Praktikum bei Osteuropa-Zentrum/-Verlag Berlin

So wurde Osteuropa-Zentrum/-Verlag Berlin von ehemaligen Praktikanten bewertet

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    12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2012

    Ich wurde teilweise im Verlag, teilweise im Zentrum eingesetzt, das sich im Stasi-Museum befindet. Aufgetragene Tätigkeiten waren u.a. das Sortieren von Zeitungsschnipseln und Büchern (es gibt eine Bibliothek, die jedoch eher weniger mit wissenschaftlicher Literatur ausgestattet ist). Im Verlag lektoriert man meistens die demnächst erscheinenden Bücher. Mit der entsprechenden Vorauszahlung darf jeder hier ein Buch veröffentlichen, deshalb ist fast alles, was man zu bearbeiten hat ohne jeglichen literarischen oder wissenschaftlichen Wert und teilweise grausam schlecht zu lesen. Belletristik von älteren Damen/Herren... Die inhaltliche Themenspanne umfasst zwar Osteuropa (siehe Name des Zentrums bzw. Verlages), jedoch geht es im Verlagsprogramm und bei den Veranstaltungen, die man mit dem Bücherstand besuchen muss, meistens um das Thema DDR und/oder Stasi (persönlicher Schwerpunkt des Chefs). Jemandem, der mit Osteuropa arbeiten will muss das u.U. klar sein. Sehr bedenklich fand ich die enge Kooperation des Verlages mit Vertriebenenverbänden bzw. deren Veranstaltungen. Teilweise bemerkt man auch im Verlagsprogramm, dass sich sehr gerne mit deutschen Minderheiten in Osteuropa beschäftigt wird. Allgemein eher christ-soziale Ausrichtung. Die Verlags- bzw- Zentrumstätigkeit wird durch unbezahlte Praktikanten getragen. Meistens sind es 5-10 Leute. Seine Mitpraktikanten sieht man selten, da vieles der Arbeit zu Hause erledigt werden soll (es gibt z.B. kein Internet im Zentrum). Allgemein anspruchslose Arbeiten, wenn man dennoch tatsächlich mal Hilfe gebraucht hätte, war es einfacher seine Mitpraktikanten zu fragen als den Chef. Es ist kein Praktikum, in dem man etwas lernen kann. Man arbeitet quasi unbezahlt/ehrenamtlich mind. zwei Monate (!ja Voraussetzung!) für das Zentrum. Arbeitsvertrag etc. gibt es nicht...