erfahrungen gesammelt haben, wenn du noch zur Schule gehst? Trotzdem sollte deine Praktikumsbewerbung auf jeden Fall einen Lebenslauf enthalten.

Das sollte in deinen Lebenslauf fürs Schülerpraktikum:

  • Persönliche Daten: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse.
  • Bewerbungsfoto: Ein Bild ist kein Muss. Wenn du ein Foto in deinen Lebenslauf packst, sollte dies aber auf jeden Fall professionell aussehen.
  • Schulische Laufbahn: Hier gibst du die Schulen an, die du bisher besucht hast. Schreib am besten dazu, in welcher Stadt die Schule ist.
  • Berufserfahrung: Falls du schon irgendwo gejobbt oder schon ein Praktikum gemacht hast. Wenn nicht, lass diesen Punkt weg.
  • Sprachkenntnisse: Hier kannst du hinschreiben, welche Sprachen du außer deiner Muttersprache beherrscht.
  • Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten: Schreib hier Fähigkeiten hin, die für die Stelle wichtig sein könnten. Oft sind das zum Beispiel Computerkenntnisse.
  • Hobbys und Interessen: Hast du ein Hobby, das irgendwie mit der Stelle oder dem Unternehmen in Verbindung steht? Dann solltest du das hier erwähnen. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten machen sich immer gut im Lebenslauf.

Genauso wie das Anschreiben sollte natürlich auch der Lebenslauf deiner Bewerbung fürs Schülerpraktikum professionell aussehen:

Bewerbung fürs Schülerpraktikum: Welche Anlagen muss ich mitschicken?

Empfehlungsschreiben, Arbeitszeugnisse oder Arbeitsproben: All das wirst du noch nicht haben, wenn du dich um ein Schülerpraktikum bewirbst. Füge deiner Bewerbung einfach eine Kopie deines letzten Schulzeugnisses bei – das reicht vollkommen.

Vorstellungsgespräch fürs Schülerpraktikum: Was erwartet mich?

Wenn deine Bewerbung gut angekommen ist, wirst du in der Regel noch zu einem kurzen Bewerbungsgespräch eingeladen, bevor du die endgültige Zusage für dein Schülerpraktikum bekommst. Meistens ist das zwar nur noch eine Formalität und man will dich einfach schon mal kurz kennenlernen, komplett unvorbereitet solltest du trotzdem nicht zum Termin erscheinen.

Checkliste: Was du beim Vorstellungsgespräch fürs Schülerpraktikum beachten solltest

  • Achte auf dein Outfit: Du musst nicht im Anzug zum Vorstellungsgespräch gehen, ordentlich und gepflegt solltest du aber auf jeden Fall aussehen.
  • Sei pünktlich: Informier dich, wie du zum Betrieb kommst und mach dich rechtzeitig auf den Weg. Sei lieber viel zu früh da als eine Minute zu spät. Bedenk auch, dass Unternehmensgelände oder Bürogebäude unübersichtlich sein können und du dich erstmal orientieren musst.
  • Kenn deine Bewerbung: Lies dir deine Bewerbung nochmal durch, bevor du dich auf den Weg zum Termin machst. Du solltest dir nicht selbst widersprechen.
  • Bereite dich vor: Informier dich ein bisschen über das Unternehmen und die Branche, in der es tätig ist. Bestimmt werden dir im Bewerbungsgespräch noch ein paar Fragen gestellt.
  • Überlege dir eigene Fragen: Arbeitgeber finden es gut, wenn du Interesse am Unternehmen zeigst. Überlege dir daher vor dem Termin eigene Fragen, die du im Gespräch stellen kannst.