Du hast mit deiner Bewerbung einen ersten guten Eindruck hinterlassen? Dann heißt es jetzt, im Vorstellungsgespräch so richtig zu überzeugen. Hier findest du Tipps und einige häufig gestellte Fragen.
Das Wichtigste ist, dass du du selbst bist. Sei ehrlich und versuche nicht jemand zu sein, der du nicht bist. Ein Professor von uns antwortete einmal auf die Frage eines Studienbewerbers, ob er einen Tipp für das Auswahlgespräch habe, mit “Erscheinen Sie persönlich!“.
Lerne für das Vorstellungsgespräch also nicht irgendwelche Antworten aus Bewerbungsbüchern auswendig; die Personaler kennen diese Standardantworten besser als du und sind eher gelangweilt. Einen Unterschied zu den anderen Bewerbern, die vielleicht noch besser auswendig lernen können, machst du damit nicht. Sei du selbst!
Das Vorstellungsgespräch startet in der Regel, nachdem du gefragt worden bist, ob du etwas trinken möchtest, mit einer Vorstellungsrunde. Zunächst stellen sich die Anwesenden des Unternehmens vor und erzählen ein wenig über ihre Position und Aufgaben im Unternehmen. Anschließend bist du an der Reihe. Jetzt musst du etwas über dich und deinen Werdegang erzählen. Im Anschluss werden dir ein paar Fragen gestellt, mit denen das Unternehmen herausfinden möchte, ob du der geeignete Kandidat für das Praktikum bist.
Krawatte kann bei einem Vorstellungsgespräch für ein Praktikum übertrieben sein. Die Art deiner Kleidung solltest du vom Unternehmen abhängig machen; wenn du dich für ein Praktikum bei der Bank bewirbst, solltest du Anzug und Krawatte bzw. einen Hosenanzug tragen. Bei einer Designagentur ist das jedoch nicht notwendig.
Bevor du zum Vorstellungsgespräch für dein Praktikum gehst, solltest du dich gründlich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. In der Regel wirst du gefragt, was du über das Unternehmen und die Abteilung, in der das Praktikum stattfinden wird, weißt.
Wenn du mit deinen Bewerbungsunterlagen für das Praktikum einen ersten guten Eindruck hinterlassen hast, möchten dich die Personaler und dein zukünftiger Chef durch das Vorstellungsgespräch besser kennenlernen. Aus diesem Grund werden Fragen zu dir als Person aber auch zu deinem bisherigen Werdegang gestellt. Bleibe ehrlich und versuche Schwachstellen in deinem Lebenslauf nicht übermäßig zu beschönigen. Meistens ist ein ungewöhnlicher Werdegang interessanter als ein Werdegang aus dem Bilderbuch, denn glatt gebügelte Lebensläufe werden oft genug erzählt.
Diese Frage kommt relativ häufig. Man sollte, genau wie im Anschreiben, keine standardisierten Antworten wie „zu meinen Stärken gehören Ausdauer, Kreativität und Durchsetzungswille. Zu meinen Schwächen würde ich meine große Ungeduld zählen“ geben. Diese Antworten gibt wahrscheinlich jeder zweite und wurden von den Personalern schon unzählige Male gehört. Überlege dir, was dich wirklich auszeichnet, frage Freunde und Familie. Und wenn du nun mal eine Schwäche für Schokolade hast, dann sag es! Ein wenig Humor im Vorstellungsgespräch (sehr dezent platziert) ist gut und lockert die Atmosphäre auf.
Solltest du zu deinem Vorstellungsgespräch zu spät kommen, schwinden deine Chancen, das Praktikum zu bekommen, erheblich. Ein schlechter erster Eindruck ist fatal. Sei lieber 20 Minuten zu früh und versuche, evtl. noch mit Leuten in’s Gespräch zu kommen, die dir noch etwas über das Unternehmen erzählen können. Bedenke auch, dass – insbesondere bei großen Unternehmen –, du dich auf einem großen Firmengelände zurechtfinden musst, evtl. noch einen Besucherschein an der Pforte ausfüllen und dann noch das Büro im richtigen Gebäude finden musst. Das alles kostet sehr viel Zeit.
An das zuletzt Gehörte werden sich die Anwesenden am besten erinnern! Von daher solltest du einen guten Abschluss des Bewerbungsgespräches hinlegen:
Spätestens am Ende des Vorstellungsgespräches wirst du gefragt werden, ob du noch Fragen hast - An dieser Stelle solltest du dein Interesse an dem Praktikum und dem Unternehmen mit interessanten Fragen unterstreichen.
Aber auch während des Vorstellungsgespräches solltest du mit Zwischenfragen signalisieren, dass du dich für das, was dein Gegenüber erzählt, interessierst.
Beispiele:
Viele Fragen der Personaler tauchen immer wieder auf. Einige dieser Fragen, die uns in Vorstellungsgesprächen für unser Praktikum immer wieder begegnet sind, und auf die du vorbereitet sein solltest, waren: