Praktikum bei Lufthansa Technik

So wurde Lufthansa Technik von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 8,0h Ø Arbeitszeit
  • 600,- Ø Verdienst
  • 0% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 1 Berichte
2,3
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  • » Praktikum bei einem "Top-Arbeitgeber" mit wenig Substanz «
    24 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2016

    Ich war während meines Praktikums in der Personalabteilung der Lufthansa Technik in Frankfurt eingesetzt. Mein Praktikum begann zunächst sehr chaotisch: mein Arbeitsvertrag, den ich Wochen vor Beginn unterschrieben zugeschickt hatte, lag nicht vor; mein Jobticket war nicht erstellt worden (weshalb ich für die Fahrtkosten selbst aufkommen musste, die Praktikumsbetreuung weigerte sich, die Kosten zu übernehmen); die IT funktionierte nicht richtig und die Zugänge waren erst nach 1-2 Wochen da; ich hatte keinen direkten Vorgesetzten/ Ansprechpartner, weil er kurz zuvor das Unternehmen verlassen hatte und war daher zunächst mit meiner Praktikumsvorgängerin alleine. Die Aufgaben im Praktikum waren generell eher Routine-Aufgaben, die in kurzer Zeit erledigt waren und täglich/ wöchentlich wiederholt werden mussten - viel Abwechslung gab es nicht. Hauptsächlich waren es wenig anspruchsvolle Aufgaben, die man nach 1-2 Mal zügig erledigen konnte. Auch musste ich für die Kollegen in der Abteilung viele Botengänge erledigen: Kaffee kochen, Spülmaschine ausräumen, drucken, Büromaterial auffüllen/ sortieren, Besucher abholen etc. waren meine festen Aufgaben. Ich fühlte mich daher oftmals wie die Sekretärin der Abteilung und nicht wie eine Praktikantin, die von der Hochschule kommt und die verantwortungsvolle Aufgaben erhält. Es gab viele Tage, an denen ich bereits Mittags alle Aufgaben erledigt hatte und dann nichts mehr zu tun hatte. Auf Nachfragen bei Kollegen, bekam ich wieder kleine "nervige" Aufgaben zugewiesen. Insgesamt konnte ich meine Kenntnisse aus dem Studium wenig anwenden. Ich denke, nach kurzer Einarbeitungszeit hätte jeder die Stelle ausüben können. In einem Feedbackgespräch habe ich auch erwähnt, dass mir im Vorstellungsgespräch andere und anspruchsvollere Aufgaben versprochen wurden - meine Vorgesetzte notierte das, aber wirklich geändert hat sich nichts. Es gab auch Wochen, wo ich mehr zu tun hatte und ganzheitlichere, anspruchsvollere Aufgaben bekam. Das war jedoch eher die Ausnahme - eine Vollzeitstelle war mein Praktikum nicht. Die Kollegen waren alle nett zu mir und halfen mir bei Nachfragen. Jedoch sind die Hierarchien klar geregelt und man bekam schon des öfteren zu spüren, dass man eben "nur" die Praktikantin ist. Gegen Ende meines Praktikums war ich auch wieder ohne Betreuerin, da diese das Unternehmen vor Vertragsende verlassen hatte und arbeitete meinen Nachfolger alleine ein - das Chaos zog sich also durch mein Praktikum und wahrscheinlich auch durch das meines Nachfolgers. Mein Praktikumszeugnis bekam ich dann (nach mehrfachem Nachhaken) 1,5 Monate nach Praktikumsende und nicht, wie angekündigt, am letzten Praktikumstag. Das hat den Eindruck, den ich von der Lufthansa während meines Praktikums gewinnen konnte, zuletzt noch einmal bestätigt: eine scheinbar "tolle" Arbeitgebermarke, die sich als das Gegenteil entpuppte. Ich bereue das Praktikum nicht, da ich so selbst herausgefunden habe, wie es in Großkonzernen abläuft und ich weiß jetzt, was ich in meinem späteren Arbeitsleben einmal nicht will: einen Job bei der Lufthansa.