Praktikum bei Naumann Film GmbH

So wurde Naumann Film GmbH von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,3h Ø Arbeitszeit
  • 183,- Ø Verdienst
  • 40% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 4 Berichte
3,4
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Bewertungen von Praktikanten
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  • » Hatte eine gute Zeit während meines Praktikums «
    im Jahr 2016

    Ich absolvierte mein Praktikum im Bereich Produktion. An Arbeitstagen im Büro lagen meine Aufgaben unter anderem in der Drehvorbereitung und Organisation. Konkret beinhaltete dies Location Scouting, Einholen von Angeboten, diverse Recherchen etc.. Ansonsten gab es die üblichen Büroangelegenheiten die so dazu gehören wie E-mails schreiben, Booklets erstellen oder Festivaleinreichungen.

    Zwischendurch ging ich auch in die Postproduktion um dort etwas aufzuschnappen und das bearbeitete Material anzuschauen. Die Büros befinden sich an einer tollen Lage, direkt am Bahnhof Rosenheimer Platz, man konnte zwischendurch in Gehweite zu Bäckereien und Restaurants etc.

    An Drehtagen wurde ich vielfältig eingesetzt und konnte in verschiedene Bereichen wie Kamerabewegung (Kran, Gimbal, Dolly) oder Beleuchtung, Funktionen übernehmen. Der Lerneffekt und das Aufbauen eines persönlichen Workflows machte sich hier für mich persönlich besonders bemerkbar.

    Bevor dem Beginn des Praktikums wurde mir bereits für bevorstehende Projekte die Mitarbeit zugesichert und ich hatte die Möglichkeit an tollen Produktionen mitzuwirken.

    Insgesamt hatte ich eine sehr gute Zeit mit dem Team der Naumann Film GmbH und bin mir gewiss mit meinem Praktikum eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich wusste warum ich das Praktikum machen wollte und kommunizierte von Anfang an klar was meine Ziele/Interessen waren. Letzteres war sehr wichtig, da ich aufgrund dessen entsprechende Aufgaben übernahm.

  • » Ich kam mir ausgenutzt vor «
    24 Wochen Praxissemester im Jahr 2016

    Ich war für 6 Monate Praktikant in der Abteilung Produktion. Insgesamt habe ich das Praktikum als negative Erfahrung in Erinnerung. Es gab zwar ab und zu tolle Drehs mit interessanten Erfahrungen die man im Studium nicht machen kann, diese sind jedoch die Ausnahme.

    Die Produktionsabteilung kam mir meistens nicht wie eine eigene Abteilung vor, sondern mehr wie das Sekretariat des Geschäftsführers. Es wurde oft von uns verlangt private Dinge für den Chef zu erledigen. Manchmal mussten wir auch Überstunden für private Dinge machen. (Diese werden aber fairerweise absolut ordentlich abgerechnet) Man wird sehr schnell ins Team integriert und übernimmt auch schnell eigene Aufgaben. Das geschieht aber vor allem weil die Firma sonst zu klein wäre um alles zu erledigen. Das führt auch dazu das einem Aufgaben übertragen werden die sehr wichtig sind. Trotzdem wird man nicht eingelernt sondern eher ins kalte Wasser geworfen. Ich musste z.B. die komplette Aufzeichnung von Ton bei allen Drehs während meiner Praktikumszeit übernehmen obwohl ich damit überhaupt keine Erfahrung hatte. Als Einweisung wurde mir die Bedienungsanleitung von dem Aufnahmegerät gegeben. Das hat mich beim Dreh erheblich unter Druck gesetzt, da ich wusste ich kann mich mit meinen Fragen an niemanden wenden.

    Es ist zudem eine sehr unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen zu beobachten. Frauen werden in den meisten Fällen die einfachen Aufgaben übertragen, ohne das darüber groß diskutiert wird. Beim Dreh ist das besonders zu sehen. Ich habe erlebt das Jungs (z.B. auch mir selbst) am ersten Tag einen Kamera in die Hand gedrückt wurde und Mädchen die bereist seit 5 Monaten da waren immer noch keine gehalten hatten.

    Es werden einem viele Überstunden abverlangt, was ich jedoch in der Branche nicht für unüblich halte. Im Bezug auf die Bezahlung kam ich mir schlussendlich ziemlich ausgenutzt vor. Vor allem wenn man bedenkt wie viel ich während meiner Zeit geleistet habe und wie viel ich gearbeitet habe.

    Ich kann das Praktikum nicht weiterempfehlen.

  • » leider wenig dazu gelernt «
    24 Wochen Praktikum im Jahr 2015

    Mein Praktikum war in der Postproduktion Schnitt. Die Aufgaben waren recht einseitig, im ersten Monat durfte ich rein gar nichts schneiden nach und nach kamen etwas anspruchsvollere Aufgaben wie Making Ofs schneiden oder einen Rohschnitt der Werbe- und Imagefilme zu schneiden. Sonstige Aufgaben waren Datensicherung, Farbkorrekturen, Musik und Videorecherche. Man lernte ein wenig dazu und bekam einen Einblick in den Workflow und die Schnittprogramme. Die Schnitt PCs sind jedoch leider etwas veraltet. Auf die Vorkenntnisse der Praktikanten wird wenig eingegangen und 40 % der Aufgaben waren Büroarbeiten oder private Erledigungen für den Geschäftsführer, was ein absolutes No-Go ist. Was auch unzumutbar ist, ist dass die weiblichen Praktikanten immer "frauenspezifische" Aufgaben wie putzen, Klamotten einkaufen, etc. bekommen. In der Abteilung Produktion dürfen männliche Praktikanten beim Dreh gleich an der Kamera assistieren, weibliche dürfen nur Brötchen einkaufen. Was mich auch gestört hat, war dass man auch wenn man in der Postproduktion eingestellt ist, immer in der Produktion eingesetzt wird (da billige Arbeitskraft). Das Team ist wirklich nett und jung, jedoch herrscht eine klare Hierarchiestruktur. Die Firma besteht zur Hälfte aus Praktikanten und ist sehr unorganisiert in jeder Hinsicht. Die Arbeitszeiten werden sehr oft überzogen und man muss oft auch am Wochenende arbeiten, was aber in der Filmbranche normal ist. Oft muss man auch richtig sinnlose Überstunden machen, die man sich mit etwas Organisation sparen hätte können. Ein Nebenjob ist zeitlich fast nicht möglich.
    Insgesamt kann man das Praktikum nicht empfehlen, da man eine 40 Stunden Woche hat, meistens keine guten Aufgaben bekommt und sehr viele Überstunden machen muss und das Gehalt ist für den Arbeitsaufwand und den Standort München überhaupt nicht angemessen. Man lernt etwas dazu, aber leider bleibt der große Lernerfolg aus.

  • » Praxis in einer Filmproduktionsfirma «
    24 Wochen Freiwilliges Praktikum im Jahr 2014

    Während meines Praktikums gab es von Anfang an sehr vielfältige Aufgaben, u.A. Lichtassistenz, Setrunner, Produktionsfahrer, Komparserie und Aufnahmeleitung im Bereich Dreh. In der Produktion selber z.B. Drehvorbereitung, Grafik/Layout und Storyboard, Konzeptentwicklung, Festivaleinreichung, Archivpflege, Buchhaltung und Büroverwaltung. Manchmal wurde man auch für Bereiche der Postproduktion herangezogen, wie z.B. Musik-und Footage-Recherche. Dabei wurden einem schon in den ersten Wochen recht verantwortungsvolle Aufgaben übergeben, so musste ich beispielweise den Hauptdrehort für einen großen Imagefilm in den Bergen suchen.

    Am Arbeitsplatz selber gab es eine klare Hierarchie, die Arbeitsabläufe waren recht strikt geregelt, es wurde viel Wert auf Umgangsformen und Außenwirkung gelegt. Dabei habe ich aber gelernt, Arbeitsabläufe effektiv zu planen und zu kommunizieren, besonders „niemals davon auszugehen, dass…“. Die Drehs selber, bei denen ich fast immer dabei war, zeichneten sich durch lokale Abwechslung aus. Mal am Fuße der Zugspitze und sogar auf einer Seilbahn Richtung Gipfel, im Doppelkegel der BMW-Welt, auf dem Dach eines Hochhauses in Frankfurt und in anderen Ländern, wie Frankreich und der Schweiz.

    Ein Punkt, der auf jeden Fall gefragt wurde, war Eigeninitiative. Man bekam abseits der Aufgaben im laufenden Betrieb nicht viel erklärt, man musste selber auf die Mitarbeiter zugehen (dies wurde einem aber schon beim Vorstellungsgespräch angesagt). Dann waren sie aber immer sehr kommunikativ und handlungsbereit. Einmal habe ich beispielsweise dem Produktionsleiter ein eigenes Expose für einen Kurzfilm vorgelegt. Nachdem er es ausführlich ansah nannte er mir einen Stunde lang die dramaturgischen Schwächen und Stärken und Verbesserungsvorschläge.

    Rückblickend war es trotz des begrenzen Lohnes und den Mühen ein sehr schöne Zeit, und individueller Einsatz wurde auch stets belohnt. Am Ende des Praktikums bekam ich sogar eine Festanstellung angeboten. Das Praktikum war in jedem Fall hilfreich, da es mich nicht nur im Bereich Filmproduktion weiterbrachte, sondern ich auch sprichwörtlich fürs Leben lernen konnte :)