So gut wie jeder Schüler freut sich, dem üblichen Schulalltag für kurze Zeit entfliehen zu können. Ein
Schülerpraktikum
bietet jedoch einiges mehr als nur Abwechslung, viele erhalten ihre ersten Eindrücke von der Arbeitswelt durch so ein Pflichtpraktikum.
Je nach Schulform findet das Schulpraktikum üblicherweise in einer anderen Klassenstufe statt. Haupt- und Realschüler können häufig
zweimal hinter die Kulissen von Unternehmen schauen, meist in der 9. und 10. Klasse. Gymnasiasten dürfen noch ein wenig länger die
Schulbank drücken und deshalb steht normalerweise in der 10. oder 11. Klasse das Praktikum an.
Ein Schülerpraktikum gibt’s nicht auf eBay
Eine der ersten Herausforderungen des Schülerpraktikums ist das Finden einer Praktikumsstelle. Wenn du nicht sowieso schon ein
bestimmtes Unternehmen im Hinterkopf hat, solltest du dir überlegen, was für ein Beruf dich interessiert und welche Firmen in deiner
Nähe in der gleichen Branche aktiv sind. Gerade für das Schülerpraktikum ist es wichtig, dass dein Arbeitsplatz schnell zu erreichen ist:
Niemand fährt nach der Arbeit gerne noch stundenlang Bus oder Bahn und darauf, dass die Eltern einen jeden Tag abholen, sollte man sich auch
nicht verlassen.
Frag auf jeden Fall auch ältere Geschwister, Bekannte und Verwandte, ob sie einen guten Praktikumstipp für dich haben. Ansonsten ist das
Internet dein Freund und Helfer. Auch wenn viele Praktika hier auf meinpraktikum.de von Studenten absolviert wurden, können die Bewertungen
dir trotzdem helfen, etwas Geeignetes zu finden. Hab keine Angst spontan bei Unternehmen anzurufen, die dich interessieren. Gerade Schülerpraktika
werden nicht immer ausgeschrieben, aber viele Arbeitgeber sind dennoch offen, dich für kurze Zeit in den Betrieb aufzunehmen.
Auch wenn Eltern und Co. dich sicher gerne unterstützen und gute Tipps auf Lager haben, solltest du versuchen, dass Praktikum als Training für
später zu begreifen. Schick niemanden vor, sondern bewerbe dich persönlich vor Ort, am Telefon oder schriftlich beim Unternehmen. Das zeigt
Eigeninitiative, was viele Arbeitgeber sehr schätzen.
Kurzzeit-Praktikant
Üblicherweise dauert ein Schülerpraktikum nicht so lang wie ein späteres freiwilliges Praktikum. Zwei bis drei Wochen reichen für Schüler aus,
um erste Abläufe kennenzulernen und festzustellen, ob ein solcher Beruf für dich in der Zukunft interessant sein könnte. Ganz klar, als
Schülerpraktikant sollst du keine Arbeitskraft im Unternehmen ersetzen, sondern anderen über die Schulter schauen dürfen, um dir ein Bild
machen zu können.
Meist wird man im Schulpraktikum nicht nur am Arbeitsplatz selbst betreut, sondern bekommt auch mindestens einmal Besuch von einem Betreuungslehrer.
Solltest du Fragen zum Praktikum haben oder unsicher sein, ob deine Aufgaben im Betrieb gerechtfertigt sind, ist der Lehrer ein geeigneter erster
Ansprechpartner.
Häufig musst du nach dem Praktikum einen Praktikumsbericht über deine Erfahrungen schreiben. Mach dir also am besten schon während deiner Zeit im
Praktikums Notizen über deine Erlebnisse – in positiver als auch in negativer Hinsicht.
Recht haben im Schülerpraktikum
Die meisten Schülerpraktika sind unvergütet. Dafür solltest du in den zwei-drei Wochen Praktikumszeit Erfahrungen mitnehmen, die dir
später weiterhelfen können. Selbst wenn du nur feststellst, dass dieser Beruf absolut nichts für dich ist. Übrigens, gefährliche Jobs
darfst du, wenn du noch zur Schule gehst, nicht machen: Besteht eine erhöhte Unfallgefahr, ist das Praktikum gesetzlich nicht für Schüler
geeignet.
Trotz geringer oder keiner Bezahlung hast du als Praktikant bestimmte Rechte. Bist du noch unter 15 Jahre alt, darfst du täglich nicht mehr
als sieben Stunden arbeiten. Mit 16 giltst du bereits als jugendlich und darfst für 40 Stunden Arbeit pro Woche herangezogen werden
(8 Stunden am Tag). Wie bei allen Arbeitnehmern muss natürlich täglich eine Pause von 30-60 Minuten drin sein.