Praktikum bei Naumann Film

So wurde Naumann Film von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 9,0h Ø Arbeitszeit
  • 100,- Ø Verdienst
  • 0% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 1 Berichte
2,4
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Bewertungen von Praktikanten
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  • » leider wenig dazu gelernt «
    24 Wochen Praktikum im Jahr 2015

    Mein Praktikum war in der Postproduktion Schnitt. Die Aufgaben waren recht einseitig, im ersten Monat durfte ich rein gar nichts schneiden nach und nach kamen etwas anspruchsvollere Aufgaben wie Making Ofs schneiden oder einen Rohschnitt der Werbe- und Imagefilme zu schneiden. Sonstige Aufgaben waren Datensicherung, Farbkorrekturen, Musik und Videorecherche. Man lernte ein wenig dazu und bekam einen Einblick in den Workflow und die Schnittprogramme. Die Schnitt PCs sind jedoch leider etwas veraltet. Auf die Vorkenntnisse der Praktikanten wird wenig eingegangen und 40 % der Aufgaben waren Büroarbeiten oder private Erledigungen für den Geschäftsführer, was ein absolutes No-Go ist. Was auch unzumutbar ist, ist dass die weiblichen Praktikanten immer "frauenspezifische" Aufgaben wie putzen, Klamotten einkaufen, etc. bekommen. In der Abteilung Produktion dürfen männliche Praktikanten beim Dreh gleich an der Kamera assistieren, weibliche dürfen nur Brötchen einkaufen. Was mich auch gestört hat, war dass man auch wenn man in der Postproduktion eingestellt ist, immer in der Produktion eingesetzt wird (da billige Arbeitskraft). Das Team ist wirklich nett und jung, jedoch herrscht eine klare Hierarchiestruktur. Die Firma besteht zur Hälfte aus Praktikanten und ist sehr unorganisiert in jeder Hinsicht. Die Arbeitszeiten werden sehr oft überzogen und man muss oft auch am Wochenende arbeiten, was aber in der Filmbranche normal ist. Oft muss man auch richtig sinnlose Überstunden machen, die man sich mit etwas Organisation sparen hätte können. Ein Nebenjob ist zeitlich fast nicht möglich.
    Insgesamt kann man das Praktikum nicht empfehlen, da man eine 40 Stunden Woche hat, meistens keine guten Aufgaben bekommt und sehr viele Überstunden machen muss und das Gehalt ist für den Arbeitsaufwand und den Standort München überhaupt nicht angemessen. Man lernt etwas dazu, aber leider bleibt der große Lernerfolg aus.