Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.
Das Foto ist in Deutschland einer der wichtigsten Aspekte im Lebenslauf. Du solltest logischerweise auf Bilder aus deinem Privatarchiv verzichten. Verwende also keine Strandbilder, keine Familienportraits, keine Facebook-Profilbilder und keine Passfotos! Ein Bewerbungsfoto für ein ernstzunehmendes Praktikum sollte speziell für diesen Zweck von einem Fotografen gemacht werden. Beachte hierbei, dass es bei Bewerbungsfotos – im Gegensatz zum Vorstellungsgespräch – kein „overdressed“ gibt. Welcher Personaler würde schon sagen: „Nein, den laden wir nicht ein, der sieht zu schick aus“? Hemd bzw. Bluse sollte daher Pflicht sein und Anzug und Krawatte können bei Männern auch nicht schaden.
Wichtig ist jedoch, dass das Motiv kein klassisches Portrait, also nur dein Gesicht inkl. Schulterbereich, sein muss. Wenn du dich z.B. für ein Praktikum im Modebereich bewirbst, kannst du mit dem Foto natürlich auch dein Interesse für Mode herüberbringen und etwas von deiner Kleidung zeigen. Wichtig ist also ein seriöses, aber auch aussagekräftiges Foto.
Wie erwähnt, ist der Lebenslauf euer Aushängeschild. Mit diesem möchte sich der Leser EINEN SCHNELLEN Überblick verschaffen. Achtet daher auf ein ansprechendes Layout. Ob man den Lebenslauf mit einem Deckblatt gestaltet, ist umstritten; im Endeffekt sagt es nicht viel aus, und der Personaler muss einmal mehr umblättern.
Der eigentliche Lebenslauf sollte natürlich tabellarisch aufgebaut und übersichtlich sein. Von der Länge her ist eine Seite (zusätzlich zum optionalen Deckblatt) für eine Praktikumsbewerbung ausreichend. Wenn ihr schon über sehr viel praktische Erfahrung verfügt, kann gegebenenfalls noch eine zweite Seite hinzukommen.
Wichtig ist, dass ihr beim Layout nicht zu kreativ seid (es sei denn ihr bewerbt euch bei einer Kreativagentur). Der Lebenslauf sollte übersichtlich und schlicht bleiben. Wesentlich ist WAS ihr schreibt, nicht WIE es aussieht.
Was die Struktur des Lebenslaufes eurer Bewerbung für ein Praktikum angeht, gibt es keine allgemeingültigen Vorgaben. Üblich ist, die Stationen der (schulischen) Ausbildung und die praktischen Tätigkeiten voneinander zu trennen. Solltet ihr schon über echte Berufserfahrung verfügen, ist es sinnvoll, diese auch unter einem gesonderten Oberpunkt zu erfassen. Auch Auslandserfahrung, ehrenamtliche Tätigkeiten und – für die Herren – Bundeswehr oder Zivildienst können als einzelne Oberpunkte aufgenommen werden. Üblich ist zudem, Computer-Kenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse, weitere Qualifikationen, Führerscheine und Hobbies (kann inzwischen auch weggelassen werden) unter dem Oberpunkt „Sonstiges“ zu bündeln.
Eine altbewährte Streitfrage ist die Reihenfolge der Stationen innerhalb der Oberpunkte. Es hat sich in den letzten Jahren eingebürgert, die neuesten Punkte an den Anfang zu stellen, also die Stationen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge aufzulisten. Dies macht insofern Sinn, als dass die meist wichtigeren kürzer zurückliegenden Tätigkeiten und Bildungswege oben stehen und somit betont werden. Es soll aber auch noch Personaler geben, die die klassische chronologische Reihenfolge bevorzugen. Ihr entscheidet also.
Was die meisten nicht machen: Passt den Lebenslauf dem Praktikum an, auf das ihr euch bewerbt. Versucht den Fokus auf die Erfahrungen zu legen, die zur angestrebten Stelle passen. Beschreibt die einschlägigen Erfahrungen mit kurzen Stichpunkten. Schreibt also nicht nur wo ihr bereits Erfahrung gesammelt habt, sondern auch was ihr dort genau gemacht habt und betont dabei die Dinge, die auch wichtig für das Praktikum sein könnten. Wenn ihr es bei eurem Nebenjob im Supermarkt zum Beispiel bis zum Vorarbeiter gebracht habt, könnt ihr im Lebenslauf die Führungserfahrung betonen.
Grundschule, die Namen und Berufe eurer Eltern sowie eure Geschwister sind nicht interessant für eure Arbeitgeber, auch nicht bei einem Praktikum. Diese Infos könnt Ihr einfach weglassen. Auch die Hobbies würden wir nur erwähnen, wenn ihr außergewöhnliche oder spannende Freizeitaktivitäten aufzuweisen habt.
Wenn ihr schon über viel praktische Erfahrung verfügt, könnt ihr auch schon mal Nebenjobs, die nichts mit dem Praktikum, auf das ihr euch bewerbt, zu tun haben, weglassen. Wenn ihr allerdings erst wenige Praktika, Nebenjobs etc. absolviert habt, macht aus der Mücke einen Elefanten. Da kann der Klassensprecher schon mal zum Schülersprecher werden und die Mithilfe in Vaters Büro zum Nebenjob. Hinzuerfinden sollte man jedoch nichts, denn das kommt im Vorstellungsgespräch schneller heraus als man denkt.