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Vorstellungsgespräch fürs Praktikum

Infos, Tipps und häufige Fragen und Antworten für dein Bewerbungsgespräch

Dein Telefon klingelt, die Nummer kennst du nicht. Du gehst ran und tatsächlich ist der Moment gekommen, auf den du schon lange gewartet hast: Es ist die Rückmeldung auf deine Praktikumsbewerbung und du wirst zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Deine Bewerbung scheint also gut angekommen zu sein! Doch nachdem die erste große Freude verflogen ist, schießen dir Fragen in den Kopf: Wie bereite ich mich denn nun auf das Bewerbungsgespräch vor? Welche Fragen werden mir wohl gestellt? Was ziehe ich bloß an? Und wie verhalte ich mich richtig?

Mach dir keine Sorgen! Hier findest du die Antworten auf diese und alle anderen Fragen, die du noch zu deinem Vorstellungsgespräch fürs Praktikum hast. Mit unserem Ratgeber bist du bestens vorbereitet für dein Gespräch.

Du hast noch gar kein Praktikum gefunden oder hältst schon nach dem nächsten Ausschau? Kein Problem! Hier auf MeinPraktikum.de findest du mit Sicherheit den perfekten Praktikumsplatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die häufigsten Arten von Vorstellungsgesprächen sind das klassische, persönliche Gespräch und das Online-Bewerbungsgespräch per Videointerview.
  • Vor dem Termin solltest du dich gut vorbereiten: Informiere dich über die Stelle und das Unternehmen, überlege dir Antworten auf die typischen Fragen.
  • Du solltest dir selbst auch Fragen an deine Gesprächspartner überlegen.
  • Dein Outfit fürs Vorstellungsgespräch solltest du vom Unternehmen und der Branche abhängig machen.

Einladung zum Bewerbungsgespräch: Was kann mich erwarten?

Die gängigste Form des Vorstellungsgespräches ist noch immer das persönliche Gespräch. Dabei machst du dich auf den Weg zum Unternehmen und setzt dich mit dem Personaler und/oder deinem möglichen Abteilungsleiter an einen Tisch. Vor allem in kleineren Unternehmen ist auch oft der Chef bzw. die Chefin persönlich dabei.

Aber auch nicht-persönliche Bewerbungsgespräche sind längst keine Seltenheit mehr. Und die Corona-Pandemie hat das noch einmal befeuert: Vorstellungsgespräche über Plattformen wie Skype, Zoom oder Microsoft Teams werden immer häufiger – vor allem, wenn das Unternehmen und der Wohnort des Bewerbers bzw. der Bewerberin nicht in derselben Gegend liegen. In seltenen Fällen (etwa, wenn die technischen Mittel fehlen) werden die Gespräche auch nur per Telefon geführt.

Eine weitere spezielle Form eines Bewerbungsgesprächs ist das sogenannte Assessment-Center. Dahinter verbirgt sich eine umfassende Prüfung deiner Fähigkeiten, die manchmal sogar über mehrere Tage stattfindet. Bei der Bewerbung für ein Praktikum musst du aber in der Regel nicht mit einem Assessment-Center rechnen.

Vorstellungsgespräch

Telefongespräch nach der Bewerbung: Wie verhalte ich mich im Telefoninterview?

Wenn dein Telefon klingelt und ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin des Unternehmens am anderen Ende der Leitung ist, bei dem du dich beworben hast, gibt es in der Regel zwei mögliche Gründe: Entweder du wirst zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder man will dir absagen. Letzteres passiert aber häufiger per E-Mail bzw. Post und nicht am Telefon.

In seltenen Fällen gibt es aber noch eine dritte Option, weswegen ein Personaler dich anruft: Er oder sie will ein Telefoninterview mit dir führen, um dich noch etwas besser kennenzulernen. Also quasi ein Vor-Bewerbungsgespräch.

Zunächst einmal gilt in diesem Fall: Freu dich! Deine Bewerbung ist gut angekommen und dein potenzieller Arbeitgeber will mehr über dich erfahren. Und dann solltest du ein paar Dinge beachten, damit du nach dem Telefongespräch auch zum richtigen Bewerbungsgespräch eingeladen wirst.

Im Telefoninterview solltest du ...

  • … darauf achten, dass man dich gut versteht und du in Ruhe sprechen kannst. Ein lärmendes Haustier oder ein laufender Wasserhahn im Hintergrund wecken bei deinem Gesprächspartner den Eindruck, dass du dich nicht auf das Interview konzentrierst. Bist du gerade unterwegs oder beschäftigt, bitte den Gesprächspartner um einen späteren Termin – das ist gar kein Problem! So kannst du dich auf den Anruf vorbereiten und dir einen ruhigen Platz zum Telefonieren suchen.
  • sympathisch, höflich und ehrlich sein. Im Telefoninterview gelten dieselben Regeln wie im Vorstellungsgespräch. Drücke dich klar aus und sei freundlich. Hast du etwas akustisch nicht genau verstanden, frag lieber nett nach, als eine unpassende Antwort zu geben.
  • … dich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn dir ungewohnte Fragen gestellt werden oder du mit einem kleinen Stresstest konfrontiert wirst. Sind Fremdsprachenkenntnisse für dein Praktikum relevant, kann es sein, dass dein Gesprächspartner zwischendrin einfach die Sprache wechselt. Bist du verwirrt, versuche nicht so schnell wie möglich zu antworten, sondern atme einmal tief durch und gib dann eine etwas durchdachtere Antwort.
Telefoninterview

Wie bereite ich mich auf ein Bewerbungsgespräch fürs Praktikum vor?

Was du auf keinen Fall tun solltest: Am Tag deines Bewerbungsgespräches aufstehen, zum Unternehmen fahren und denken, dass schon alles glattlaufen wird. Eine gute Vorbereitung ist beim Vorstellungsgespräch nämlich das A und O!

Zum einen solltest du dich natürlich inhaltlich vorbereiten: Informiere dich ausführlich über das Unternehmen und schau nicht nur kurz auf die Facebook-Seite. In der Regel wirst du gleich zu Beginn des Gesprächs gefragt, was du über das Unternehmen und die Abteilung, in der das Praktikum stattfinden wird, weißt. Überlege dir außerdem, was du noch über die Stelle und das Unternehmen wissen willst. Mit ziemlicher Sicherheit wirst du nämlich auch dazu aufgefordert, eigene Fragen zu stellen – und es zeugt von großem Interesse, wenn du das auch tust.

Zum anderen solltest du aber auch das gesamte Drumherum des Gespräches vorbereiten und planen. Frage dich, für wann du deinen Wecker stellen und wann du dich auf den Weg machen musst, um definitiv pünktlich am Unternehmen zu sein. Bedenk dabei auch, dass dich gerade in größeren Städten der Straßenverkehr aufhalten kann, dass öffentliche Verkehrsmittel gerne mal Verspätung haben und dass du dich auf einem möglicherweise großen Firmengelände zurechtfinden musst. S****ei lieber viel zu früh da als eine Minute zu spät!

Das richtige Outfit fürs Vorstellungsgespräch: Was soll ich anziehen?

Der erste Eindruck zählt – auch im Bewerbungsgespräch. Deswegen solltest du dir im Vorfeld deines Termins gut überlegen, was du anziehst. Eine Faustregel gibt es dabei nicht. Nur ordentlich und gepflegt solltest du auf jeden Fall aussehen. Am besten machst du dein Outfit fürs Vorstellungsgespräch von der Branche bzw. dem Unternehmen abhängig, bei dem du arbeiten möchtest. Willst du ein Praktikum bei einer Bank oder in einer anderen sehr seriösen Branche arbeiten? Dann solltest du auf jeden Fall Bluse und Blazer bzw. einen Anzug aus dem Schrank holen.

In einer Firma, wo ein lockeres Arbeitsklima herrscht (z. B. bei einem Praktikum im Bereich Design), kann es wiederum nicht die beste Entscheidung sein, sich so herauszuputzen. Zeige stattdessen lieber deine Persönlichkeit und trage etwas, in dem du dich sichtlich wohlfühlst.

Wenn du dir unsicher bist, welches Outfit für dein Vorstellungsgespräch angebracht ist, wirf doch mal einen Blick auf die Social-Media-Auftritten des Unternehmens. Oft findest du da Teamfotos, auf denen du sehen kannst, wie sich alle kleiden. Daran kannst du dich dann gut orientieren!

Checkliste für dein Bewerbungsoutfit

  • Sieht dein Outfit sauber und gepflegt aus?
  • Passt das Outfit zur Branche und dem Unternehmen?
  • Sieht deine Frisur ordentlich aus oder solltest du nochmal zum Friseur?
  • Ist dein Make-up nicht zu auffällig?
  • Und falls in der Branche nicht erwünscht: Hast du deine Piercings rausgenommen und deine Tattoos überdeckt?

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch fürs Praktikum ab?

Einen universellen Ablaufplan für Bewerbungsgespräche gibt es nicht. In jedem Unternehmen wird es anders gehandhabt. Aus Erfahrung lässt sich jedoch sagen, dass es bei den allermeisten Vorstellungsgesprächen für Praktika große Ähnlichkeiten gibt.

Zunächst wirst du natürlich begrüßt. Vom wem, ist total unterschiedlich und hängt auch von der Größe des jeweiligen Unternehmens ab: Mal vom Mitarbeiter bzw. der Mitarbeiterin am Empfang, mal vom Personaler, mal sogar vom Chef höchstpersönlich. Oft wird dir dann auch direkt etwas zu trinken angeboten – hab bloß keine Angst, dieses Angebot anzunehmen. Ein trockener Mund beim Bewerbungsgespräch kann sehr unangenehm sein!

Bis das eigentliche Gespräch beginnt, ist dann meist etwas Smalltalk angesagt: Setz ein sympathisches Lächeln auf, sei freundlich und ehrlich, erzähle ein bisschen was von dir. Unangenehme oder kontroverse Themen (z. B. Politik) solltest du dabei natürlich vermeiden. Sobald alle Teilnehmer des Gesprächs da und bereit sind, geht es los – in der Regel wird dir dann zunächst ein bisschen was über das Unternehmen und die Stelle erzählt. Anschließend bist du an der Reihe und du sollst etwas über dich und dein Interesse an diesem Praktikum erzählen.

Anschließend geht es dann mit konkreten Fragen weiter. Hier solltest du durch deine Vorbereitung glänzen und zeigen, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Danach kannst du eigene Fragen stellen – und das solltest du auch tun. Überlege dir daher schon im Vorfeld, was du noch wissen möchtest.

Zuletzt folgt natürlich die Verabschiedung: Bedanke dich höflich für das Gespräch und die Chance zu einem persönlichen Kennenlernen. Sage auch ruhig selbstbewusst, dass du auf eine positive Antwort hoffst.

Willst du deine Abschlussarbeit fürs Studium im Rahmen des Praktikums schreiben? Dann solltest du im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall fragen, ob das möglich ist. Wenn du eine Stelle suchst, bei der das auf jeden Fall geht, wirst du hier auf MeinPraktikum.de fündig!

Im Vorstellungsgespräch

Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch fürs Praktikum?

Klar: Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht auf die Frage, wie lange so ein Bewerbungsgespräch für ein Praktikum dauert. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Um was für eine Art von Praktikum geht es? Wie groß ist das Unternehmen? Wer führt das Gespräch mit dir? Wie viel Zeit haben deine Gesprächspartner?

Grundsätzlich ist es aber gerade bei der Bewerbung für ein Praktikum so, dass du natürlich ganzen Tag für das Gespräch einplanen musst. In der Regel dauert so ein Vorstellungsgespräch höchstens eine Stunde. Halte dir an dem Tag aber trotzdem ein bisschen mehr Zeit frei: Es kann immer sein, dass sich ein Termin verzögert, weil beispielsweise deine potenzielle Chefin es wegen eines anderen Termins nicht pünktlich schafft.

Bewerbungsgespräch: Häufige Fragen und Antworten

Die Fragen, die dir im Bewerbungsgespräch gestellt werden, kann man ganz grob in zwei Kategorien einteilen: 1. Fragen zum Unternehmen und der Stelle, auf die du dich bewirbst. Und 2. Fragen zu dir und deinen Fähigkeiten.

Auf beides solltest du gut vorbereitet sind. Selbstverständlich lässt sich nicht vorhersagen, welche Fragen dir letztendlich wirklich gestellt werden – aber es gibt einige Fragen, die immer wieder vorkommen und für die du dir schon mal die passenden Antworten zurechtlegen solltest.

Häufige Fragen im Vorstellungsgespräch zum Unternehmen: Wie bereite ich mich darauf vor?

  • Wieso möchtest du gerade in diesem Unternehmen ein Praktikum machen?

Lies alles, was du zu dem Unternehmen findest. Die ersten Anlaufstellen dafür können die Firmen-Webseite und die Social-Media-Kanäle sein. Überlege dir dann, was dir besonders gut am Unternehmen findest.

  • Was weißt du über das Unternehmen?

Hier kannst du alles gut anbringen, was du bei deiner Recherche zum Unternehmen findest. Wichtiger als Fakten zur Geschichte der Firma ist aber, dass du weißt, was sie aktuell macht und womit sie ihr Geld verdient.

  • Was erwartest du von dem Praktikum?

Überlege, was du dir erhoffst: Willst du etwas Bestimmtes lernen? Soll das Praktikum deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen? Möchtest du einen tieferen Einblick in das Unternehmen oder die Branche bekommen? Sei bei dieser Frage auf jeden Fall ehrlich – wenn ein Praktikumsplatz deine Erwartungen nicht erfüllt und du unzufrieden bist, hat in der Regel keine der beiden Seiten etwas davon.

Häufige Fragen zu dir und deinem Werdegang im Vorstellungsgespräch fürs Praktikum: Wie bereite ich mich darauf vor?

  • Was sind deine Pläne nach dem Praktikum?

Viele Unternehmen stellen Praktikanten in der Hoffnung ein, vielversprechende Mitarbeiter für die Zukunft zu finden. Erkläre daher ehrlich, wie dein Karriereplan aussieht und welche Rolle das Unternehmen darin spielt. Kannst du dir vorstellen, nach dem Praktikum dort zu arbeiten, dann raus damit!

  • Warum glaubst du, gut für die Praktikumsstelle geeignet zu sein?

Überlege dir, welche Fähigkeiten für die Stelle wichtig sind und dann, was deine Stärken sind. Hier gibt es bestimmt Überschneidungen!

  • Was unterscheidet dich von anderen Bewerbern und Bewerberinnen?

Hast du irgendwelche besonderen Fähigkeiten, die für die Stelle relevant sein könnten? Dann ist dies der Moment, wo du sie nennen solltest. Wichtig ist, dass du dir wirklich etwas überlegst, dass dich ausmacht und von anderen abhebt. Dinge wie „ich kann gut mit Menschen umgehen“ oder „Ich bin sehr stressresistent“ hören Personaler von so gut wie jedem Bewerber.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Die Frage nach Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch fürs Praktikum: Was antworte ich darauf?

Die Klassiker-Frage in Bewerbungsgesprächen schlechthin: „Was sind deine größten Stärken und was sind größten Schwächen?“ Auch wenn sie längst nicht so häufig gestellt wird, wie viele Bewerber und Bewerberinnen denken, kommt sie immer wieder vor. Deshalb solltest du vor deinem Vorstellungsgespräch auf jeden Fall einmal in dich gehen und dir eine passende Antwort zurechtlegen – sicher ist sicher!

Grundsätzlich gilt: Gib eine ehrliche und persönliche Antwort. Lügen bringt nichts – erfahrene Personaler und Personalerinnen erkennen das sofort. Und auch unpersönliche Standard-Antworten kommen nicht gut an, schließlich will dein potenzieller Arbeitgeber durch die Frage etwas über dich und deine Persönlichkeit erfahren. „Meine größte Stärke ist, dass ich gut mit Stress umgehen kann und meine größte Schwäche ist meine Ungeduld“, hat jeder Personaler schon x-mal gehört.

Frag ruhig mal bei deiner Familie und deinen Freunden nach, was dich auszeichnet. Gib am besten eine persönliche Antwort und erkläre zum Beispiel, warum man gut mit dir zusammenarbeiten kann.

Diese Floskeln und Standardantworten solltest du vermeiden

  • „Ich bin sehr ehrgeizig.“
  • „Ich kann gut mit Stress umgehen.“
  • „Ich bin zu perfektionistisch.“
  • „Meine größte Schwäche ist meine Ungeduld.“
  • „Ich arbeite zu viel.“
  • „Ich habe eigentlich keine großen Schwächen.“
  • „Da fällt mir jetzt leider gerade gar nichts ein.“

Bei den Schwächen ist es auch völlig in Ordnung, etwas kreativer zu antworten und nicht wirklich deinen größten Schwachpunkt auf den Tisch zu legen. Wer stellt schon einen Praktikanten ein, der zugibt, andauernd zu verschlafen oder faul zu sein? Überlege dir stattdessen, ob du eine unverfängliche Schwäche nennen kannst. Erwähne am besten aber auch direkt, dass diese nur „manchmal“ oder „ab und an“ vorkommt. Außerdem ist es super, wenn du schon eine Lösung parat hast, was du gegen diese Schwäche tust.

Beispiele für gute Antworten auf die Frage nach deinen Schwächen

  • „Ich arbeite gern im Team – in manchen Phasen brauche ich aber meine Ruhe und ziehe mich dann gern zurück. Dadurch bin ich aber nur produktiver und die Ergebnisse bespreche ich dann natürlich auch wieder gerne mit meinen Kollegen und hole mir Feedback ab.“
  • „Ich bin ein bisschen chaotisch und hatte in der Vergangenheit deswegen ab und an Probleme, mich selbst zu organisieren. Ich habe mir dann aber eine App für mein Smartphone zugelegt, in der ich alles eintrage und die mich an alles erinnert – und das klappt wunderbar.“

Und wenn dir sonst gar keine gute Antwort einfällt, kannst du bei der Frage nach deinen Schwächen auch mit Humor punkten – der ist im Vorstellungsgespräch ohnehin nicht verboten, sondern lässt dich (dezent eingesetzt) sehr sympathisch wirken und lockert außerdem die Stimmung auf. Ein kleines Beispiel: „Meine größten Schwächen? Tja, wo fange ich da nur an?“

Welche Fragen dürfen mir im Vorstellungsgespräch fürs Praktikum nicht gestellt werden?

Klar, du willst das Praktikum gerne haben und deswegen im Vorstellungsgespräch auch alle Fragen möglichst gut beantworten. Es gibt jedoch auch Fragen, die dir eigentlich gar nicht gestellt werden dürfen – und trotzdem werden sie es immer wieder. Das sind etwa Fragen zu deiner Gesundheit, deiner Religion oder deiner Familienplanung. Natürlich kannst du diese Fragen wahrheitsgemäß beantworten, wenn du willst – du musst es aber nicht. Sage deinem Gegenüber in einem solchen Fall ruhig, dass du das nicht beantworten möchtest. Und du darfst sogar lügen. Beides darf man dir im Nachhinein nicht ankreiden.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Bei Fragen zur Gesundheit musst du ehrlich antworten, wenn die Antwort für deine Arbeit relevant ist – du manche Aufgaben zum Beispiel nicht ausüben kannst.

Soll ich im Vorstellungsgespräch auch eigene Fragen stellen?

Irgendwann im Laufe deines Gesprächs, wahrscheinlich gegen Ende, wird diese Frage kommen: _„Haben Sie noch Fragen?“_bzw. „Wollen Sie auch noch etwas von uns wissen?“

Das solltest du auf gar keinen Fall verneinen! Das wirkt nämlich gleichgültig und als hättest du kein großes Interesse an der Stelle. Im Gegensatz dazu wirkst du engagiert und interessiert, wenn du noch einige spannende Fragen stellst. Und selbstverständlich musst du nicht warten, bis du gefragt wirst, ob du noch etwas wissen willst – mit gezielten Zwischenfragen signalisierst du, dass dich interessiert, was dein Gegenüber erzählt.

Übrigens: Du solltest natürlich auch nach deinen Arbeitszeiten und dem Praktikumsgehalt fragen – mach das aber erst ganz am Ende des Gesprächs!

Welche Fragen soll ich im Bewerbungsgespräch fürs Praktikum stellen?

Beispiele für Fragen, die du im Vorstellungsgespräch stellen kannst

  • „Könnten Sie mir Unterlagen zur Vorbereitung auf das Praktikum zukommen lassen?“
  • „Welche Themengebiete sollte ich beherrschen bzw. mir nochmal genauer anschauen?“
  • „Gibt es eine Einarbeitungsphase, z. B. durch meinen Vorgänger?“
  • „Besteht die Chance, nach dem Praktikum weiter für Sie tätig zu sein?“
  • „Was genau werden meine Aufgaben sein?“
  • „Wie würde ein typischer Arbeitstag aussehen?“
  • „Mit wem werde ich hauptsächlich zusammenarbeiten?“

Sonderfall Online-Vorstellungsgespräch: Was muss ich beim Videointerview beachten?

Keine umständliche Anreise, gewohnte Umgebung und auch inmitten einer weltweiten Pandemie problemlos umsetzbar: Es gibt viele Gründe für Online-Bewerbungsgespräche via Videocall.

Abgesehen davon, dass du dem Personaler oder deinem potenziellen Arbeitgeber nicht persönlich gegenübersitzt, sondern sie nur auf deinem Laptop oder Tablet siehst, unterscheiden sich das klassische und das Online-Vorstellungsgespräch gar nicht so sehr. Aber ein paar Dinge gibt es, die du beachten solltest.

Wie bereite ich mich auf ein Online-Vorstellungsgespräch fürs Praktikum vor?

Bei einem Bewerbungsgespräch musst du dir keine Gedanken darüber machen, wie du pünktlich zum Unternehmen kommst. Dafür solltest du sicherstellen, dass es keine technischen Probleme gibt und du nicht gestört wirst.

Checkliste: Was du vor deinem Online-Vorstellungsgespräch tun solltest

  • Informiere dich, welche Software für das Videointerview genutzt wird. Möglich sind z. B. Skype, Zoom, Microsoft Teams oder Google Hangouts.
  • Installiere das erforderliche Programm und richte dir ein Profil ein, wenn du noch keins hast. Achte darauf, dass du deinen richtigen und vollen Namen und ein seriöses Bild verwendest.
  • Mach einen Testanruf! Lass dich von einem oder einer Bekannten über die Software anrufen und überprüfe, ob alles einwandfrei funktioniert. Achte darauf, ob die Bildqualität deiner Kamera stimmt, ob die Beleuchtung passt und ob man dich einwandfrei verstehen kann!
  • Sorge dafür, dass der Raum, in dem du das Videointerview machst, ordentlich aussieht.
  • Sorge dafür, dass du während des Gesprächs nicht gestört wirst. Informiere deine Familienmitglieder oder Mitbewohner.
  • Versichere dich, dass du eine stabile Internetverbindung hast.

Ansonsten gilt dasselbe wie bei einem klassischen Bewerbungsgespräch: Informiere dich ausführlich über das Unternehmen und die Stelle, bereite dich auf mögliche Fragen zu der Stelle und dir selbst vor und überlege dir eigene Fragen, die du deinen Gesprächspartnern stellen kannst.

Online-Vorstellungsgespräch

Welchen Hintergrund und Kameraausschnitt wähle ich für das Online-Bewerbungsgespräch?

Beim Videointerview liegt der Fokus auf dir – du solltest also den Großteil des Bildes einnehmen. Bestenfalls sieht man dein gesamtes Gesicht und deine Schultern bzw. einen Teil des Oberkörpers. Ähnlich wie auf dem Bewerbungsfoto.

Der Hintergrund, vor dem du das Gespräch führst, sollte ordentlich sein und nicht zu überladen oder unruhig wirken. Achte außerdem darauf, dass keine sehr persönlichen Gegenstände – z. B. Urlaubsfotos – im Bildausschnitt zu sehen sind.

Was soll ich beim Online-Bewerbungsgespräch anziehen?

Genauso wie beim persönlichen Vorstellungsgespräch zählt auch im Videointerview der erste Eindruck. Deswegen ist es wichtig, dass du auch hier Wert auf dein Äußeres legst: Achte darauf, dass deine Frisur sitzt und du es nicht mit dem Make-up übertreibst.

Dein Outfit solltest du hier ebenfalls vom Unternehmen abhängig machen, bei dem du das Praktikum absolvieren möchtest: In einer seriöseren Branche wie z. B. bei einem Praktikum in der Finanzbranche solltest du dich auf jeden Fall für Hemd bzw. Bluse entscheiden. Jackett oder Blazer sind bei einem Online-Vorstellungsgespräch nicht unbedingt nötig. In einer Branche mit lockerem Arbeitsklima wie bei einem Praktikum im Bereich Social Media reicht in der Regel ein ordentliches T-Shirt, in dem du dich wohlfühlst.

Achtung, sonst wird es peinlich

Obwohl man ja eigentlich nur deinen Oberkörper sieht, solltest du auf jeden Fall auch untenrum ordentlich gekleidet sein. Stell dir einfach mal vor, du musst während des Gesprächs unerwartet aufstehen und hast untenrum nur Unterwäsche oder eine alte Jogginghose an…

Einladung zum Assessment-Center: Was erwartet mich?

Wenn du dich um ein Praktikum bewirbst, wirst du in der Regel zum Vorstellungsgespräch eingeladen und danach entscheidet sich, ob du die Stelle bekommst oder nicht. Bei sehr begehrten, längeren Praktika in großen Unternehmen kann es jedoch auch vorkommen, dass du zur Teilnahme an einem sogenannten Assessment-Center eingeladen wirst.

Unter Assessment-Center versteht man eine umfassende Prüfung, während der du in direkter Konkurrenz zu den anderen Bewerbern fachlich und persönlich getestet wirst. Im Gegensatz zu einem normalen Vorstellungsgespräch dauert das Assessment-Center nicht nur eine Stunde, sondern kann sogar über mehrere Tage hinweg stattfinden.

Welche Aufgaben erwarten mich im Assessment-Center?

Während du in einem klassischen Vorstellungsgespräch „nur“ souverän die Fragen deines zukünftigen Chefs beantworten musst, warten im Assessment-Center sehr viel komplexere Aufgaben auf dich. Viele davon haben auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun.

Das Wichtigste bei allen Aufgaben: Lass dich nicht aus der Ruhe bringen! Die meisten Tests sind darauf ausgelegt, die Bewerber und Bewerberinnen in Stresssituationen zu testen. Bleib cool, sei du selbst, und steh zu dem, was du kannst.

Typische Aufgaben im Assessment Center fürs Praktikum

  • Vorstellungsrunden und Präsentationen: Zu den häufigsten Aufgaben im Assessment-Center zählt das Reden vor der Gruppe. Oft geht es darum, sich in kurzer Zeit selbst zu präsentieren oder zu einem bestimmten Thema einen Kurzvortrag zu halten. Dabei stehen meist nicht die Inhalte im Vordergrund, sondern die Art und Weise des Vortrags. Kannst du dich in kurzer Zeit in ein Thema einarbeiten und das verständlich wiedergeben? Wie gehst du mit Stress um? Kannst du frei reden und wie reagierst du auf unangenehme Nachfragen?
  • Gruppendiskussionen und Rollenspiele: In der Gruppendiskussion geht es darum, andere von deiner Meinung zu überzeugen und auf deine Seite zu ziehen. Dafür braucht es nicht nur gute Argumente, sondern auch zwischenmenschliches Geschick. Lass dich nicht einschüchtern, wenn jemand pausenlos redet und vermeide es auf jeden Fall, einfach nur zu schweigen. Es kann auch gut sein, dass du in einem Rollenspiel die Rolle des Chefs übernehmen musst und einen Mitarbeiter mit Problemen am Arbeitsplatz konfrontieren sollst. Sei ehrlich und freundlich, aber bestimmt. Viele machen den Fehler, als Chef besonders herrisch aufzutreten – dabei sind bei dieser Aufgabe vielmehr soziale Kompetenz und Einfühlungsvermögen gefragt.
  • Schätzfragen: Wie reagierst du, wenn dir im Assessment-Center die Frage gestellt wird, wieviel Pizza täglich in Italien gegessen wird? Gewünscht ist hierbei keine korrekte Antwort, sondern eine analytische Herangehensweise. Bedenke bei solchen Schätzfragen vielfältige Faktoren – beim Pizza-Beispiel etwa Einwohnerzahl oder Tourismus. Und denke am besten laut: So können die Beobachter deine Fähigkeiten im Problemlösen besser einschätzen.
  • Die „Postkorb-Übung“: Bei dieser Aufgabe werden die Assessment-Center-Teilnehmer mit vielen imaginären Aufgaben („einem ganzen Postkorb voll Aufgaben“) zugepflastert, die sie priorisieren sollen. Ist es richtig, zunächst den Kunden zurückzurufen und dafür das Mitarbeiter-Meeting zu verschieben? Meist muss innerhalb von Sekunden abgewogen werden. Auch hier gilt: Nicht versuchen, krampfhaft alles richtig zu machen. Es ist besser, eine schnelle Entscheidung zu treffen, zu dieser zu stehen und sie gut zu begründen, als minutenlang alles detailliert abzuwägen.

Nach dem Vorstellungsgespräch: Alles, was du jetzt wissen musst!

Dein Vorstellungsgespräch war erfolgreich und du hast die Praktikumsstelle? Herzlichen Glückwunsch! Bei uns findest du alle Informationen, die jetzt für dich wichtig werden: Welche Rechte hat man als Praktikant? Wie schreibt man einen Praktikumsbericht? Und was sollte im Praktikumszeugnis stehen?