Praktikum bei Naumann Film

So wurde Naumann Film von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,5h Ø Arbeitszeit
  • 100,- Ø Verdienst
  • 0% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 2 Berichte
2,5
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Bewertungen von Praktikanten
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  • » Ich kam mir ausgenutzt vor «
    24 Wochen Praxissemester im Jahr 2016

    Ich war für 6 Monate Praktikant in der Abteilung Produktion. Insgesamt habe ich das Praktikum als negative Erfahrung in Erinnerung. Es gab zwar ab und zu tolle Drehs mit interessanten Erfahrungen die man im Studium nicht machen kann, diese sind jedoch die Ausnahme.

    Die Produktionsabteilung kam mir meistens nicht wie eine eigene Abteilung vor, sondern mehr wie das Sekretariat des Geschäftsführers. Es wurde oft von uns verlangt private Dinge für den Chef zu erledigen. Manchmal mussten wir auch Überstunden für private Dinge machen. (Diese werden aber fairerweise absolut ordentlich abgerechnet) Man wird sehr schnell ins Team integriert und übernimmt auch schnell eigene Aufgaben. Das geschieht aber vor allem weil die Firma sonst zu klein wäre um alles zu erledigen. Das führt auch dazu das einem Aufgaben übertragen werden die sehr wichtig sind. Trotzdem wird man nicht eingelernt sondern eher ins kalte Wasser geworfen. Ich musste z.B. die komplette Aufzeichnung von Ton bei allen Drehs während meiner Praktikumszeit übernehmen obwohl ich damit überhaupt keine Erfahrung hatte. Als Einweisung wurde mir die Bedienungsanleitung von dem Aufnahmegerät gegeben. Das hat mich beim Dreh erheblich unter Druck gesetzt, da ich wusste ich kann mich mit meinen Fragen an niemanden wenden.

    Es ist zudem eine sehr unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen zu beobachten. Frauen werden in den meisten Fällen die einfachen Aufgaben übertragen, ohne das darüber groß diskutiert wird. Beim Dreh ist das besonders zu sehen. Ich habe erlebt das Jungs (z.B. auch mir selbst) am ersten Tag einen Kamera in die Hand gedrückt wurde und Mädchen die bereist seit 5 Monaten da waren immer noch keine gehalten hatten.

    Es werden einem viele Überstunden abverlangt, was ich jedoch in der Branche nicht für unüblich halte. Im Bezug auf die Bezahlung kam ich mir schlussendlich ziemlich ausgenutzt vor. Vor allem wenn man bedenkt wie viel ich während meiner Zeit geleistet habe und wie viel ich gearbeitet habe.

    Ich kann das Praktikum nicht weiterempfehlen.

  • » leider wenig dazu gelernt «
    24 Wochen Praktikum im Jahr 2015

    Mein Praktikum war in der Postproduktion Schnitt. Die Aufgaben waren recht einseitig, im ersten Monat durfte ich rein gar nichts schneiden nach und nach kamen etwas anspruchsvollere Aufgaben wie Making Ofs schneiden oder einen Rohschnitt der Werbe- und Imagefilme zu schneiden. Sonstige Aufgaben waren Datensicherung, Farbkorrekturen, Musik und Videorecherche. Man lernte ein wenig dazu und bekam einen Einblick in den Workflow und die Schnittprogramme. Die Schnitt PCs sind jedoch leider etwas veraltet. Auf die Vorkenntnisse der Praktikanten wird wenig eingegangen und 40 % der Aufgaben waren Büroarbeiten oder private Erledigungen für den Geschäftsführer, was ein absolutes No-Go ist. Was auch unzumutbar ist, ist dass die weiblichen Praktikanten immer "frauenspezifische" Aufgaben wie putzen, Klamotten einkaufen, etc. bekommen. In der Abteilung Produktion dürfen männliche Praktikanten beim Dreh gleich an der Kamera assistieren, weibliche dürfen nur Brötchen einkaufen. Was mich auch gestört hat, war dass man auch wenn man in der Postproduktion eingestellt ist, immer in der Produktion eingesetzt wird (da billige Arbeitskraft). Das Team ist wirklich nett und jung, jedoch herrscht eine klare Hierarchiestruktur. Die Firma besteht zur Hälfte aus Praktikanten und ist sehr unorganisiert in jeder Hinsicht. Die Arbeitszeiten werden sehr oft überzogen und man muss oft auch am Wochenende arbeiten, was aber in der Filmbranche normal ist. Oft muss man auch richtig sinnlose Überstunden machen, die man sich mit etwas Organisation sparen hätte können. Ein Nebenjob ist zeitlich fast nicht möglich.
    Insgesamt kann man das Praktikum nicht empfehlen, da man eine 40 Stunden Woche hat, meistens keine guten Aufgaben bekommt und sehr viele Überstunden machen muss und das Gehalt ist für den Arbeitsaufwand und den Standort München überhaupt nicht angemessen. Man lernt etwas dazu, aber leider bleibt der große Lernerfolg aus.