Werde ein glücklicher Werkstudent

Gehalt

Wie viel kann und darf ich als Werkstudent verdienen?

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Wie viel kann ich als Werkstudent verdienen?

Ob dein Gehalt als Werkstudent ausreicht, um Miete, Bücher und Studentenfutter zu bezahlen, lässt sich pauschal nicht beantworten. Einerseits kommt es natürlich darauf an, wie hoch die Lebenshaltungskosten in deiner Stadt sind. Andererseits darauf, in welcher Branche du arbeitest und welche Qualifikationen du als Werkstudent für das Unternehmen mitbringst.

Grundsätzlich gibt es aber gleich zu Beginn schon eine gute Nachricht für dich: Als Werkstudent gehörst du zu denjenigen, die seit dem 01.01.2015 vom Mindestlohn profitieren. Das bedeutet einen Werkstudent Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro. Laut Gesetz darfst du als Werkstudent maximal 20 Stunden in einer Woche arbeiten. Reizt du diese Grenze im Monat voll aus, ergibt sich so ein Werkstudent Gehalt von 680 Euro brutto im Monat. Gar nicht mal schlecht, oder? Wie sich dein Einkommen auf dein BAföG auswirkt, erfährst du übrigens hier.

Weil der Job darauf ausgelegt ist, dass dein Hauptaugenmerk noch auf dem Studium liegt, kannst du dir deine Arbeitszeit als Werkstudent oft recht frei einteilen, solange du die 20-Stunden-Wochengrenze nicht überschreitest. Weil viele Werkstudenten im Monat nicht immer gleich viele Stunden arbeiten, werden Werkstudentenjobs häufig nach Stunden bezahlt. Ein Stundenlohn als Werkstudent zwischen 8,50 und 14 Euro ist je nach Branche, Studiengang und Tätigkeitsumfang durchaus realistisch. Arbeitest du während der Semesterferien 40 Stunden die Woche, gilt übrigens auch für dieses Vollzeit Werkstudent Gehalt das Werkstudentenprivileg: Sozialabgaben als Werkstudent werden nicht fällig. Mit anderen Worten: Du zahlst anteilig weder Kranken-, Pflege-, noch Arbeitslosenversicherung. Und verdienst bei einem angenommenen Stundenlohn von 8,50 Euro maximal 1360 Euro brutto im Monat.

Was als Werkstudent an Abgaben fällig wird, kannst du hier nachlesen.

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Wann zahle ich Lohnsteuer?

Als Studierender bist du, trotz Werkstudentenprivileg, vor dem Gesetz ein ganz normaler Arbeitnehmer. Deswegen gibst du bei deinem Arbeitgeber auch deine Steuerklasse an. Je höher dein Lohn am Ende des Monats ausfällt, desto wahrscheinlicher wird es, dass du als Werkstudent Steuern zahlen musst.

Die Werkstudent Einkommensgrenze hängt immer von deiner Steuerklasse ab. Die Zuordnung zu einer Steuerklasse erfolgt dabei anhand deines Familienstandes und hat mit deinem Gehalt nichts zu tun. Bist du z.B. unverheiratet, verwitwet oder getrennt lebend, wirst du in Steuerklasse I eingestuft. In dieser Lohnsteuerklasse werden dir von deinem Einkommen als Werkstudent Steuern abgezogen, sobald du mehr als 950 Euro im Monat bekommst. Diese Einkommensgrenze gilt allerdings nicht für jeden – informiere dich also in jedem Fall vorher!

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Lohnt sich eine Steuererklärung als Werkstudent?

Die erste Steuererklärung schon im Studium. Das klingt in etwa so lustig wie das erste graue Haar mit 24. Kein Grund, sich alt zu fühlen – in ein paar Fällen bringt dir eine Steuererklärung als Werkstudent nämlich wirklich was. Dann nämlich, wenn du im zurückliegenden Kalenderjahr als Werkstudent Lohnsteuer gezahlt hast. Dann können dir unter Umständen Lohn- oder Kirchensteuer vom Finanzamt zurückerstattet werden.

Dieser unverhoffte Geldsegen kann dann möglich werden, wenn du zwar regelmäßig Lohnsteuer gezahlt hast, mit deinem Werkstudent Gehalt aber unterhalb einer bestimmten Jahresgehaltsgrenze geblieben bist. Diese berechnet sich aus dem sogenannten Grundfreibetrag von aktuell 8354 Euro für das Jahr 2015. Obendrauf gerechnet wird noch ein Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 Euro, plus einem Sonderpauschbetrag von derzeit 36 Euro. Das ergibt eine Jahresgehaltgrenze von 9390 Euro. Diese Grenze wird regelmäßig angepasst, weil der Staat nicht das Einkommen besteuern darf, das du brauchst, um deinen wesentlichen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Ob eine Werkstudent Steuererklärung in deinem Fall Sinn macht, solltest du immer noch mal mit einem Fachmann besprechen.

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Werkstudent und Kindergeld

Als Werkstudent hast du Anspruch auf Kindergeld, sofern du jünger als 25 Jahre alt bist und dich in deiner Erstausbildung befindest. Das sind immerhin 184 Euro im Monat, die noch zu deiner Vergütung als Werkstudent dazukommen. Seit 2012 ist dein Anspruch auf Kindergeld übrigens nicht mehr an deinen Lohn gekoppelt. Egal, wie viel du verdienst: Kindergeld bekommst du, sofern du deinen Studentenstatus nachweist und weniger als 20 Stunden in der Woche während des Semesters arbeitest.