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Werkstudentenvertrag

Alle Infos zu Inhalt, Probezeit, Befristung & Co.

Wenn du in Deutschland ein Arbeitsverhältnis eingehst, wird in der Regel vor deinem ersten Tag ein Arbeitsvertrag geschlossen. Das gilt für Praktika und Werkstudentenjobs genauso wie für reguläre Vollzeittätigkeiten.

Hat dein Arbeitgeber dir keinen Werkstudentenvertrag zur Unterschrift vorgelegt? Dann solltest du ihn auf jeden Fall noch darauf ansprechen und auf einen Vertrag bestehen. Warum? Ganz einfach: Im Arbeitsvertrag werden alle rechtlichen Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses festgehalten. Zum Beispiel dein Gehalt, Befristung, Arbeitszeiten oder Urlaubsanspruch. Bei Unstimmigkeiten oder Problemen ist der Werkstudentenvertrag die Rechtsgrundlage, auf die du dich beziehen kannst. Denn: Was im Vertrag steht, gilt!

Auf dieser Seite findest du alle Infos rund ums Thema Werkstudentenvertrag: Was sollte auf jeden Fall und was kann drinstehen? Gibt es für Werkstudenten eine Probezeit? Ist so ein Werkstudentenvertrag befristet? Und gilt der Vertrag auch weiter, wenn du kein Student mehr bist?

Das Wichtigste in Kürze

  • Du solltest auf jeden Fall auf einen Werkstudentenvertrag bestehen.
  • Im Werkstudentenvertrag sind die Rahmenbedingungen deines Jobs festgehalten: Gehalt, Urlaub, Kündigungsfrist etc.
  • Ein Werkstudentenvertrag kann befristet oder unbefristet sein.

Bist du noch auf der Suche nach einem Job als Werkstudent? Oder willst du erstmal wissen, was man als Werkstudent verdienen kann?

Werkstudentenvertrag: Was muss in meinem Vertrag als Werkstudent stehen?

Im Grunde unterscheidet sich ein Werkstudentenvertrag nicht großartig von anderen Arbeitsverträgen. Ein paar Besonderheiten gibt es allerdings.

  • Werkstudent kannst du logischerweise nur als Student sein. Deshalb steht in vielen Werkstudentenverträgen, dass das Arbeitsverhältnis endet, wenn du dein Studium beendet hast. Oft wird zudem verlangt, dass du zur Bestätigung jedes Semester eine aktuelle Studienbescheinigung bei deinem Arbeitgeber einreichen musst.
  • In deinem Werkstudentenvertrag sollte auch deine maximale Arbeitszeit festgehalten sein: Während der Vorlesungszeit 20 Stunden pro Woche, in den Semesterferien auch bis zu 40 Stunden.
  • Natürlich sollte auch dein Gehalt im Werkstudentenvertrag stehen. Im Gegensatz zu einem normalen Vollzeitjob bekommst du als Werkstudent oft einen Stundenlohn – in diesem Fall sollte im Arbeitsvertrag der genaue Brutto-Stundenlohn aufgeführt sein.

Checkliste: Diese Angaben sollte dein Werkstudentenvertrag auf jeden Fall enthalten

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Dein Name und deine Anschrift
  • Startdatum des Arbeitsverhältnisses
  • Einsatzort
  • Beschreibung der Tätigkeit
  • Angaben zu deiner Arbeitszeit
  • Dein Gehalt
  • Dein Urlaubsanspruch
  • Angaben zur Pausenregelung im Unternehmen
  • Kündigungsfristen

Weitere mögliche Angaben in deinem Werkstudentenvertrag

  • Angaben zu einer eventuellen Befristung
  • Rechte und Pflichten im Krankheitsfall
  • Regelung für Nebentätigkeiten
  • Regelung zur privaten Nutzung von Internet und Telefon
  • Regelung zu Reisekosten und Spesen
  • Verschwiegenheitsklausel
  • Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten

Werkstudentenvertrag Befristung: Ist ein Werkstudentenvertrag befristet oder unbefristet?

Dein Werkstudentenvertrag kann entweder befristet oder unbefristet sein. Ein befristetes Arbeitsverhältnis endet im Gegensatz zu einer Dauerbeschäftigung zu einem bestimmten Datum. Da du ja nur während deines Studiums als Werkstudent arbeiten kannst, sind Werkstudentenverträge oft befristet – zum Beispiel auf ein Jahr.

Wenn dein Arbeitsverhältnis als Werkstudent befristet ist, kann dies vor Ablauf der Befristung verlängert werden. Laut Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) kann ein befristeter Arbeitsvertrag jedoch nur dreimal verlängert werden – das gilt auch für Werkstudentenverträge. Nach der dritten Fristverlängerung muss dein Arbeitgeber dir also einen unbefristeten Arbeitsvertrag geben oder das Arbeitsverhältnis enden lassen.

Werkstudentenvertrag nach Exmatrikulation: Wann endet ein Werkstudentenvertrag?

Dein Werkstudentenvertrag endet entweder mit dem Ende der Befristung, der Kündigung durch dich oder deinen Arbeitgeber oder mit dem Ende deines Studentenstatus. Das bedeutet: Sobald du nicht mehr offiziell an einer deutschen Hochschule immatrikuliert bist, verliert dein Werkstudentenvertrag seine Gültigkeit.

Das heißt aber noch lange nicht, dass du direkt deinen Job los bist: Bei Werkstudentenjobs ist die Chance auf eine Übernahme recht hoch.

Werkstudentenvertrag kündigen: Was muss ich dazu wissen?

Wenn du unzufrieden mit deiner Arbeit bist, etwas anderes machen willst oder einfach nicht mehr genug Zeit hast, kannst du als Arbeitnehmer deinen Werkstudentenvertrag natürlich kündigen. Genauso hat aber auch dein Arbeitgeber das Recht, den Vertrag zu kündigen, wenn er einen triftigen Grund dafür hat. Für den Fall, dass eine der beiden Parteien den Vertrag kündigen will, ist darin in der Regel eine Kündigungsfrist festgesetzt worden.

Alle Fragen zum Thema Werkstudentenvertrag kündigen, Kündigungsfrist und gekündigt werden beantworten wir in unserem Ratgeber zu den Rechten und Pflichten von Werkstudenten: