Richtig zitieren: In Uni und Praktikum

Richtig zitieren: In Uni und Praktikum

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Richtiges Zitieren

Beim Verfassen von Abschlussarbeiten oder auch anderen geschriebenen Aufträgen holt man sich gern Anregungen, Argumentunterstützungen oder weiterführende Ideen aus bereits bestehenden Werken. Damit diese nicht einfach übernommen und deine Arbeiten somit zu Plagiaten werden, ist richtiges Zitieren wichtig. Oftmals ist es dabei gar nicht so leicht zu entscheiden, wann etwas wortwörtlich übernommen ist oder in welchen Fällen man von Paraphrasieren spricht. Wie ist die Quelle im Fließtext anzugeben und wie sieht es mit der Literaturliste aus? Wir haben dir einige Hinweise zusammengestellt, damit das richtige Zitieren dir bald kein Kopfzerbrechen mehr bereitet!

Das Zitat gehört in Anführungsstriche

Sobald du eine Idee, eine Aussage oder einen Gedanken aus einem Werk übernimmst, so muss dies als Zitat gekennzeichnet werden. Hierbei geht es vor allem darum, dass du anderen nicht ihre Erkenntnisse oder Theorien stibitzt. Allgemeingültige und nachweisbare Aussagen wie die Höhe des Mount Everest beispielsweise fallen nicht unter diese Regelung. Entnimmst du einem anderen Werk im Wortlaut einen Gedanken, so gehört diese Äußerung in Anführungsstriche („…“).

Paraphrasierte Zitate

Es ist zudem möglich, dass du einen Gedanken oder eine Aussage aus einer anderen Quelle nicht im direkten Wortlaut übernimmst, sondern nur das Gesagte mit deinen eigenen Worten wiedergibst. Hierbei ist es manchmal recht schwer, zu entscheiden, wann eine Kennzeichnung als Zitat folgen muss. Um hierbei richtig zitieren zu können, kontrollier einfach für dich selbst, ob du gerade eine eigene Schlussfolgerung auf der Grundlage anderer Werke gezogen hast oder ob du zusammenhängende Gedanken eines anderen nur anders wiedergegeben hast. Trifft Letzteres zu, musst du hinter diesem Abschnitt einen Verweis zum Werk anführen, das paraphrasierte Zitat selbst muss jedoch nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden.

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Auslassungen und Änderungen im Zitat

Solltest du ein Zitat wortwörtlich übernehmen, jedoch bestimmte Inhalte innerhalb der Äußerung ändern wollen oder müssen, da diese beispielsweise sonst mit der Grammatik deines Satzes nicht übereinstimmen oder schlichtweg zu lang sind, dann musst du dies unbedingt kennzeichnen. Beim richtigen Zitieren ist es wichtig, dass du in die Originalaussage nichts Eigenes mit hineinschummelst, manchmal ist es jedoch wichtig, Informationen des Verständnisses wegen hinzuzufügen oder grammatikalisch an deinen Text anzupassen. Dies kennzeichnest du deshalb mit eckigen Klammern: Lässt du etwas im Zitat aus, verwendest du […], musst oder willst du etwas im Zitat abändern, schreibst du diese Änderungen ebenfalls in diese Klammern.

Kurze Angabe im Text, vollständige Angabe am Ende

Wenn du richtig zitieren möchtest, ist es vor allem wichtig, dass du eine Zitierweise stets beibehältst. Manchmal gibt es in den Zitierweisen kleine Abweichungen wie beispielsweise hinsichtlich des Veröffentlichungsjahres – gehört es hinter den Autor oder doch weiter nach hinten, in die Nähe des Verlages? Bleib deiner Linie treu und entscheide dich für eine Art des richtigen Zitierens.

In der amerikanischen Zitierweise gilt, dass im Fließtext hinter dem gekennzeichneten oder paraphrasierten Zitat, gefolgt vom Satzschlusszeichen, der Verweis zum Originaltext folgt. Das Zitat steht hierbei in Klammern und bei paraphrasierten Zitaten musst du zudem darauf achten, vgl. (vergleiche) anzuführen, da du den Gedanken nicht wortwörtlich übernommen hast. Hiernach folgen der Name des Autors und die Seitenzahl, auf welcher die Originalaussage zu finden ist. Zitierst du mehrere Werke des Autors, solltest du auch noch die Jahreszahl mit anfügen:

„…“ (Müller 178), (Müller 2010:218) oder (vgl. Müller 2010:45).

Hat der Autor nun im selben Jahr mehrere Bücher herausgebracht, die du zitierst, dann musst du zudem einen Kurztitel mitangeben.

Im Deutschen kennzeichnest du die Quellenangaben im Text durch Fußnoten. Hierbei setzt du an der Stelle, an der nach amerikanischer Zitierweise die Kurzangabe in Klammern steht, eine Fußnote. In dieser steht – wenn du die Quelle zum ersten Mal zitierst – die vollständige Literaturangabe, wie sie auch in der Literaturliste am Ende der Arbeit zu finden ist. Wenn du die Quelle abermals zitierst, reicht eine kürzere Angabe, in der du Autor, Erscheinungsjahr und Seitenzahl angibst:

1 Müller, 2010, S. 101.

oder:

1 a.a.O., S. 101., beziehungsweise 1 vgl. a.a.O., S. 101.

Die Abkürzung a.a.O. steht für „am angegebenen Ort“ und verweist auf die Fußnote, in welcher die ausführliche Angabe steht. Solltest du eine Textstelle von genau derselben Seite zitieren wie schon zuvor, so kannst du diese mit ebd. für „ebenda“ angeben. Beachte dabei auch, dass die Schriftgröße – sofern nicht anders von deinem Dozenten vorgegeben – in der Fußnote 10p beträgt, während dein Fließtext in Schriftgröße 12p verfasst ist.

Da sowohl die amerikanische als auch die deutsche Zitierweisen ihre Vor- und Nachteile haben, sind beide im Gebrauch. Achte daher auf die Vorschriften vom Institut und dem jeweiligen Dozenten. Wechsel aber keinesfalls zwischen den beiden Optionen hin und her, wenn du selbst entscheiden kannst, welche Zitierweise du verwenden möchtest.

Um die Quelle am Ende der Arbeit richtig zitieren zu können, musst du eine vollständige Angabe zum Originalwerk machen. Diese lautet in der Regel wie folgt:

Nachname, Vorname des Autors: Titel - Untertitel. Band. Auflage. Ort: Verlag, Jahr. Seitenzahl.

Beispiel:

Kortmann, Bernd: English Linguistics: Essentials. 1. Auflage. Berlin: Cornelsen Verlag, 2005. S. 115-154.

Sollte das Werk von mehreren Autoren geschrieben worden sein, erfolgt die Angabe im richtigen Zitieren so, wie die Namen auch auf oder in dem Werk vermerkt sind. Dabei gibst du an:

Name, Vorname Autor 1. Vorname Name Autor 2. Vorname Name Autor 3. …

Beispiele:

Fuhrhop, Nanna und Jörg Peters: Einführung in die Phonologie und Graphematik. Stuttgart/Weimar: Metzler Verlag, 2013. S. 180-285.

Linke, Angelika, Markus Nussbaumer und Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 5., erweiterte Auflage. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 2004. S. 241-334.

In diesen Angaben sind alle wichtigen Informationen enthalten, um nachzuvollziehen, auf welche Literatur du dich berufst. Hältst du dich an diese Vorgabe, dann klappt es problemlos mit dem richtigen Zitieren.