Pflichtpraktikum suchen und finden

Pflichtpraktikum suchen und finden

Mit dem Lebenslauf gibst du den Personalern einen Überblick über deine bisherige Ausbildung und deine Schwerpunkte.


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Wie der Name schon verrät, ist das Pflichtpraktikum für viele Studiengänge obligatorisch, um am Ende der Studienzeit mit einem Abschlusszeugnis in der Hand dazustehen. Du solltest also rechtzeitig deine Studienordnung durchforsten, um dich nach einem geeigneten Praktikumsplatz umzusehen.

Weil die Pflichtpraktika rechtlich gesehen deiner Ausbildung angehören und kein Arbeitsverhältnis im eigentlichen Sinne darstellen, gibt es besondere Bedingungen, die sich von einem freiwillig organisierten Praktikum abheben. Das heißt aber leider nicht, dass dir die Uni die Suche nach der richtigen Stelle abnimmt. Recherche, Bewerbung und Vorstellungsgespräch musst du wie bei einem üblichen Praktikum selbst in die Hand nehmen.

Freiheiten und Einschränkungen im Pflichtpraktikum

Worin unterscheidet sich ein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums nun eigentlich genau von einem anderweitigen Praktikum? Zunächst einmal muss die Tätigkeit in klarem Zusammenhang mit deinem Studienfach stehen und Ausbildungscharakter haben. Das bedeutet, dass in deiner Studienordnung konkrete Bestimmungen zur Dauer und zu den Inhalten wie z.B. Lernziele des Praktikums, angegeben sind. Wie lange du als Praktikant tätig sein musst, hängt – wie so vieles – von deinem Studiengang ab: Normal sind Beschäftigungen von mehreren Wochen, aber auch ein komplettes Praxissemester ist im üblichen Rahmen.

Weil das Praktikum als Teil der Ausbildung gilt, musst du keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen und bist in der Regel über den Arbeitgeber unfallversichert. Leider besteht in einem Pflichtpraktikum kein Anspruch auf eine Vergütung oder auf Urlaub. Du kannst zwar mit dem Unternehmen andere Vereinbarungen treffen, ein Recht darauf ist dir aber – im Gegensatz zum freiwilligen Praktikum – verwehrt.

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Bekommst du Bafög, solltest du bedenken, dass dein Praktikumsentgelt für die Dauer deiner Tätigkeit auf deine Zahlungen angerechnet wird. Dein Bafög-Anspruch wird also 1:1 um deine Praktikumsvergütung reduziert.

Spaß an der Pflicht

Auch wenn es immer einen schalen Beigeschmack hat, wenn man zu etwas verpflichtet ist, solltest du dein Pflichtpraktikum als Chance begreifen. Nutze die Zeit, um bereits während deines Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln. Dein Lebenslauf und dein zukünftiges Ich werden es dir danken, denn damit erleichterst du dir die spätere Stellensuche.

Hinterlässt du einen guten Eindruck im Pflichtpraktikum, können sich daraus konkrete Karrierechancen entwickeln. Gerade große Unternehmen haben Förderprogramme für ehemalige Praktikanten, die dir weitere Praktika, oder auch feste Anstellungen nach dem Studium bieten können. Außerdem ist die studienbegleitende Art des Praktikums eine erste Möglichkeit, die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen und so selbst zu erfahren, wie sich das eigene Wissen im Studium bereits erweitert hat.