Praktikum bei Centro de Educacion Ambiental Lisan Yacu

So wurde Centro de Educacion Ambiental Lisan Yacu von ehemaligen Praktikanten bewertet

  • 7,0h Ø Arbeitszeit
  • 0,- Ø Verdienst
  • 50% Weiterempfehlung
Gesamtwertung 1 Berichte
4,2
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  • » tolles Prakitkum mit vielen Exkursionen und umfangreicher Betreuung! «
    16 Wochen Universitätspraktikum im Jahr 2013

    Ich habe dieses Jahr ein Praktikum in der Regenwaldstation CEA-Lisan Yacu in Tena, Napo Ecuador absolviert und war sehr davion begeistert. Der Praktikumsinhalt entsprach dem, was die Ausschreibung versprach: vierl körperliche Arbeit, insbesondere in Wiederaufforstungen, Anpflanzungen von Edelhölzern und anderen Nutzpflanzen zusammen mit den indigenen Mitarbeitern, aber auch der Lerneffekt kam nicht zu kurz; insbesondere durch das enorme Wissen der einheimischen Bevölkerung bezüglich der vielen Medizinalpflanzen und deren Verwendung, die uns Praktikanten oft beigebracht und erläutert wurden. Auch der vor Ort zuständige Betreuer (ein ehemaliger Praktikant), erläuterte uns bei diversen Exkursionen in die Bergland- als auch Tieflandregenwälder die ökologischen Zusammenhänge und auch die Bewirtschaftungsform der lokalen Bevölkerung. Ich selbst verfasste meine Bachelorarbeit auf der Station, und wurde im Felde, sowie auch im Theoriebereich sehr gut betreut, insbesondere die exquisite kleine Bücherei mit einigen auf der Station verfassten Arbeiten früherer Praktikanten war eine grosse Hilfe für mich, auch durften die Praktikanten Teil haben an den Messungen im Feld und unterstützten mich u.A auch in der Datenauswertung am Computer. Am Wochenende hatten wir stets Zeit, um angebotene Exkursionen in die Umgebung zu Unternehmen, und das zu unschlagbaren Preisen, verglichen mit anderen Reiseagenturen der Stadt Tena . Die Vorbereitung und Durchführung dieser Touren war dabei sehr gut, und man merkte,dass da deutsche Koordination dahinter steckt, denn ich habe nach meinem Praktikum noch schlechte Erfahrungen gemacht bei anderen ecuadorianischen Tourenanbietern, insbesondere was die Organisation und das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft. Wir hatten auch die Möglichkeit, uns Zelte und Ausrüstung auszuleihen und mit einem indigenen Mitarbeiter im Regenwald zu zelten, was eine tolle Erfahrung und zu dem ein wirkliches Abenteuer war. Die Tätigkeiten in den beiden Praktikumsstationen waren abwechslungsreich, natürlich sollte man körperlich fit sein, das tropische Klima geht an die Substanz, obwohl man sagen muss, das auch immer alternative Arbeiten angeboten wurden, und niemand zu schwerer körperlicher Arbeit gezwungen wurde.Unter anderen erhielten wir mehrmals Kurse im Herstellen von Kunsthandwerk aus der Region mit Materialien aus dem Wald, das war für alle Praktikanten sehr interessant und eine willkommene Abwechsung bei den nicht seltenen Regentagen in der Station. Auch gab es einen sehr interessanten, von Praktikanten errichteten, ökologielehrpfad durch den Regenwald, der uns vom deutschen Betreuer erläutert wurde. Die Versorgung in der Station war sehr gut, die indigene Köchin bereitete 3 mal am Tag Mahlzeiten für die Praktikanten vor, auch konnte man mithelfen und mitkochen, und so Kontakt knuepfen, und auch sein spanisch zu festigen. Die Spanischkenntnisse helfen einem in so fern weiter, das man viel mehr an die indigenen Mitarbeiter heranrückt, ich persönlich habe dadurch sehr viele Freundschaften schliessen können, und bin auch heute noch, Monate nach meinem Praktikum in Kontakt mit den Leuten da vor Ort. Es gab zu meiner Zeit aber auch Praktikanten, die fast keine Spansichkenntnisse hatten, trotzdem ein gutes Praktikum absolviere konnten, da die Praktikanten vornehmlich aus dem deutsch-sprachigen raum stammen.

    Insgesamt muss ich sagen, dass das Praktikum mich nachhaltig geprägt und meinen Horizont erweitert hat und ich einen guten Einblick in den tropischen Regenwald, dessen Nutzung und der damit verbundenen Probleme und deren Lösung erhalten habe. Der Praktikumsbeitrag von 360 Euro/ Monat ist natürlich ein Brocken, allerdings, wenn man weiss, das von diesem Beitrag insbesondere die vor Ort arbeitenden, fast ausschliesslich indigenen Mitarbeiter finanziert werden, ist der Beitrag meiner Meinung nach angemessen, das Praktikum kann man sich auch, wie in meinem Fall, problemlos, z.B. beim DAAD, fördern lassen, man bekommt vor dem Praktikum auch einen guten Praktikumsvertrag und danach ein wirklich detailliertes Arbeitszeugnis.

    Ich bedanke mich beim "Lisan-Yacu"-Team für die tolle Zeit, und werde bestimmt mal wieder vorbeischauen, um meine selbst gepflanzten Bäume zu begutachten!