Interview mit:
einem Praktikanten
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Der Praktikant

Name des Praktikanten:
Sebastian Himpler


Alter des Praktikanten:
23


Einsatz im Unternehmen:
E.ON Climate & Renewables GmbH. Zunächst: Strategy, Business Development & Stakeholder Management (Düsseldorf), danach: Carbon Sourcing (Singapur)

Das Interview mit Sebastian Himpler

Warum hat sich das Praktikum für dich gelohnt? Inwieweit war es sinnvoll verbrachte Zeit?

Es war auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung das Berufsleben kennen zu lernen und einen spannenden Einblick in ein solch großes Unternehmen zu bekommen. Die tägliche Arbeit unterscheidet sich in sehr vielen Dingen vom Studium und es fällt gerade am Anfang schwer die gelernten Fähigkeiten in der Praxis umzusetzen. Damit ist nicht nur der reine Wissenstransfer gemeint, sondern vor allem die Arbeitsweise und, in einem so großen Unternehmen essentiell, die richtige Kommunikation. Gerade wenn man bei einem Projekt mit verschiedenen Stakeholdern, mit oft sehr unterschiedlichen Interessen, zusammen arbeitet ist die Kommunikationsweise sehr wichtig. Die falsche Wort- und Tonwahl kann hier entscheidend für den Erfolg der Zusammenarbeit sein. Insbesondere dies war eine sehr lehrreiche Erfahrung für mich.

Außerdem war es für mich spannend zu sehen wie schnell zeitkritisch Dinge aufkommen können und im Team am Ende doch immer erfolgreich erledigt werden, solange man aktiv zusammenarbeitet . Ich habe dies aber auch immer als zusätzlichen Ansporn sowie als Glücksfall verstanden, weil sich so stets die Chance bot, neue und größere (wichtigere) Projekte zu übernehmen. Als vollwertiges Teammitglied anerkannt zu werden war und ist eine zusätzliche Motivation die ich so aus dem Studium natürlich nicht kannte.

Was war deine spannendste Aufgabe als Praktikant? Gab es auch etwas, das dir weniger gut gefallen hat?

Es fällt mir schwer die Projekte an denen ich mitgearbeitet habe zu gewichten, ich denke das Projekt für das ich mich am meisten verantwortlich gefühlt habe, woran ich auch am längsten gearbeitet habe war die Modellierung der Green Certificate Preise (oder auch Renewable Obligation Certificate) für einzelne Regionen. Diese Zertifikate bekommt man vom Staat für die Erzeugung von Erneuerbaren Energien und kann diese frei vom physischen Produkt, dem Strom, handeln. Auch bei diesem Prozess waren einige Stakeholder involviert, sodass es einerseits darauf ankam den Markt zu verstehen und zu modellieren und andererseits die Ergebnisse zielgerichtet zu kommunizieren.

Ein weiteres spannendes Projekt war die Mitarbeit im Strategy Review Prozess in welchem die Geschäfts-Strategie für E.ON Climate & Renewables überprüft und im falle angepasst wird. Obwohl ich in diesem Projekt einen rein unterstützenden Part hatte, habe ich viel gelernt und es war spannend zu sehen welche Einflussgrößen es zu berücksichtigen gilt. Gerade strategischer Weitblick und das Geschick detaillierte Problemstellungen in wenigen Sekunden erklären zu können waren hier erforderlich.

Was nimmst du persönlich aus dem Praktikum mit? Inwieweit hat es deinen zukünftigen Berufsweg beeinflusst?

Persönlich hat mich das Praktikum auf jeden Fall sehr bereichert. Das Arbeiten in einem ausgezeichnet funktionierenden und sehr internationalen Team bei E.On Climate & Renewables mit so unterschiedlichen Aufgabengebieten (im Strategy, Business & Stakeholder Management Department sind neben der Strategie auch noch die Politik und die interne/externe Kommunikation angesiedelt) war sehr faszinierend. Es war vor allem schön zu sehen wie motiviert und mit wieviel Spaß die einzelnen Teammitglieder trotz ihres oft stressigen Alltags gearbeitet haben. Insgesamt kann man sagen, dass mich insbesondere diese dynamische Kultur beeinflusst hat und ich mir sehr gut vorstellen könnte in solch einer Kultur zu arbeiten.

Als weiteren Vorteil des Praktikums für meinen zukünftigen Berufsweg sehe ich das Knüpfen von Kontakten. Wenn man das Netzwerk nutzt, ist es sehr leicht, Menschen kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Über diese Kontakte konnte ich zum Beispiel für einen Tag die E.ON Energy Trading besuchen und einem Trader bei der Arbeit zuschauen.

Zum jetzigen Zeitpunkt muss ich aufgrund der oben beschriebenen Erfahrungen ganz klar sagen, dass ich mir in meinem späteren Beruf eine ähnliche Tätigkeit im gleichen Umfeld sehr gut vorstellen kann - vielleicht ja sogar bei E.ON! Da ich auf Grund meines erfolgreichen Praktikums in das Praktikantenbindungsprogramm On.Board aufgenommen wurde, bleibe ich in engem Kontakt und werde regelmäßig zu Workshops und Events von E.ON eingeladen. Das hilft sehr in Kontakt zu bleiben!

Was gibst du deinen Nachfolgern mit auf den Weg? Hast du Tipps zur Bewerbung oder zum Arbeiten im Unternehmen?

Für die Bewerbung habe ich keine konkreten Tipps außer dass man möglichst konkret wissen sollte was man will. Dies ist natürlich schwer, man kann sich aber durch Jobmessen, die Unternehmenswebpage (www.eon.com/renewables) usw. informiert, kann man sich bereits ein gutes Bild machen. Hat man den Praktikumsplatz dann ergattert sollte man sich fragen: „Was will ich?“ und „Was möchte ich aus der Praktikumszeit mitnehmen?“ Diese zwei Fragen muss jeder für sich selbst beantworten und seinen Einsatz danach ausrichten.

Wie sah die Betreuung deines Praktikums aus?

Die Betreuung war sensationell, besonders hervorheben möchte ich dass jeder Mitarbeiter, nicht nur im Team, sondern bei ganz E.ON Climate & Renewables jederzeit direkt ansprechbar und sehr hilfsbereit war. Dies war der schnellen Lösung einer Herausforderung oft sehr förderlich. Des Weiteren hatte ich auch ein exzellentes Verhältnis neben der Arbeit zu den Kollegen.

Was sollte man mitbringen, um das Praktikum erfolgreich zu absolvieren?

Erst einmal sollte man interkulturelles Verständnis und Spaß an einem dynamischen Arbeitsumfeld haben. Der Markt der Erneuerbaren Energien ist ein schnell wachsender und es werden Leute benötigt, die "out of the box" denken und den sich immer weiter entwickelnden Markt selbst mitgestalten wollen. Persönliches Engagement und Leidenschaft an der Sache sind hier ganz entscheidend.