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Experten von ECE

ECE Projektmanagement. Gibt Tipps für das Projekt Praktikumsbewerbung.

Mitarbeiter von ECE

Tanja Lammert

HR Manager

"Mein Tipp: Nervosität gehört zu jedem guten Vorstellungsgespräch."

Das Deckblatt
Zunächst einmal ist ein Deckblatt nicht obligatorisch. Sollten Sie ein Deckblatt hinzufügen wollen, ist dies wie die Verpackung eines Geschenkes zu betrachten. Im Unterschied zur Geschenkverpackung sollte es jedoch nicht überladen und bunt gestaltet sein, sondern die wichtigsten Daten und gegebenenfalls ein Bewerbungsfoto aufweisen. Die wichtigsten Daten sind der Name, Kontaktdaten und die Stellenbeschreibung auf die Sie sich beziehen (am besten den Wortlaut der Stellenanzeige verwenden). Sollten Sie auf ein Deckblatt verzichten und ein Bewerbungsfoto einreichen wollen, gehört das Bewerbungsfoto rechts oben auf den Lebenslauf.

Das Anschreiben
Ein Anschreiben ist im Gegensatz zu einem Deckblatt obligatorisch. Hier sollten dann Ihre Kontaktdaten stehen. Ob Sie diese in einer mittig ausgerichteten Kopfzeile oder in der linken, oberen Ecke einfügen ist Ihnen freigestellt. Darunter sollte jedoch die adressierte Firmenadresse aufgeführt sein.
In der daraufhin folgenden Betreffzeile sollten Sie die konkrete Stellenbeschreibung und direkt anschließend die Quelle einfügen. Beispielsweise:

„Praktikant (m/w) HR Development & Training“
Quelle: Stepstone (Datum)

Die Quelle verfällt natürlich bei einer Initiativbewerbung. Dennoch sollten Sie immer versuchen, den passenden Ansprechpartner über Internet oder Telefonzentrale ausfindig zu machen. Eine anonyme Anrede an die sehr geehrten Damen und Herren könnte auch bedeuten, dass man sich nicht ausreichend über die Firma informiert hat und die erste Möglichkeit, einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist verschenkt.

Der erste Absatz sollte beinhalten: wo Sie auf die Stellenbeschreibung gestoßen sind, warum diese Sie angesprochen hat und warum Sie sich auf genau diese Stelle hin bewerben. Im Idealfall geht man auch noch kurz auf die Firma ein um zu zeigen, dass man auch an der Firma und nicht nur an der Stelle interessiert ist.

In den folgenden Absätzen haben Sie die Möglichkeit Ihre aktuelle Situation und die bisher gesammelten Erfahrungen mit einzubringen, wobei Sie möglichst immer den Bezug zur Stellenbeschreibung im Auge behalten sollten.

Im letzten Absatz sollten Sie das Unternehmen davon überzeugen, dass genau Sie der/die gesuchte Kandidat/in sind.

Beenden Sie das Anschreiben - wenn erwünscht - mit Ihrer Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Eintrittsdatum, und der Vorfreude auf ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Abschließend folgt die Verabschiedung (z.B. Mit freundlichen Grüßen), die Unterschrift und darunter der Name in Druckbuchstaben.

Der Lebenslauf
Beim Lebenslauf ist darauf zu achten, dass dieser übersichtlich ist. Sollten Sie z. B. parallel unterschiedliche Tätigkeiten aufgegriffen haben, versuchen Sie dies auf ersten Blick ersichtlich zu machen. Lassen Sie keine Phasen aus, auch wenn diese mit Reisen, Nebenjobs oder Sonstigem gefüllt waren. Wenn Sie sich als Schülerpraktikant bewerben und noch nicht allzu viel Erfahrungen oder Lebensabschnitte aufweisen können, strukturieren Sie Ihren Lebenslauf chronologisch. Sobald aber mehr Inhalt vorhanden ist, werden Lebensläufe, die nach Themen wie z. B. Ausbildung, Praktika und Nebentätigkeiten, Sprachkenntnisse etc. aufgegliedert sind, ein absolutes Muss. Das Aktuellste sollte zuerst genannt sein und es erleichtert der Firma das Lesen Ihrer Bewerbung, wenn Sie mit ein paar Stichpunkten Ihre jeweilige Tätigkeit beschreiben.

Anlagen

  • Abiturzeugnis
  • Zwischen- oder Abschlusszeugnis der Hochschule bzw. Ausbildungszeugnis (soweit vorhanden)
  • Praktikumsbescheinigungen und -zeugnissen
  • Sonstige Zertifikate

Allgemeine Hinweise:
Inzwischen werden in den meisten Unternehmen Online Bewerbungen bevorzugt. Bei der digitalen Bewerbung ist zudem darauf zu achten alles in ein PDF umzuwandeln, da es einen wesentlich professionelleren Auftritt hat. Zudem laufen Sie nicht Gefahr, dass sich das Layout beim Verschicken verändert.

Bei Papierbewerbungen gilt: Das Anschreiben nicht mit einheften. Es kommt oben auf oder innen lose in die Bewerbungsmappe.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch
Die Frage, auf die Sie eine Antwort als Vorbereitung finden sollten, ist: wenn ich die Firma wäre, was müsste ich aus meinem Lebenslauf für die Stelle wissen? Die Kunst liegt darin, nicht alles aus Ihrem Lebenslauf nachzuerzählen, sondern das Relevante heraus zu filtern und dann mit Bezug zur Stelle zu präsentieren.

Bereiten Sie sich anhand der Stellenausschreibung vor. Was genau wurde in dieser gefordert? In der Regel stehen in den Anzeigen 4-5 Themen, die Sie mitbringen sollten. Wenn Sie ein Kriterium nicht erfüllen, ist das kein Beinbruch. Im Gegenteil: sprechen Sie aktiv an, dass Sie vielleicht noch nicht die umfassendsten Projektmanagementkenntnisse haben, jedoch bereits kleinere Projekte betreut haben und bereit sind, theoretisch nachzurüsten. Es kommt bei der Firma immer gut an, wenn ein Bewerber sich gut einschätzen kann und nicht meint, der Beste in allem sein zu müssen. Möchte die Firma „fließende Englischkenntnisse“, dann zeigen Sie im Gespräch, wo und wann Sie diese erworben haben und wo Sie diese ggf. aktuell nutzen.

Mein Tipp: Nervosität gehört zu jedem guten Vorstellungsgespräch. Nehmen Sie sie an und nutzen Sie diese ggf. aktiv, wenn Sie der Typ dafür sind („ich bin so nervös, wie lange nicht mehr. Ich finde das ausgeschriebene Praktikum einfach hoch spannend und möchte das unbedingt machen…“). Und schon ist das Eis gebrochen. Der wichtigste Grundsatz ist jedoch: bleiben Sie authentisch. Zum einen merken es die Firmenvertreter sehr schnell, wenn jemand ein X für ein U vormachen möchte; zum anderen ist nichts deprimierender, wenn Sie eine Absage erhalten und Sie im Bewerbungsgespräch eine Rolle gespielt haben. Dann stellt man sich immer die Frage, wenn ich nur mehr wie ich selbst … dann hätten sie mich bestimmt genommen. Machen Sie sich bewusst: so ein Bewerbungsgespräch dient schlichtweg dazu, in relativ kurzer Zeit heraus zu finden, ob das Verhalten der/des Kandidaten zu den Aufgaben und der Unternehmenskultur passt. Und wenn das mal nicht der Fall sein sollte, dann hat die Firma sicherlich einen guten Grund dafür. Nicht mehr und nicht weniger.

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