Mobbing

Wird man im Praktikum mit ständigem Psychoterror konfrontiert, der nur das Ziel hat, dich aus dem Betrieb zu ekeln, dann spricht man von Mobbing. Das Streuen von Gerüchten, das Zuteilen von sinnlosen, erniedrigenden Aufgaben und ständige Kritik können typische Beispiele von Mobbing-Attacken sein. Man spricht sowohl von Mobbing, wenn nur eine Person diese Aktionen ausführt, als auch, wenn mehrere Kollegen an den Gemeinheiten beteiligt sind. Als Praktikant kann es vorkommen, dass man sich nicht mit allen Kollegen versteht oder der Chef Bemerkungen macht, die man sich nicht gefallen lassen sollte. Gerade weil man im Praktikum einem ungleichen Machtverhältnis ausgesetzt ist, kann es schnell mal passieren, dass man schnell mal als Witzfigur herhalten muss. Dennoch sollte man aufpassen, dass man nicht überreagiert und jeden frechen Spruch als starken Angriff auf die eigene Person begreift. Mobbing ist ein Verhaltensmuster, eine einmalige unschöne Aktion bedeutet noch nicht gleich, dass du dich als Mobbingopfer fühlen musst. Achte andersherum auch selbst darauf, dass du alle am Arbeitsplatz mit Respekt behandelst. So sehr die Kollegen auch über Macho-Sprüche oder zickige Kommentare auch lachen mögen, für die Bewertung deiner Sozialkompetenz machen sich solche Aktionen nie gut. Lass dich auch nicht von der Gruppendynamik dazu verleiten, weniger beliebte Mitarbeiter herunterzumachen. Was kann man gegen Mobbing tun? Zunächst einmal solltest du keine Angst haben, deinen Praktikumsplatz zu verlieren, wenn du dich wehrst. Häufig hilft es schon, wenn du aus der Opferrolle ausbrichst und dich nicht von den Schikanen der anderen beeindrucken lässt. Sollte das Mobbing von Kollegen ausgehen, dann ist der Vorgesetzte ein erster guter Ansprechpartner. Bist du Student und es handelt sich um ein Pflichtpraktikum, solltest du in schweren Fällen auch auf das Career Center deiner Uni zurückgreifen, hier kann man dir sicherlich Praxistipps und Unterstützung bieten.