Tipps für dein Praxissemester

Tipps für dein Praxissemester

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Wintersemester. Sommersemester. Praxissemester? Immer mehr Studiengänge setzen auf praktische Erfahrungen und erweitern die Prüfungsordnung um das sogenannte Praxissemester. Besonders an Fachhochschulen ist es üblich, dass die Studenten ihr theoretisches Wissen für mehrere Wochen in einem Unternehmen vertiefen und anzuwenden lernen.

Studierst du ein Fach im Bereich Medien, Technik oder Wirtschaftswissenschaften, solltest du einen Blick in deine Studienordnung werfen, falls du nicht sowieso schon weißt, dass Praxiserfahrungen auf dich warten. Ist das Praxissemester essenzieller Teil deines Studiums, so erwartet dich am Ende wahrscheinlich auch ein Praktikumsbericht.

Erst Studieren, dann Praktizieren

Als Erstsemester musst du dir normalerweise noch keine Gedanken zum Praxissemester machen, sondern dich erstmal im Studienalltag zurechtfinden. Die meisten Bachelor-Studiengänge schreiben ab dem 4. Semester das Praktikum vor. Studierst du noch auf Diplom oder Master, kann es in Ausnahmefällen auch dazu kommen, dass ein weiteres Praxissemester am Ende des Studiums auf dich wartet.

Auch wenn du bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz nicht an die Hand genommen wirst, ist es dennoch üblich, dass das Praxissemester von einem Professor betreut wird. An einigen Universitäten gibt es deshalb bestimmte Seminare oder Blockveranstaltungen, die dich über alles relevante zum Thema Praktikum informieren. Du solltest dich auf jeden Fall in die Vorschriften deines Studiengangs einlesen, damit dir deine Tätigkeiten als Praktikant angerechnet werden und du nicht an fehlenden Inhalten scheiterst.

Lohnen sich für dein Studienfach internationale Erfahrungen? Meist kannst du dir auch ein Auslandspraktikum als Praxissemester anrechnen lassen. Sollte dich das Kennenlernen einer fremden Kultur mitsamt neuen Job-Eindrücken reizen, solltest du dir frühzeitig überlegen, ob du dich nicht in einem anderen Land für dein halbjähriges Pflichtpraktikum bewerben möchtest.

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Geben und Nehmen im Praxissemester

Der große Vorteil eines Praxissemesters besteht darin, dass du bereits theoretische Grundkenntnisse der Branche hast, die du nun praktisch ausleben kannst. Durch die Länge des Praktikums ist sichergestellt, dass du einen fundierten Einblick ins Arbeitsleben bekommst und möglicherweise interessante Kontakte knüpfst, die dir nach dem Studium einen Einstieg in den Job erleichtern können.

Da du offiziell kein Arbeitnehmer bist, sondern als Student immatrikuliert bist, bekommst du auch während des Praxissemesters weiterhin Bafög. Allerdings solltest du aufpassen: Ist das Praktikum vergütet, kann es sein, dass dir die Vergütung von deinem Fördersatz abgezogen wird. Einen Anspruch auf Urlaub hast du in den Wochen deines Praxissemesters leider nicht.

In vielen Studiengängen wird außerdem ein Praktikumsbericht von dir gefordert, damit dir die Praktikantenzeit angerechnet werden kann. Versuche den Bericht nicht nur aufgrund der Pflichtmäßigkeit runterzuschreiben, sondern nimm dir ernsthaft Zeit, das Gelernte zu reflektieren und über deinen eigenen Kenntnisstand nachzudenken. Dabei spielen auch die sogenannten „Soft Skills“ eine große Rolle: Hast du festgestellt, dass dir Teamarbeiten liegen? Konntest du mit Kritik im Praktikum gut umgehen? Im Endeffekt ist der Praktikumsbericht zwar eine Studienleistung, doch eigentlicher Sinn liegt darin, dass du für dein nächstes Praktikum bzw. für den Job, über dich und deine Fähigkeiten besser Bescheid weißt.