Praktikum bei Psychosozial-Verlag Hans-Jürgen Wirth und Trin Haland Wirth GbR

So wurde Psychosozial-Verlag Hans-Jürgen Wirth und Trin Haland Wirth GbR von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,0h Ø Arbeitszeit
  • 27,- Ø Verdienst
  • 62% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 13 Berichte
3,3
Einzelbewertungen ansehen
Bewertungen von Praktikanten
Filter
  • » Super Einblick in die Verlagsarbeit in angenehmer Arbeitsatmosphäre «
    0 Wochen Praktikum nach dem Uni-Abschluss im Jahr 2013

    Nach Abschluss meines Studiums habe ich ein dreimonatiges Praktikum im Psychosozial-Verlag absolviert, um einen Einblick in die Verlagsarbeit zu erhalten. Ich habe dort durchweg positive Erfahrungen gemacht und könnte mir keinen besseren Berufseinstieg vorstellen.

    Die Arbeitsatmosphäre im Psychosozial-Verlag ist sehr angenehm, die Kollegen alle sehr freundlich und man wird ganz selbstverständlich ins Team integriert. Dank des vergleichsweise kleinen Teams (ca. 14 Leute, während ich dort gearbeitet habe) hat man schnell alle Mitarbeiter kennen gelernt. Die Atmosphäre zwischen den Mitarbeitern war, soweit ich das beurteilen konnte, größtenteils herzlich und familiär. Ich hatte z.B. den Eindruck, dass Treffen außerhalb der Arbeitszeit wie Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern (zu denen man als Praktikant ganz selbstverständlich mit eingeladen wird) nicht als lästige, steife Pflichtveranstaltungen wahrgenommen werden, sondern tatsächlich als Ereignisse, auf die man sich freuen kann.

    Aufgrund der überschaubaren Größe des Verlags erhält man vielfältige Einblicke in die Verlagsarbeit und kann in verschiedenen Bereichen mitarbeiten, so dass man einen guten Überblick und ein Gefühl für die Zusammenhänge der einzelnen Tätigkeiten bekommt. Ich hatte z.B. meine Schwerpunkte im Lektorat und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, habe gelegentlich aber auch kleinere Aufgaben aus dem Vertrieb übernommen.

    Die Aufgaben fand ich insgesamt sehr interessant. Hin und wieder waren natürlich auch typische Praktikantenaufgaben dabei, aber nie etwas, das festangestellte Mitarbeiter nicht auch mal erledigt hätten. Nach einer intensiven Einarbeitung konnte ich recht bald selbstständig Aufgaben übernehmen, z.B. Texte für die Homepage schreiben, und mir die Zeit für die Erledigung der einzelnen Aufgaben selbst einteilen. Die Betreuung durch die Mitarbeiter fand ich dabei immer gerade richtig. Ich hatte nie das Gefühl, zu früh oder zu viel Verantwortung übernehmen zu müssen oder irgendwie unter Druck zu stehen. Auch Fragen (nicht nur solche, die sich auf die konkreten Tätigkeiten bezogen, sondern auch weitergehende) waren jederzeit willkommen und wurden immer ausführlich, hilfreich und kompetent beantwortet. Ich hatte den Eindruck, dass alle Mitarbeiter bemüht sind, einen guten Einblick in ihre Arbeit zu vermitteln, viel zu erklären und auch mal Tipps und Tricks weiterzugeben.

    Insgesamt war das Praktikum im Psychosozial-Verlag für mich eine sehr positive Erfahrung. Wenn man Interesse zeigt und sich einbringt, kann man hier sehr viel lernen, sich ausprobieren und teilweise sogar neue Fähigkeiten entdecken. Wer über ein Praktikum in diesem Verlag nachdenkt, dem kann ich dies wärmstens empfehlen!

    Ein Nachtrag: Ich habe diesen Text vor ungefähr einem Jahr, kurz nach Beendigung meines Praktikums, geschrieben. Im Trubel danach habe ich aber nicht mehr daran gedacht, ihn online zu stellen, und den Text vergessen, bis er mir gerade wieder in die Hände gefallen ist. Deshalb kann ich jetzt, bevor ich das Onlinestellen nachhole, noch hinzufügen, dass ich auch im Rückblick noch sehr froh über die Erfahrungen bin, die ich im Psychosozial-Verlag sammeln konnte, und dass sie für das Volontariat, das ich gerade mache, sehr hilfreich sind.

  • » Ein intensiver, nützlicher Einblick in die Verlagswelt. «
    12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2013

    Mein Praktikum im Lektorat des Psychosozial-Verlags leistete ich im Rahmen meines Bachelorstudiums (Germanistik) ab. Da ich später einmal in einem Lektorat arbeiten möchte, war es meine grundlegende Absicht, mir ein genaueres Bild von diesem Berufsfeld zu machen, und in dieser Hinsicht konnte mich der Verlag auch voll und ganz zufriedenstellen.

    Das Team ist klein und sympathisch, man kennt bereits nach kurzer Zeit alle Angestellten und wird verständlich an seine Aufgaben herangeführt. Dabei besitzt man als Praktikant einen direkten Ansprechpartner für seine Fragen, kann sich jedoch auch an alle anderen Mitarbeiter wenden, was die Arbeit sehr flüssig gestaltet und Kontakt und Austausch untereinander fördert.

    Auch wenn das natürlich jedem ernsthaften Bewerber klar sein sollte: Da es sich um ein Lektorat handelt, sollte man eine solide Kenntnis der deutschen Rechtschreibung besitzen und generell im Umgang mit Texten versiert sein. Auch wenn die Aufgaben grundsätzlich sehr abwechslungsreich gestaltet sind und man immer wieder mit etwas Neuem konfrontiert wird, so wird man doch die meiste Zeit damit verbringen, Aufsätze und ganze Bücher in ausgedruckter oder elektronischer Form zu lesen und zu korrigieren.

    Neben meinen Tätigkeiten im Lektorat erhielt ich während des Praktikums zudem einen Einblick in die Presse- sowie die Vertriebsarbeit, indem ich unter anderem News für die Verlagshomepage erstellen und Büchersendungen verpacken durfte. Durch diese breitgefächerte Abdeckung erschließt sich das Ineinandergreifen der verschiedenen Abteilungen und man lernt den Verlag auch wirklich als Ganzes kennen, was ich als äußerst lehrreich empfunden habe. Darüber hinaus hatte ich noch Gelegenheit, bei auswärtigen Büchertischen zu assistieren und den Verlag auf der Frankfurter Buchmesse zu begleiten. Das waren interessante Erfahrungen, die mir persönlich viel Freude bereitet haben und die ich als Praktikant nicht unbedingt für selbstverständlich halte.

    Im Rückblick sehe ich mein Praktikum im Psychosozial-Verlag durchweg als sehr positiv an. Einer "Ausbeutung", von der hier bereits die Rede war, muss ich widersprechen. Man könnte jetzt natürlich die generellen Kritiken an Praktika auffahren, aber dafür kann der Psychosozial-Verlag nichts. Das Unternehmen behandelt seine Praktikanten meiner Erfahrung nach stets mit Respekt und Freundlichkeit und ist daher - wie ich finde - jedem, der die Lektorats- und Verlagsarbeit näher kennenlernen möchte, uneingeschränkt zu empfehlen.

  • » Die Zeit im Psychosozial-Verlag war eine sehr gute Erfahrung und hat mir viel Spaß gemacht. «
    14 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2012

    Die Arbeit im Vertrieb war sehr interessant und hat mich sehr interessiert. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mich sehr gut zurecht gefunden und wusste, welche Aufgaben für den Tag anstanden. Trotz einer gewissen (begrüßenswerten) Routine ist mir nie langweilig geworden, da es immer wieder neue Aufgaben und somit Abwechslung gab. Besonders gefallen haben mir die Büchertische. Sowohl die Vorbereitung als auch der Büchertisch selbst. Das hat viel zur Abwechslung beigetragen, zumal es auch sehr angenehm war nicht den ganzen Tag vor dem PC zu verbringen. Sehr gefreut hat mich auch die mir übertragene Verantwortung. Ich konnte von Anfang an selbständig arbeiten und die mir übertragenen Aufgaben selbst nach Prioritäten ordnen und erledigen. Wenn ich einmal unsicher war, haben mir die Mitarbeiter des Verlags gerne weitergeholfen und alle Fragen beantwortet. Auch der Umgang mit den vom Verlag verwendeten PC-Programmen wurde mir sehr gut erklärt, sodass ich mich u.a. schnell mit dem mir neuen Betriebssystem von Apple zurecht gefunden habe. Positiv fand ich auch, dass der Psychosozial-Verlag ein recht kleiner Verlag ist. Obwohl ich hauptsächlich im Vertrieb tätig war, habe ich dadurch trotzdem einiges aus den anderen Abteilungen mitbekommen. Auch die Mitarbeiter der Abteilungen habe ich so alle schnell kennen gelernt. Etwas ungewöhnlich war, dass die Chefs beide nebenbei auch noch als Therapeuten tätig sind. Aber obwohl Praxis- und Verlagsräume beieinander liegen, wurde die Arbeit nicht beeinträchtigt. Allerdings sollte noch erwähnt werden, dass besonders Herr Wirth ein paar Eigenheiten hat, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Trotzdem bin ich sowohl mit ihm als auch mit seiner Frau gut ausgekommen. Insgesamt fand ich mein Praktikum im Psychosozial-Verlag sehr erfolgreich. Es war mein erstes Praktikum in einem Verlag und hat mich in meinem Wunsch bestärkt nach meinem Studium in diesem Bereich zu arbeiten.

  • » Intensive Betreuung, angenehmes Arbeitsklima und interessante Aufgaben - perfekt, um erste Verlagserfahrungen zu sammeln «
    12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2012

    Ich habe im Rahmen meines Masterstudiums ein dreimonatiges Praktikum im Lektorat des Psychosozial-Verlags absolviert. Es war meine erste Verlagserfahrung und ich hätte mir keinen besseren Einstieg wünschen können.

    Das Team ist klein und sympathisch, man kennt jeden persönlich, ist schnell integriert und hat bei Fragen immer unmittelbar einen Ansprechpartner, der einem weiterhilft. Für mich als Neuling in der Branche war es super, immer ein ehrliches und direktes Feedback zu meiner Arbeit zu bekommen. Inhaltlich fand ich die Manuskripte fast ausnahmslos interessant – man muss natürlich eine Affinität zu psychologischen und psychoanalytischen Themen haben und gerne mit wissenschaftlichen Texten arbeiten.

    Mein Aufgabenschwerpunkt war das Lektorat, man hat mir aber auch die Möglichkeit gegeben, in den Bereichen PR und Vertrieb mitzuarbeiten. So habe ich in kurzer Zeit einen ziemlich guten Überblick über den gesamten Tätigkeitsbereich und die Arbeitsabläufe in einem Wissenschaftsverlag bekommen.

    Die Karrierechancen im Psychosozial-Verlag selbst sind aufgrund der Verlagsgröße natürlich – zumindest nehme ich das an – geringer als in großen Verlagshäusern. Prinzipiell besteht aber die Möglichkeit, nach dem Praktikum ein Volontariat zu machen oder, bei entsprechender Qualifikation, weiter als freie/r Lektor/in für den Verlag zu arbeiten. Für mich war das Praktikum eine gute Referenz und ein Türöffner.

    Mein Fazit: Die drei Monate waren für mich eine tolle Zeit. Ich habe mich in dem Team sehr wohl gefühlt und die Arbeit im Lektorat hat mir wirklich Spaß gemacht. Den Lernerfolg habe ich aufgrund der persönlichen Betreuung und der Flexibilität im Hinblick auf den Aufgabenbereich als sehr intensiv empfunden. Man kann nach dem Praktikum auf jeden Fall ziemlich gut einschätzen, ob man für den Job als Lektor/in geeignet ist und ob man sich das als zukünftigen Beruf tatsächlich vorstellen kann. Nach der Erfahrung, die ich gemacht habe, kann ich ein Praktikum im Psychosozial-Verlag gerade als Einstieg in die Verlagstätigkeit absolut empfehlen.

  • » Optimal für den ersten Einstieg ins Verlagswesen «
    24 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2011

    Ich habe im Jahr 2011 ein 6-monatiges Praktikum im Lektorat absolviert und war sowohl mit meinen Aufgaben als auch mit der Atmosphäre im Team sehr zufrieden. Ich durfte sehr eigenständig arbeiten und eigene Buchprojekte betreuen und habe daher enorm viel dazugelernt.

    Die Kollegen waren durchweg sympathisch und sehr hilfsbereit; dadurch, dass die Größe des Verlages überschaubar ist, bekommt man einiges von den anderen Abteilungen (Presse/Vertrieb/etc.) mit und erhält so ein gutes Gesamtbild von den Arbeitsabläufen in einem kleinen Fachbuchverlag.

    Mein Fazit: Ein optimaler Platz um erste Erfahrungen in der Verlagsbranche zu sammeln. Ich empfehle jedem, der sich für ein Praktikum im Lektorat des Psychosozial-Verlages interessiert, sich mehr als die üblichen drei Monate Zeit zu nehmen, da man durch eine längere Praktikumsdauer deutlich anspruchsvollere Aufgaben erledigen und sehr viel eigenständiger arbeiten darf.

  • 12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2011
    Zu dieser Bewertung gibt es keinen Beurteilungstext.
  • 10 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2011
    Zu dieser Bewertung gibt es keinen Beurteilungstext.
  • 12 Wochen im Jahr 2010

    Die meisten Verlage bieten unbezahlte Praktika, bei denen man schon angesichts des Ausschreibungstextes meinen könnte, sie brauchen jemanden, der umsonst einen Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung ersetzt. Der Psychosozial-Verlag hatte per Aushang mit einem Zweizeiler Leute gesucht, die Lust haben, die Arbeit im Verlag kennenzulernen. Ich bin ziemlich blauäugig in den Verlag und damit in die Verlagsbranche gestolpert, und bin dort auf Mitarbeiter gestoßen, die mir geduldig alles erklärt und gezeigt haben. Ich habe im Lektorat mitgearbeitet, aber auch einige Vertriebsaufgaben erledigt. Im Psychosozial-Verlag arbeiten sehr fähige Leute, die Spaß daran haben, lesenswerte Bücher entstehen zu lassen. Das Team ist engagiert und nett, mit den Chefs gab es in regelmäßigen Abständen Gespräche, in denen sich erkundigt wurde, wie es einem im Praktikum ergeht und in dem man eine persönliche Einschätzung zu seiner Arbeit bekam. Ich habe unheimlich viel gelernt und einen umfassenden Einblick in alle Verlagsbereiche bekommen. Ein Praktikum in diesem Verlag zu machen würde ich jedem empfehlen, der sich für das Verlagsprogramm begeistern kann und der bereit ist, selbst seinen Teil zum Lernerfolg innerhalb des Praktikums beizutragen. Wer sich interessiert zeigt und engagiert ist, bekommt auch verantwortungsvolle Tätigkeiten zugewiesen. Die Meinung von Praktikanten wird dort wertgeschätzt und auch erfragt, man darf nicht nur zuschauen, sondern wird in viele Angelegenheiten einbezogen und stets ermuntert, aktiv mitzuwirken.

  • 12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2010

    Der Psychosozial-Verlag stellt Praktikanten ein, um einfach an billige Arbeitskräfte zu gelangen und sie systematisch auszubeuten. Was anfänglich als höflicher Umgang erscheint, ist nichts anderes als ein nüchtern, kalkulierter und vor allem routinierter Umgang mit Praktikanten. Schließlich muss man sie bei der Stange und weitestgehend wohlgesinnt halten. Im Laufe des Praktikums wandelt sich dieser Umgang zum Negativen. Die Teamatmosphäre ist eher schlecht. Insbesondere bedingt durch ein angespanntes Verhältnis zwischen der Belegschaft und den Vorgesetzten, was von Mitarbeitern als natürliches Nebenprodukt von unerlässlichen Hierarchieverhältnissen leichtfertig abgetan wird. Der positive Aspekt, dass Praktikanten zu einem integralen Bestandteil des Arbeitsprozesses werden, wird dadurch aufgewogen, dass man keinerlei Wertschätzung für die Arbeit erhält. Und allzu oft handelt es sich dabei um typische stumpfsinnige Praktikanten-Aufgaben, um welche sich die völlig überforderten Verlagsmitarbeiter nicht kümmern möchten.

    Größer als die Sorge, dass es dem Praktikanten auch wirklich gut geht, ist eher die Tatsache, dass auch ja gleich im Anschluss an die drei Monate die nächsten Praktikanten antreten. Bloß keine Lücke lassen. Ohne die systematische Ausbeutung wäre dieser Verlag aufgeschmissen. Das mag typisch für die Verlagsbranche sein, doch bleibt ein fader Beigeschmack, sobald man auf dem Weg zum Arbeitsplatz an dem Therapiezimmer des Verlagschefs vorbei läuft, der ebenso Psychoanalytiker wie Psychotherapeut ist. In diesem Zimmer wird angewandt auf die Patienten das Unbehagen in der Kultur und in der Gesellschaft zum Thema. Und niemandem in dem Verlag ist offenbar bewusst, dass eben dieses Unbehagen aktiv mitproduziert wird. Noch kurioser wird es, wenn man bei aufgetragenen Recherchen über Begriffe wie Prekariat, Burnout und ähnliches im psychologischen / psychoanalytischen Kontext stolpert. Noch ulkiger ist die Tatsache, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Verlages der Deutsche Gewerkschaftsbund seinen Sitz hat.

    Über seine Sonderstellung ist sich der Psychosozial-Verlag offenbar nicht bewusst, auch nicht über die psychosozialen Auswirkungen von nicht gewertschätzter Arbeit, nicht vorhandener Vergütung und einigem mehr. Vielleicht erklärt auch die mickrige Vergütung von Mitarbeitern und insbesondere von Volontären im Verlag die höchst ungeduldige und schroffe Art so mancher gegenüber Praktikanten. Allerdings, um nicht nur schwarz zu malen, gab es auch sehr höfliche, zuvorkommende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist traurig, wie wirklich sehr bemühte, unterbezahlte Mitarbeiter in manchen Gesprächen das völlig inakzeptable Beschäftigungsverhältnis und die systematische Ausbeutung der Praktikanten (wie auch ihr eigenes) zu rechtfertigen versuchen. Dies geschieht nicht selten mit Verweis auf einen sogenannten „unerlässlichen“ Realismus und Rationalismus. Im Kern allerdings verstößt der !Psychosozial!- Verlag jeden einzelnen Tag gegen das, was (u.a.) in seinen Büchern, Therapiezimmern propagiert wird. Aber patentierte Realisten werden einen Weg finden, dies in irgendeiner Weise wieder kleinzureden.

    Praktika zu absolvieren ist ohne Zweifel wichtig und kann sehr wertvoll sein. Tatsächlich gilt: Je mehr Praktika desto besser. Dies ändert allerdings nicht an der Tatsache, dass von einem Praktikum im Psychosozial-Verlag dringend abzuraten ist. Aus eigener Erfahrungen kann ich sagen, dass ich bereits weitaus angenehmere Praktika absolviert habe, die auch weiterzuempfehlen wären.

    Resümierend war das Praktikum eine lange Durststrecke. Bereits nach den ersten Woche hätte ich es am liebsten bleiben lassen, doch im Nachhinein betrachtet, fiel ich in das Raster derjenigen, die der Psychosozial-Verlag sehnsüchtig sucht. Nämlich junge Menschen, die unbedingt ein Praktikum durchziehen möchten, um ihren Lebenslauf zu verbessern oder gar, da sie von der Hochschule aus in diesem Zeitraum unbedingt ein Praktikum absolvieren müssen.

  • 12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2009

    Im Rahmen meines Bachelorstudiums habe ich im Sommer 2009 meine erste Verlagserfahrung im Psychosozial-Verlag gemacht – und ich muss zusammengefasst sagen: Es hätte mir nichts Besseres passieren können, denn das Praktikum hat mir einen guten ersten Einblick in die Verlagsbranche gegeben.

    Der Schwerpunkt meines Praktikums lag im Bereich des Lektorats und Korrektorats (dazu zählten nach der Eingewöhnungsphase auch das selbstständige Recherchieren der für die Bücher relevanten Informationen und das In-Kontakt-Treten mit den Autoren). Darüber hinaus war es mir aber auch möglich, in die Vertriebs- und Pressearbeit hineinzuschnuppern.

    Bei all den genannten Aufgaben soll erwähnt werden, dass das Arbeiten im Verlag und das Zusammenarbeiten mit den Kollegen – zumindest für mich – nie mit Druck und/oder Stress verbunden war, sodass ich gefordert und gefördert wurde und meine Meinungen und Ideen genauso viel zählten. Da ich sowohl vom Verlagschef als auch von den Mitarbeitern als vollständige Beschäftigte angesehen wurde – zumindest war das mein Eindruck –, hatte ich die Gelegenheit, bei diversen Sitzungen (Programmplanung, Manuskriptbegutachtungen, Cover- und Titelbesprechungen) teilzunehmen. Es handelt sich hierbei um einen wissenschaftlichen Verlag, ein Interesse für die Inhalte sollte daher vorhanden sein.

    Es ist mir bewusst, dass man lieber ordentlich vergütet werden will für seine Arbeit, letztendlich absolviert man aber ein Praktikum in der Verlagsbranche der Erfahrung wegen (mein Studienplan sah kein verpflichtetes Praktikum vor, deshalb habe ich es gänzlich aus freien Stücken gemacht), weshalb es nicht als Mangel angesehen werden sollte, dass der Psychosozial-Verlag 'ständig' Praktikanten nimmt, sondern als Chance.

  • Loading indicator