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Was ist ein Orientierungspraktikum?

Erklärung & alle wichtigen Infos ✓

Im Grunde ist ein Orientierungspraktikum genau das, was der Name schon andeutet: ein Praktikum, das man macht, um sich beruflich zu orientieren. Meistens macht man ein solches Praktikum freiwillig nach seinem Schul- oder Uniabschluss.

Es gibt jedoch auch einen Fall, in dem du ein verpflichtendes Orientierungspraktikum machen musst: Wenn du Lehrer oder Lehrerin werden willst. Dann musst du im ersten Studienjahr oder sogar schon vor Studienbeginn ein sogenanntes Eignungs- und Orientierungspraktikum absolvieren.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die gängigste Form von Orientierungspraktika ist ein freiwilliges Praktikum nach dem Schulabschluss, um sich beruflich zu orientieren.
  • Im Lehramtsstudium musst du in der Regel ein verpflichtendes Orientierungspraktikum machen.
  • Rechtliche Fragen wie „Bekomme ich ein Gehalt?“ oder „Muss ich Beiträge zur Sozialversicherung zahlen?“ sind von verschiedenen Faktoren abhängig und lassen sich nicht generell beantworten.

Freiwilliges Orientierungspraktikum: Warum sollte ich ein Praktikum zur Berufsorientierung machen?

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende entgegen oder du hast dein Abitur sogar schon in der Tasche, aber trotzdem noch keine wirkliche Ahnung, was du mal beruflich machen willst? Keine Sorge: So geht es vielen. Eine gute Möglichkeit, deinen Traumberuf zu finden, kann ein freiwilliges Orientierungspraktikum sein.

Durch ein Praktikum erhältst du einen Einblick in eine Branche oder ein Unternehmen, lernst den Arbeitsalltag und die Aufgaben kennen. Im besten Fall macht dir das Praktikum so viel Spaß, dass du eine Vorstellung von deinem Karriereweg bekommst. Und wenn dir das Orientierungspraktikum überhaupt nicht gefällt? Auch dann bist du einen Schritt weiter: Du weißt, welchen Beruf du nicht machen willst.

Abgesehen davon wertet jedes Praktikum deinen Lebenslauf auf – auch wenn du später eine ganz andere berufliche Richtung einschlägst. Schließlich hast du Berufs- und Lebenserfahrung gesammelt. Vielen Recruitern und Arbeitgebern ist das bei Bewerbern und Bewerberinnen wichtiger als Schul- oder Uni-Noten.

Orientierungspraktikum Mindestlohn: Bekomme ich ein Gehalt?

Klar: Ein freiwilliges Orientierungspraktikum macht man in erster Linie, um seinen beruflichen Weg zu finden und erste Erfahrungen zu sammeln. Nicht, um Geld zu scheffeln. Da man nach einem achtstündigen Praktikumstag aber natürlich nicht noch den ganzen Abend in einem Nebenjob schuften kann, ist eine Praktikumsvergütung für viele Praktikantinnen und Praktikanten wichtig.

Leider gibt es da eine schlechte Nachricht: Laut Mindestlohngesetz (MiLoG) besteht in einem Praktikum, das zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums dient, kein genereller Anspruch auf Mindestlohn. Erst ab einer Praktikumsdauer von mehr als drei Monaten muss dein Arbeitgeber dir den Mindeststundenlohn von aktuell 9,60 Euro (Stand: Juli 2021) zahlen.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass du in kürzeren Orientierungspraktika nie etwas verdienst: Viele Praktikantinnen und Praktikanten bekommen zumindest eine Aufwandsentschädigung. Diese liegt oft bei rund 400 Euro im Monat.

Eignungs- und Orientierungspraktikum Lehramt: Wann muss ich ein verpflichtendes Orientierungspraktikum machen?

Wenn du Lehrer werden willst und deshalb ein Lehramtsstudium absolvierst, musst du in der Regel ein verpflichtendes Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP) machen. Durch das Praktikum sollst du erste Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sammeln.

Die genauen Rahmenbedingungen des Orientierungspraktikums im Lehramtsstudium sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen machst du es zum Beispiel im ersten Studienjahr, der Umfang beträgt fünf Wochen. In Hessen wiederum sollte ein mindestens vierwöchiges Orientierungspraktikum bereits vor Studienbeginn gemacht werden.

Informier dich also frühzeitig in der Studienordnung deiner Uni und deines Studiengangs, wie dein Praktikum aussehen muss!

im Lehramt

Infos zum Orientierungspraktikum: Vertrag, Sozialversicherung & Co.

Habe ich im Orientierungspraktikum Anspruch auf einen Vertrag? Muss ich im Orientierungspraktikum Beiträge zur Sozialversicherung zahlen und mich selbst krankenversichern? Bekomme ich am Ende meines Praktikums ein Zeugnis? All das sind Fragen, die man nicht generell beantworten kann.

Bei rechtlichen Dingen kommt es nämlich auf verschiedene Dinge an: Machst du ein freiwilliges Praktikum nach deinem Schulabschluss? Während deines Studiums? Oder nach deinem Studienabschluss? Ist das Orientierungspraktikum für dich Pflicht, weil du Lehrer werden willst?

In unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Praktikumsrecht beantworten wir dir all deine Fragen zu Themen wie Praktikumsvertrag, Sozialversicherung, Urlaubsanspruch oder Praktikumszeugnis:

Bewerbung Orientierungspraktikum: Praktikumsplätze finden und richtig bewerben

Hast du eine Praktikumsstelle für dein Orientierungspraktikum gefunden? Dann musst du nun mit einer perfekten Bewerbung überzeugen. Wie das geht, erklären wir dir Schritt für Schritt in unserem Bewerbungsratgeber.

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