Praktikum bei The Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society

So wurde The Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society von ehemaligen Praktikanten bewertet

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  • » Keine Arbeit und unorganisierte Vorgesetzte, nicht mal für Schülerpraktika geeignet. «
    12 Wochen Hochschulpraktikum im Jahr 2012

    Ich habe vom Oktober 2012 bis Januar 2013 ein Praktikum im Bucerius Institut gemacht und war mehr als enttäuscht. Das Institut besteht im Grunde nur aus einem Büro für die administrative Leitung und einem für die Praktikanten/Innen. Der eigentliche Institutsleiter befindet sich in einem anderen Gebäudekomplex. Die räumliche Trennung ist bezeichnend für die eigentliche Arbeit: Ich habe den Institutsleiter kaum gesehen, konnte mich weder persönlich vorstellen, noch hat er mir Aufgaben übertragen.

    Positiv anzumerken ist, dass das Institut einen Hebräisch-Sprachkurs bezahlt, einen viel Freiraum für die Erkundung Israels lässt - was wirklich ein sehr großes Plus ist, bei diesem vielseitigem Land - und dass die Atmosphäre unter den Praktikanten/Innen und Doktorandinnen mehr als nur freundschaftlich war.

    Bei der eigentlichen Arbeit ist andererseits nichts Positives hervorzuheben: Die administrative Leitung sollte sich, nach Aussagen der Webseite des Instituts, u.a. um die Organisation von Veranstaltungen (Vorträgen, Workshops, Seminare, Konferenzen etc.) kümmern, an denen ich mich zu beteiligen hoffte. Leider wurde - aus welchen Gründen auch immer - in den drei Monaten meines Praktikums kein Event organisiert. Es fanden auch nur wenige statt, die im Vorfeld arrangiert wurden. Dadurch beschränkten sich meine Aufgaben auf das Auflisten der Bücher des Instituts, das Weiterleiten von Dokumenten von a nach b und das Zurückbringen von Büchern in die Bibliothek. Tatsächlich war das Highlight meiner Aufgaben für das Institut Bücher zu kopieren. Nachdem ich im ersten Monat noch regelmäßig nach Arbeit gefragt habe und mir nichts zugewiesen werden konnte, hat sich mein Engagement drastisch reduziert. Andere Aufgaben bezogen sich auf die private Ausstellung der administrativen Leiterin des Instituts. Aufgaben, die aufgrund der schlechten Organisation kaum mehr als Beschäftigungstherapie waren und zu keinem Ergebnis geführt haben. Dass ich für zwei Tage pro Woche einem Partnerinstitut zugeteilt wurde - von dem ich bis zur Bestätigung des Praktikums nichts wusste - trug nicht zur Verbesserung des Praktikums bei. Im Haifa Center for German and European Studies waren die einzigen Aufgaben das Pflegen der Webseite, das Erstellen von Plakaten und das Aufbauen von Buffettischen. Fehlende Kommunikation und Absprache zwischen den Instituten irritierten genauso, wie die unterschwelligen Vorwürfe, dass wir kein Hebräisch beherrschen. Anzumerken ist, dass die Erfahrungen der anderen Praktikanten/Innen nicht ganz so negativ waren, wie meine. Da die wenige Arbeit auf mindestens drei Praktikanten/Innen aufgeteilt wurde, hatte ich das Gefühl, das für mich nichts mehr übrigblieb. So konnten die anderen z.B. einmal im Monat den Newsletter verfassen oder auch den Institutsleiter bei seiner wissenschaftlichen Arbeit unterstützen. Aber selbst mit solchen Aufgaben wäre mir das Praktikum an sich negativ in Erinnerung geblieben. Es war eine enorme Investition, da in Israel beinahe alles wesentlich teurer ist, als in Deutschland - allein die Miete im Studentenwohnheim an der Universität betrug ca. 450€! Geld, das ich nicht noch einmal für eine solch unzureichende berufliche Erfahrung in die Hand nehmen werde.