Praktikum bei Meine Damen und Herren (aslterarbeit gGmbH)

So wurde Meine Damen und Herren (aslterarbeit gGmbH) von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,0h Ø Arbeitszeit
  • 0,- Ø Verdienst
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2,2
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    15 Wochen Informatives Praktikum im Jahr 2015

    Bei Meine Damen und Herren (kurz MDuH) sind zwei Hauptberufliche, eine Honorarkraft und eine FSJ-lerin angestellt. Meine Aufgabe bestand darin, die FSJlerin zu unterstützen, was ein wenig langweilig war, da es eigentlich nur Arbeit für eine von uns gab. Außerdem halfen die Beschäftigten (mit Behinderung) uns morgens beim Kaffee kochen etc. Den Fundus aufzuräumen war allerdings zu zweit angenehmer, da man dann dabei quatschen konnte. Meine Highlights waren, als ich Kabel im Büro ordnen durfte, und andere technische Probleme im Büro beheben. Als wir dann endlich nach über 2 Monaten meines Praktikums in der Endprobenphase des Stückes waren, gab es endlich auch was zu tun. Also manchmal. Für manche der bis zu 6 Praktikantinnen. Einkaufen und Mittagessen machen/holen. Abwasch machen. Ich durfte die Kostüm- und Bühnenbildnerin unterstützen und tat das liebend gern. Hier lernte ich nähen und verbrachte meine Zeit tatsächlich produktiv. In einer Nacht legten die Bühnenbildnerin und ich eine Nachtschicht ein, d.h. wir arbeiteten von 13 bis 2 Uhr in der Nacht. In meinem Praktikumszeugnis ist dies mit keinem Wort erwähnt. Es besteht aus einer Beschreibung des Betriebes gefolgt von der Auflistung, der Dinge, die ich in meiner Zeit bei MDuH geleistet hatte (ich musste der Chefin eine Liste mit all meinen Aufgaben erstellen). Lob oder Kritik gab es nicht. Wie man heraushört, bin ich insgesamt ziemlich unzufrieden mit MDuH, und ich bin nicht mal auf den Umgang mit den "Beschäftigten" oder die Art der Produktion der Theaterstücke eingegangen. Der Umgang mit den Menschen mit Behinderungen ist nicht unbedingt schlimm, aber sie werden sehr von oben herab behandelt und betüdelt. Bei MDuH sind mehr "Schauspielerinnen mit Handycap" eingestellt, als tatsächlich sinnvoll und es gibt zu wenig planvolle Beschäftigung. Was den Theateraspekt angeht: Ich habe Laien bessere Stücke produzieren sehen und ja, sehr wohl auch mit Menschen mit Behinderungen. Insgesamt kann ich MDuH nur dann empfehlen, wenn man sonst keinen Praktikumsplatz findet, denn man muss nicht mal Deutsch sprechen können, um dort zu arbeiten (die Beschäftigten verstehen zwar kein Englisch, aber es reicht ja mit den nicht-behinderten Menschen dort reden zu können). Eigentlich ist die Bewerbung an sich schon Qualifizierung genug. Außerdem kannst du dir den ganzen Tag nen Lauen machen, weils eh nicht viel zu tun gibt.