Zufrieden mit dem Praktikumszeugnis

Zufrieden mit dem Praktikumszeugnis

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


i

Am Ende jedes Praktikums bekommt man ein Praktikumszeugnis. Doch nicht jeder Zettel ist gleich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dein Arbeitgeber muss bestimmte Formalitäten erfüllen, damit das Dokument auch später von anderen Unternehmen akzeptiert wird. Es ist also wichtig, dass du dir dein Zeugnis am Ende des Praktikums vornimmst und überprüfst, ob wirklich alles so ist, wie es sein sollte.

Ganz gleich ob dein Praktikum zwei Wochen oder sechs Monate gedauert hat – ein ordentliches Praktikumszeugnis steht dir zu. Üblicherweise ist es ungefähr eine DIN A4 Seite lang.

Auch Details müssen sitzen

Ob dein Zeugnis schwarz-weiß oder bunt ist, ist unwichtig. Wichtig ist, dass alle Formalitäten erfüllt werden. Ein ordentliches Arbeitszeugnis hat einen üblichen Briefkopf und ist mit Datum (und Stempel) unterschrieben. Auch die Überschrift ‚Zeugnis‘, dein Name und Geburtsdatum, sowie die Dauer des Praktikums dürfen nicht fehlen.

Inhaltlich sollte das Zeugnis auf deine Aufgaben und die von dir erbrachten Leistungen eingehen, aber auch dein soziales Verhalten im Praktikum nicht außen vor lassen. Normalerweise hat ein Arbeitszeugnis folgenden Aufbau: Einleitung, Beschreibung der Tätigkeit, Leistung, Fachwissen und Kenntnisse, Arbeitsbereitschaft und Arbeitsweise, Erfolge, Verhalten gegenüber Kollegen und Geschäftspartnern, Dankesformel. Achte besonders bei der Auflistung deiner Aufgaben darauf, dass keine wichtige Tätigkeit vergessen wurde.

Die Geheimsprache der Praktikumszeugnisse

„Er hat seine Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erfüllt“ – würdest du aus dieser Formulierung schließen, dass der Praktikant unterdurchschnittliche Arbeit abgeliefert hat? Der nächste Arbeitgeber, der das Praktikumszeugnis zu Gesicht bekommt, leider schon. Grundsätzlich ist beim Zeugnis das „st“ das Maß aller Dinge: Erfüllst du „stets alles zur vollsten Zufriedenheit“ wissen zukünftige Chefs, dass du ein sehr guter Praktikant warst.

Finde jetzt ein Praktikum in deinem Traumberuf!


Bei Vokabeln wie „ausgesprochen“, „hervorragend“ oder „in höchstem Maß“ kannst du dir sicher sein, dass die darauf folgenden Formulierungen lobend gemeint sind. Auch Worte wie Flexibilität, Zuverlässigkeit und Lernfähigkeit stehen für ein erfolgreiches Praktikum. Werden allerdings Dinge wie Pünktlichkeit hervorgehoben, die eigentlich etwas Selbstverständliches sein sollten, solltest du misstrauisch werden. Meist verbirgt sich dahinter versteckte Kritik. So bedeutet der Satz „Seine vielfältige Bildung machte ihn zu einem gefragten Gesprächspartner“ nicht, dass dein Bildungsstand außerordentlich ist, sondern dass du im Praktikum häufig Privatgespräche geführt hast.

Genauso aussagekräftig kann es sein, wenn Standardaussagen fehlen. Wird über dein Verhalten nichts berichtet, kannst du davon ausgehen, dass das ein schlechtes Zeichen ist. Ein anderes Mittel, um Kritik positiv zu verpacken, sind Passivkonstruktionen. Steht in deinem Praktikumszeugnis, dass dir Aufgaben übertragen wurden, deutet das auf geringe Eigeninitiative im Praktikum hin.

Do-it-yourself-Zeugnis

Es kann sein, dass man dich darum bittet, deine Aufgaben oder sogar dein ganzes Zeugnis selbst zu formulieren. In diesem Fall gilt: Bloß keine falsche Bescheidenheit! Fang bloß nicht an, deine Arbeit im Praktikum abzuwerten, sondern bewerte dich selbstbewusst. Eigentlich selbstverständlich: Bleib bei der Wahrheit. Du kannst davon ausgehen, dass dein Zeugnis noch mal gegengelesen wird und da kommen Ungereimtheiten sofort ans Licht.