Verhaltenstipps für das Praktikum

Verhaltenstipps für das Praktikum

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Da hat man gerade jede Menge Fragen im Bewerbungsgespräch über sich ergehen lassen und nun tun sich schon wieder neue Ungereimtheiten auf. Ein Betrieb ist im Idealfall ein eingespieltes Team und zu Beginn deines Praktikums erscheint die Masse der unbekannten Standardabläufe vielleicht überwältigend. Schon zu Hause vor dem eigenen Kleiderschrank stehen nicht nur Frauen am ersten Arbeitstag vor der Qual der Wahl. Nicht zu aufreizend, nicht zu leger, nicht zu übertrieben – das richtige Outfit fällt schwer, wenn man einen guten Eindruck machen will.

Erinnere dich in diesem Fall am besten an dein Vorstellungsgespräch und die Eindrücke, die du von der Firma sammeln konntest. Wie sahen deine unmittelbaren Kollegen aus oder gab es vielleicht andere Praktikanten an denen du dich orientieren kannst? Junge Start-ups sind in ihrer Kleidung zum Beispiel viel lockerer als Banken. Falls du den Dresscode nicht einschätzen kannst, wähle lieber am ersten Tag etwas formellere Kleidung und sieh dir für kommende Tage deine Mitarbeiter an.

Wer nicht fragt, bleibt dumm

Du bist im Praktikum, um den Arbeitsalltag kennenzulernen. Das heißt aber nicht, dass du darauf warten musst, dass man dir alle deine Aufgaben vorsetzt. Im Gegenteil: Eigeninitiative ist bei den meisten Unternehmen im Praktikum gern gesehen und auch interessierte Nachfragen zum Thema geben eher Pluspunkte. Natürlich erwartet niemand von dir, dass du sofort mit der genialen Geschäftsidee oder dem revolutionären Konzept vor der Tür stehst. Jeder muss sich als Praktikant erst einmal einarbeiten und nachfragen, um wichtige Abläufe und Interessen des Unternehmens zu verstehen.

Jede Praktikumsstelle ist anders, aber ein paar allgemeine Grundsätze gibt es schon: Über bestimmte Kollegen oder den Arbeitgeber zu lästern, wenn dir etwas nicht gefällt, kommt niemals gut an. Selbst wenn andere Mitarbeiter über Firmeninterna tratschen, solltest du dich raushalten. Mit Freundlichkeit und Offenheit kommt man immer am besten weiter, das gilt auch für den Umgang mit anderen Praktikanten. Ein bisschen Konkurrenz motiviert natürlich, sein Bestes zu geben, aber übertreibe es bloß nicht. Das Unternehmen wird ein viel besseres Bild von dir haben, wenn du zeigst, dass du teamfähig bist und dich mit Mitarbeitern und Praktikanten gut verstehst.

Kritik ist gut, Selbstkritik ist besser

Irgendwann geht immer etwas schief, selbst wenn du dich noch so sehr anstrengst. Vertusche deine Fehler nicht, sondern gehe offen damit um und versuche, es beim nächsten Mal besser zu machen. Einer der immer wieder genannten Soft Skills ist Kritikfähigkeit. Fühl dich nicht persönlich angegriffen, wenn ein Kollege deine Arbeit korrigiert oder dich auf etwas hinweist. Nimm die Kritik an, auch wenn es vielleicht schwer fällt, und versuche deine Kenntnisse noch weiter auszubauen.

Nicht nur mit Problemen am Arbeitsplatz solltest du offen umgehen, auch wenn dir privat mal etwas dazwischenkommt ist Ehrlichkeit gefragt. Du machst zum Beispiel keinen besseren Eindruck, wenn du dich krank zum Praktikum schleppst und damit alle Mitarbeiter ansteckst. Rufe besser morgens im Betrieb an und melde dich ab. Auch wenn du einen unverschiebbaren wichtigen Termin hast, solltest du deinen Arbeitgeber offen fragen, ob es in Ordnung ist, wenn du deswegen etwas früher gehst.

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Ansonsten solltest du dich natürlich an die Arbeitszeiten halten. Da heißt es früh aufstehen und pünktlich sein, selbst wenn du notorischer Langschläfer bist. Auch deinen Feierabend solltest du nach Absprache starten. Du musst jedoch nicht zwanghaft bis zur letzten Minute am Praktikumsplatz bleiben, wenn du gerade keine Aufgaben mehr hast. Selbstverantwortliches Handeln ist auch hier gern gesehen: Gibt es gerade viel zu tun, oder müssen bestimmte Termine eingehalten werden, solltest du auch mal dazu bereit sein, länger zu bleiben. Dann wird auch niemand komisch schauen, wenn du an einem anderen Tag zehn Minuten früher gehst.

Ist das Ende deines Praktikums gekommen, solltest du nicht einfach klammheimlich verschwinden. Inzwischen ist es üblich, am letzten Tag selbstgebackenen Kuchen, Kekse oder Süßigkeiten mitzubringen oder eine freundliche Abschieds-Rundmail an alle zu verschicken. Ein guter letzter Eindruck am Praktikumsplatz kann manchmal genauso wichtig sein wie ein guter erster.