Volontariat gleich Praktikum?

Volontariat gleich Praktikum?

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Volontariat



Besonders in der Medienbranche ist das Volontariat der gängige Einstieg in die Arbeitswelt nach dem Studium. Ohne ein Volontariat werden so gut wie keine journalistischen Stellen mehr vergeben, selbst wenn du im Vorhinein bereits einen Nebenjob oder ein Praktikum im selben Bereich gemacht hast.

Volontär bedeutet eigentlich nichts anderes als „Freiwilliger“ (franz. volontaire) und wurde im 17. Jahrhundert geprägt. Heute versteht man darunter eine ein bis zweijährige Ausbildung, vor allem im journalistischen Bereich wie der Tageszeitung oder dem Radio. Aber auch immer mehr Unternehmen aus dem Segment Public Relations schreiben Volontariatsstellen aus.

Vom Praktikum in die Redaktion

Volontariatsstellen sind sehr begehrt. Häufig vergeben die Redaktionen daher ihre Ausbildungsstellen an bereits bekannte Gesichter. Hast du dich als freiberuflicher Mitarbeiter oder als Praktikant positiv hervorgetan, steigen deine Chancen auf das Volontariat. Ohne irgendwelche praktischen Erfahrungen muss man sich meist gar nicht erst bewerben. Egal ob mit Studienabschluss oder ohne – die Praxis zählt am meisten. Heutzutage haben die meisten Volontäre ein abgeschlossenes Studium und Abitur nachzuweisen, Quereinsteiger sind eher selten anzutreffen.

Ein übliches Redaktionsvolontariat dauert zwischen 15 und 24 Monate – und ist allein wegen dieser Dauer schon um einiges intensiver als ein Praktikum. Zur Ausbildung zählt unter anderem auch die Teilnahme an relevanten Kursen und Seminaren. Im Endeffekt sollte man im Laufe der Zeit als Volontär mehreren Ressorts einen Besuch abgestattet haben. In der Zeitungsbranche sind die Ressorts und Politik verpflichtend, ein dritter Bereich kann nach den eigenen Vorlieben bestimmt werden.

Anders als im Praktikum gibt es für das Volontariat feste Gehaltsvorstellungen – jedoch nur für die Redaktionen von Zeitschriften und Tageszeitungen. Volontäre unter 21 stehen rund 1.500 Euro zu, über 21 erhält man circa 1680 Euro. Diese tarifvertraglichen Vereinbarungen sind allerdings nur als Richtlinien anzusehen und für den Arbeitgeber nicht verpflichtend. Dennoch bieten die Zahlen euch eine gute Verhandlungsgrundlage.

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Text-Bausteine für die Karriere

Auch wenn du als Volontär hierarchisch über den Praktikanten stehst, bist du immer noch dort, um etwas zu lernen. Deswegen solltest du auch während dieser Zeit einen festen Ansprechpartner unter den Angestellten haben, den du ansprechen kannst, wenn du mal nicht weiterweißt.

Da du als Volontär wirklich von der Pike auf das Journalistenhandwerk lernst und die Redaktion nach den zwei Jahren in- und auswendig kennst, stehen die Chancen gut, danach als Junior Redakteur eingestellt zu werden. Versuche also aus deinem Volontariat so viele Eindrücke wie möglich mitzunehmen und scheu nicht davor zurück die unterschiedlichsten Dinge auszuprobieren. Nur so kannst du den Beruf in allen Facetten kennenlernen. Wie bei einem Praktikum bekommt man am Ende ein Zeugnis ausgestellt, das dir viele weitere Türen öffnen kann.

Und wie überall gilt: Kontakte, Kontakte, Kontakte. Nimm so viele Presse-Events mit wie du kriegen kannst. Solltest du nämlich aus irgendwelchen Gründen nicht von deinem Unternehmen übernommen werden oder wechseln wollen, können dir genau diese Kontakte weiterhelfen, später eine feste Stelle zu ergattern.