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Werkstudent

Alle Infos rund ums Thema Werkstudent

Kaum jemand lebt während des Studiums in Saus und Braus. Aber nur von Wasser und Brot will natürlich auch niemand leben. Und am Wochenende wollen Studentinnen und Studenten auch mal etwas mit Freunden unternehmen. Deshalb ist es für viele Studierende ganz normal, sich neben dem Studium noch etwas dazu zu verdienen.

Ein ganz typisches Beispiel: Sehr viele Studenten arbeiten als Kellner in einer Bar oder einem Restaurant. Und ein großer Teil von ihnen sagt sogar, dass das der perfekte Studentenjob ist – schließlich muss man meistens erst abends nach den Vorlesungen zur Arbeit und hat viel Kontakt mit anderen jungen Leuten.

Durch so einen normalen Nebenjob hast du zwar keine Nachteile bei der Jobsuche, größere Chancen bei späteren Bewerbungen verschafft er dir aber auch nicht – es sei denn natürlich, du machst ein Studium in der Gastronomie. Ist das nicht der Fall, kannst du mit einem Werkstudentenjob zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: So verdienst du neben dem Studium Geld und sammelst dabei noch praktische Berufserfahrung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Werkstudent kannst du neben deinem Studium Geld verdienen und gleichzeitig Berufserfahrung sammeln.
  • Such dir für deinen Werkstudentenjob am besten ein Unternehmen, bei dem du dir vorstellen kannst, auch nach deinem Abschluss zu arbeiten.
  • Die Bewerbung für einen Werkstudentenjob unterscheidet sich kaum von der für ein Praktikum. Ein paar Dinge solltest du dennoch beachten.
  • Als Werkstudent darfst du maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Definition Werkstudent: Was ist ein Werkstudent?

„Was ist eigentlich ein Werkstudent oder eine Werkstudentin?“ Vielleicht hast du dir genau diese Frage gestellt und bist deswegen hier gelandet. Per Definition ist ein Werkstudent ein an einer Hochschule immatrikulierter Studierender, der neben seinem Studium in einem Unternehmen arbeitet, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zudem Berufserfahrung zu sammeln. Auch wenn es keine Voraussetzung ist, hat die Werkstudententätigkeit meist eine fachliche Nähe zum Studium.

Wenn du als Werkstudent oder Werkstudentin angestellt bist, hast du den großen Vorteil, dass du durch das sogenannte Werkstudentenprivileg Versicherungsfreiheit genießt. Das heißt, dass du zumindest größtenteils von der Sozialversicherung befreit bist. Voraussetzung dafür ist aber, dass dein Studium weiterhin im Mittelpunkt steht – aus diesem Grund darfst du als Werkstudent auch nur 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Werkstudent Definition

Wer kann als Werkstudent arbeiten?

Als Werkstudent kann sich im Grunde jeder bewerben, der als ordentlicher Studierender an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist. Oder einfacher gesagt: Jeder normale Student. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings.

Nicht als Werkstudent arbeiten darfst du, wenn du …

  • … gerade ein Urlaubssemester einlegst.
  • … nur in Teilzeit studierst.
  • … noch ein Zweitstudium machst.
  • … gerade promovierst.
  • … ein Fernstudium absolvierst.
  • … als Praktikant tätig bist oder eine berufliche Weiterbildung machst.
  • … ein duales Studium machst.
  • … zwar noch immatrikuliert bist, aber schon alle Scheine für deinen Abschluss hast.

Warum ein Werkstudentenjob?

Gegenüber einem normalen Nebenjob oder einem Praktikum hat ein Werkstudentenjob einen ganz großen Vorteil: Du kannst neben deinen Vorlesungen gleichzeitig Geld verdienen und wichtige Berufserfahrung sammeln. Ein Nebenjob hat ja meistens nichts mit deinem Studium bzw. deinem angestrebten Beruf zu tun und in einem Praktikum verdient man oft nichts oder nur wenig.

Wenn du neben der Uni praktische Erfahrung sammeln möchtest, ohne dabei auf ein gutes Gehalt zu verzichten, ist eine Werkstudentenstelle also perfekt für dich! Mit etwas Glück wirst du nach deinem Abschluss sogar fest von dem Unternehmen übernommen oder du sammelst während deiner Arbeit dort wenigstens ein paar wichtige Kontakte für deine berufliche Zukunft.

Werkstudent und Studentische Hilfskraft: Wo ist der Unterschied?

Wenn du nach Jobs guckst, die du neben deinem Studium machen kannst, werden dir sowohl Werkstudentenstellen als auch Stellen als sogenannte Studentische Hilfskraft bzw. Studentische Aushilfe begegnen. Und obwohl sich beides sehr ähnlich anhört, gibt es entscheidende Unterschiede.

Ein Job als Studentische Hilfskraft ist meistens nichts anderes als ein 450-Euro-Job, in dem du je nach Stundenlohn zwischen acht und zehn Stunden wöchentlich arbeitest. Der einzige Unterschied: Oftmals werden Studierende eingestellt, die eine fachliche Nähe zu der Stelle mitbringen. So können sie zum ersten Mal ihre fachlichen Kompetenzen einbringen, ohne dabei große Verantwortung zu tragen. Oftmals werden daher schon Studentinnen und Studenten im ersten oder zweiten Studienjahr eingestellt. Viele Jobs als Studentische Hilfskraft werden auch direkt an der Universität angeboten.

Einen Werkstudentenjob könnte man im Vergleich dazu als „den nächsten Schritt“ bezeichnen: Werkstudenten arbeiten mehr, erledigen anspruchsvollere Aufgaben und tragen damit auch mehr Verantwortung. Aus diesem Grund werden als Werkstudenten meist Studierende aus höheren Semestern eingestellt.

Übrigens: Bei MeinPraktikum.de findest du neben Praktika und Werkstudentenjobs auch viele Stellen als Studentische Hilfskraft.

Werkstudent oder Praktikum: Was ist der Unterschied?

Wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen Werkstudentenjobs und Praktika? Gute Frage, schließlich kann man in beiden Fällen neben der Uni Berufserfahrung sammeln. Der größte Unterschied ist wohl, dass ein Praktikum immer zeitlich begrenzt ist, während man einen Werkstudentenjob beliebig lang ausführen kann – zumindest solange man noch die Bedingungen erfüllt, um als Werkstudent arbeiten zu dürfen.

Ein weiterer bedeutender Unterschied ist das Gehalt. Praktikantinnen und Praktikanten bekommen oft gar kein Geld oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung. Als Werkstudent aber wirst du für deine Arbeit pro Stunde bezahlt und bekommst im worst case zumindest den gesetzlichen Mindestlohn.

Wo kann ich als Werkstudent arbeiten?

Bei deiner Suche nach einem Werkstudentenjob solltest du nach Unternehmen suchen, bei denen du dir vorstellen könntest, auch nach deinem Abschluss zu arbeiten. Oder zumindest nach Unternehmen aus der Branche, in der du deine Zukunft siehst.

Es ist natürlich nicht verboten, in einem fachfremden Bereich als Werkstudent zu arbeiten. Allerdings stellen Unternehmen gezielt Studentinnen und Studenten mit einem passenden Studienfach ein. Und auch für dich ist es natürlich viel besser, schon Erfahrung in einer Branche zu sammeln, in der du später mal arbeiten willst.

Beispiele, in welchen Bereichen du mit deinem Studienfach als Werkstudent arbeiten könntest:

  • Für Sprach- und Kulturwissenschaften wie Germanistik, Kommunikationswissenschaft oder Soziologie werden Werkstudentenjobs oft in den Bereichen Marketing, PR oder Marktforschung angeboten.
  • Wer Ingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen studiert, unterstützt Unternehmen oft im Bereich Produktentwicklung oder Produktmanagement.
  • Für BWLer gibt es viele Werkstudentenstellen im Office Management.
  • IT-Studenten finden oft Stellen im IT-Service-Management oder im Bereich Analyse und Reporting.
  • Studierende von Fächern wie Maschinenbau, Chemie oder anderen Naturwissenschaften werden von vielen Unternehmen in den Bereichen Produktentwicklung oder Risikoanalyse eingesetzt.
  • Wer Geschichte, Kunst oder etwas Ähnliches studiert, findet häufig bei Stiftungen oder in Museen einen Werkstudentenjob.
Wo als Werkstudent arbeiten

Werkstudentenjob und Studium: Ist das zeitlich machbar?

Du möchtest dir als Werkstudent bzw. Werkstudentin gerne etwas dazuverdienen und Berufserfahrung sammeln, hast aber Angst, dass dein Studium darunter leidet? Das ist vollkommen verständlich, immerhin sind viele Studiengänge durch Vorlesungen, Hausaufgaben, Klausuren und Hausarbeiten im Grunde schon Vollzeitjobs.

Deshalb solltest du auch für dich entscheiden, ob du noch genügend Zeit für einen Job hast. Wenn ja, könnte eine Werkstudenten-Tätigkeit genau das Richtige für dich sein: Diese Jobs sind nämlich dafür gemacht, dass sie neben der Uni ausgeübt werden und das Studium nicht beeinträchtigen.

Damit das auch wirklich der Fall ist, gibt es eine maximale Wochenarbeitszeit, die auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Außerdem kannst du dir in den allermeisten Werkstudentenjobs deine Arbeitszeit frei einteilen und flexibel an dein Studium anpassen.

Wie viele Stunden darf ich als Werkstudent arbeiten?

Während der Vorlesungszeit darfst du als Werkstudent bzw. Werkstudentin maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Diese gesetzliche Obergrenze soll sicherstellen, dass du neben der Arbeit noch genug Zeit für dein Studium hast – das soll nämlich immer deine Haupttätigkeit bleiben.

Werkstudent Arbeitszeit

Es gibt jedoch Ausnahmen: Wenn du hauptsächlich außerhalb der üblichen Vorlesungszeiten (also abends, nachts oder am Wochenende) arbeitest, darfst du unter Umständen auch mehr Wochenstunden machen. Wenn das bei dir in Frage kommt, solltest du dich aber zunächst an deine Krankenkasse wenden – die entscheidet nämlich, ob diese Ausnahme bei dir gilt.

Eine weitere Ausnahme betrifft die Semesterferien: Hier darfst du in deinem Werkstudentenjob sogar in Vollzeit arbeiten. Beachte aber, dass du die 20-Stunden-Grenze in höchstens 26 Wochen pro Jahr überschreiten darfst. Wenn du noch weitere Jobs parallel hast, werden die Stunden aller Jobs zusammengerechnet.

Was gilt als vorlesungsfreie Zeit?

Vorlesungsfreie Zeit ist der offizielle Begriff für Semesterferien. Vorlesungsfreie Zeit gibt es jeweils einmal im Sommer- und im Wintersemester. In der Regel dauern die Semesterferien rund drei Monate. An welchen Tag die vorlesungsfreie Zeit beginnt und wann sie endet, wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des jeweiligen Bundeslandes festgelegt. Im Fall der Fälle einfach danach googeln…

Das Werkstudentenprivileg: Was ist das?

Das sogenannte Werkstudentenprivileg ist einer der ganz großen Vorzüge von Werkstudentenjobs. Studentinnen und Studenten sind dadurch nämlich weitestgehend von der Sozialversicherung befreit.

Das bedeutet, dass von deinem monatlichen Verdienst keine zusätzlichen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gar keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgezogen werden. Eine Ausnahme bildet für den Werkstudent die Rentenversicherung. In die musst du einzahlen, sobald du mehr als 450 Euro im Monat verdienst.

Krankenversicherung als Werkstudent

Achtung: Auch wenn das Werkstudentenprivileg für dich gilt, musst du als Studierender in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sein. Beachte auch, dass du über die Familienversicherung deiner Eltern nur versichert bleibst, wenn du monatlich maximal 470 Euro (Stand: Juni 2021) verdienst.

Um das Werkstudentenprivileg nicht zu verlieren, musst du dich aber auf jeden Fall an die 20-Stunden-Grenze halten! Überschreitest du die Grenze an mehr als 26 Wochen im Jahr, wird dir der Werkstudentenstatus entzogen.

Willst du mehr dazu wissen, welche und wie viel Steuern du als Werkstudent zahlen musst? Wie viel du überhaupt verdienen kannst? Und ob sich das alles auf dein BAföG auswirkt?

Bewerbung schreiben: Wie werde ich Werkstudent?

Wenn du eine passende Werkstudentenstelle gefunden hast, kannst du mit deiner Bewerbung starten. Die Bewerbung für einen Job als Werkstudent unterscheidet sich dabei kaum von einer Bewerbung für ein Praktikum.

Du brauchst Hilfe bei deiner Bewerbung? In unserem ausführlichen Bewerbungsratgeber sagen wir dir Schritt für Schritt, wie du die perfekte Bewerbung schreibst!

Bewerbung als Werkstudent: Das musst du im Anschreiben beachten

Obwohl sich die Bewerbung auf einen Werkstudentenjob kaum von der Bewerbung für ein Praktikum unterscheidet, gibt es ein paar Dinge, auf die du in deinem Anschreiben besonderen Wert legen solltest.

Da ein Werkstudentenjob meist eng verknüpft mit den Inhalten deines Studienfaches ist, solltest du den Schwerpunkt bei deinem Anschreiben auch auf dein Studium legen. Was studierst du? Was hast du in der Uni bisher gelernt? Und warum qualifiziert dich das Gelernte für die Stelle, auf die du dich bewirbst?

Du kannst in deinem Anschreiben für eine Werkstudentenstelle außerdem auch ein paar Worte zu deiner Karriereplanung verlieren. Viele Unternehmen stellen Werkstudenten nämlich mit dem Hintergedanken ein, sie nach ihrem Abschluss in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen, wenn sie sich gut schlagen. Frag dich also, ob das eine Option für dich wäre und wenn ja, erwähn das auch in deinem Anschreiben.

Bewerbung als Werkstudent: Das musst du bei Lebenslauf und Anlagen beachten

Wie zu jeder anderen Bewerbung gehört auch zu deiner Bewerbung als Werkstudent ein Lebenslauf. Hierbei gilt dasselbe wie schon beim Anschreiben: Grundsätzlich ist der Lebenslauf für deine Bewerbung auf eine Werkstudentenstelle genauso aufgebaut wie bei der Bewerbung um ein Praktikum. Es macht jedoch Sinn, die Schwerpunkte ein bisschen anders zu legen.

Erwähn in deinem Lebenslauf nicht nur, was und wo du studierst, sondern nimm ruhig noch relevante Stationen aus deiner Uni-Zeit mit auf. Dazu können zum Beispiel Projekte gehören, die du erfolgreich abgeschlossen hast. Oder auch Abschlussarbeiten, die thematisch mit der Werkstudentenstelle zu tun haben.

Aber denk dran: Wenn du Projekte oder Ähnliches in deinem Lebenslauf aufführst, solltest du diese durch Bescheinigungen belegen. Pack die Bescheinigungen einfach zu deinen Zeugnissen in die Anlagen deiner Bewerbung.

Lebenslauf schreiben

Nach dem Werkstudentenjob: Werde ich übernommen?

Während des Studiums für ein Unternehmen arbeiten, sobald der Abschluss in der Tasche ist, dort übernommen werden und sofort ins Berufsleben starten: Davon träumen viele Studentinnen und Studenten. Und wenn du schon neben der Uni als Werkstudent arbeitest, ist die Chance auf eine direkte Übernahme gar nicht mal so gering! Immerhin lernst du während dieser Zeit sehr wichtige Prozesse im Unternehmen kennen und dein Arbeitgeber kann sich die Einarbeitungsphase eines externen Neuzugangs sparen, wenn er dir einen Vollzeitjob anbietet.

Aber eins dürfte klar sein: Wenn du nach deinem Abschluss übernommen werden willst, musst du dich in deiner Zeit als Werkstudent gut verkaufen. Erledige deine Aufgaben gewissenhaft, biete deinen Kollegen und Kolleginnen Hilfe an und bring auch mal eigene Ideen ein.

Keine Übernahme als Werkstudent: Ergreif die Initiative!

Dein Studium neigt sich dem Ende entgegen und dein Arbeitgeber hat dir noch nicht das Angebot gemacht, nach dem Werkstudentenjob im Unternehmen zu bleiben? Wenn du gerne bleiben möchtest, solltest du jetzt die Initiative ergreifen: Sprich spätestens im Abschlussgespräch, am besten aber schon früher, deine Karriereplanung an und sag, dass du gerne weiter im Unternehmen bleiben würdest.

Wenn es gerade keine feste Stelle für dich gibt, hast du nach deinem Abschluss manchmal immerhin die Chance, als Freelancer weiter für das Unternehmen zu arbeiten. Das kann eine gute Alternative sein: So hast du die Möglichkeit, auch nach deinem Studium Kontakt zu halten und außerdem weiter Geld zu verdienen.