Praktikum bei Mosta Media GmbH | spreepixel

So wurde Mosta Media GmbH | spreepixel von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,0h Ø Arbeitszeit
  • 0,- Ø Verdienst
  • 0% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 1 Berichte
1,3
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  • » Ewige Praktikantenmühle «
    10 Wochen Pflichtpraktikum im Jahr 2016

    mosta media ist eine unübersichtliche GmbH mit vielen kleinen untergliederten Start-ups. Man steigt nicht wirklich durch, wer was macht und für wie viele Firmen gearbeitet wird. Diese Art Anhäufung von vielen Start-ups unter einem Dach hat sicherlich seine organisatorischen, finanziellen, steuerlichen Vorteile. mosta media pflegt ein gutes Verhältnis zum jobcenter und zu Weiterbildungseinrichtungen in Berlin. So rekrutieren sie neue Praktikanten. Umgekehrt bietet ihnen das jobcenter sogar Arbeitssuchende als kostenlose Praktikanten an. Das Gros der Praktikanten absolviert ein mehrmonatiges, unvergütetes Praktikum im Bereich Webdesign. Die Studenten (oder angehenden Studenten) erfüllen dieses Pflichtpraktikum oft, um sich an einer Fachhochschule zu bewerben oder zwischen den Semestern, weil ihr Studium dies vorsieht. Praktikanten von ausländischen Hochschulen wurden auch unvergütet eingestellt. Aus eigener Anschauung kann ich sagen, dass die Kundenaufträge, die durch die vielzähligen Start-ups angenommen werden, in der Mehrheit von den Praktikanten, sozusagen als „Lehrstück“, bearbeitet werden. Sie konzipieren Logos und Slogans für Firmen und deren Onlineauftritt. Alles für lau. Ich absolvierte mein Praktikum in einem 30-35m2 großen Büro mit 3 Vorgesetzten und 4 weiteren Praktikanten. Insgesamt waren wir zu acht. Meine Arbeit bestand in der Erstellung von neuem content. Ich sollte für die unterschiedlichen Websites, die sich unter der mosta media GmbH tummeln, Texte schreiben. Diese Texte sollten die vielen Produkte suchmaschinenoptimiert bewerben. Weiter sollte ich Neuigkeiten auf dem firmeneigenen blog posten. Natürlich alles unter der Anforderung SEO-optimierter Schreibe. In meiner zehnwöchigen Zeit bei mosta media wurde kein einziger Text von mir auf dem blog veröffentlicht. Eine herbe Enttäuschung! Dabei wurden die Texte mit den Angestellten besprochen und als gut befunden. Anstelle sie ins Netz zu stellen, argumentierte man mir gegenüber, man wolle erst möglichst viele Texte sammeln, um sie dann in kurzen, regelmäßigen Abständen auf dem blog veröffentlichen zu können. Heute, Jahre später, sehe ich keinen meiner Texte veröffentlicht. Ich habe also nicht nur kein Geld für das Praktikum bekommen, sondern auch für nichts gearbeitet. Man könnte von einer durch und durch frustrierenden Erfahrung sprechen. Nach Ablauf der zehn Wochen, wollte man mich sogar weiter als Praktikant halten. Ich wollte aber nicht. Zum Ende des Praktikums wurde ein Arbeitszeugnis in Aussicht gestellt. Ich sollte in einer E-Mail detailliert auflisten, welche Punkte und Arbeitsbereiche ich in dem Zeugnis erwähnt haben möchte. Es kam nie eine Antwort und bis heute kein Zeugnis. Zu den Kollegen: die Atmosphäre im Büro war grundsätzlich sehr nett und freundlich. Die Stimmung war locker. In der Küche wurden Getränke und Obst zur Verfügung gestellt. Einen speziellen Kollegen möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen. Er machte sich immer wieder einen Spaß daraus, uns Praktikanten nach Feierabend zu fragen ob wir denn schon unsere volle Stundenzahl geleistet hätten. Ein ärmlicher Sadist.