Die Trainee-Stelle als Praktikum deluxe

Die Trainee-Stelle als Praktikum deluxe

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Durchsucht man Stellenausschreibungen, wird man unter dem Begriff ‚Trainee‘ viele unterschiedliche Arten von Tätigkeiten finden. Doch was unterscheidet einen Trainee jetzt eigentlich genau von einem Praktikanten und wann ist eine Traineestelle für dich interessanter als ein freiwilliges Praktikum?

Kurz gesagt: Trainee ist ein ‚Praktikum deluxe‘. Du bist ebenfalls noch eine Art Auszubildender, wirst aber vom Unternehmen weitaus länger und umfassender in alle wichtigen Arbeitsschritte eingeführt als in einem mehrmonatigen Praktikum. Das Ziel einer Trainee-Stelle ist es nämlich, die Führungskräfte von morgen in der eigenen Firma heranzuziehen.

Das volle Programm

Eine gute Trainee-Stelle zeichnet sich – ähnlich wie ein gutes Praktikum – dadurch aus, dass sie durchorganisiert ist und dich in verschiedene Abteilungen einführt. So erhältst du einen umfangreichen Einblick in die unterschiedlichsten Tätigkeitsbereiche und kannst das wiederum mit deinen Aufgaben in Einklang bringen. Dafür gibt es meistens einen Einsatzplan, in dem du sehen kannst, wann du welchen Bereich des Unternehmens kennenlernen wirst. Ohne einen solchen Plan ist es eigentlich nicht gerechtfertigt, von einer Trainee-Stelle zu sprechen.

Bei großen Konzernen wirst du als Praktikant sowie als Trainee mit einer Einführungsveranstaltung begrüßt. Generell sind Seminare (Präsentationstraining und andere Soft Skills) und Möglichkeiten zum Netzwerken während deiner Trainee-Zeit üblich. Normalerweise dauert eine solche Stelle deswegen auch viel länger als ein Praktikum; zwischen 12 bis 24 Monate „trainiert“ man für den späteren Einstieg. Dabei durchläuft man verschiedene Phasen: Einführungsphase, Qualifizierungsphase und Spezialisierungsphase. In manchen Fällen – vor allem bei international tätigen Unternehmen – kommt auch noch ein Auslandsaufenthalt hinzu.

Das Gehalt eines Trainees ist genau wie bei einem Praktikanten sehr branchenabhängig. Geisteswissenschaftler müssen sich häufig mit 24.000 Brutto pro Jahr zufriedengeben, während Ingenieure als Top-Trainees mit bis zu 44.000 Brutto rechnen können. Als Trainee kann man also von seinem Gehalt normalerweise gut über die Runden kommen, anders als bei vielen Volontariaten oder Praktika.

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Trainee-Treff So attraktiv eine Trainee-Stelle auch klingt, leicht zu ergattern ist sie nicht immer. Besonders in großen Konzernen wird ganz genau darauf geachtet, dass der Trainee ins Profil passt. Verständlich, immerhin bindet man sich gleich für ein bis zwei Jahre an den neuen Mitarbeiter und hat ihn nicht nur wenige Monate zur Probe, wie in einem Praktikum.

Neben Bewerbung und Vorstellungsgespräch kann dich besonders im Bereich Wirtschaftswissenschaften ein Assessment Center erwarten. Hier werden potentielle Trainees ein bis drei Tage in Einzel- und Gruppenübungen auf Herz und Nieren getestet. In kleineren und jungen Unternehmen ist dies aber meist nicht der Fall. Dennoch kann auch hier die Konkurrenz groß sein, sodass man auf jeden Fall praktische Erfahrungen und andere Qualifikationen vorweisen sollte.

Auch hier sind Kontakte wieder ein Schlüssel zum Erfolg. Hast du in einem Unternehmen bereits erfolgreich ein Praktikum absolviert, kannst du dir sicher sein, dass deine Chancen auf eine Trainee-Stelle steigen.