Dissertation

Für die meisten ist die Phase der Hochschulbildung mit dem Studienabschluss beendet, doch vielleicht hast du ja mal darüber nachgedacht neben dem Diplom-, Master- oder Bachelorabschluss noch einen „Doktor“ dranzuhängen? Um den Doktortitel zu erlangen, musst du eine Dissertation, auch Doktorarbeit genannt, schreiben. Die Dissertation wird an einer Hochschule bzw. Fachhochschule mit Promotionsrecht verfasst und schließt neben der schriftlichen Arbeit eine mündliche Prüfung ein. Der Doktortitel wird in der Regel nach Veröffentlichung der Dissertation verliehen. Um eine Dissertation zu schreiben, musst du über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen. In der Zeit der Anfertigung der Dissertation wird man als Doktorand, Dissertant oder Promovend bezeichnet. Die Dissertation kann eine theoretische Befassung mit einem Forschungsthema sein, oder auf empirischen Untersuchungen aufgebaut werden. Sie muss neue Erkenntnisse zu einer Forschungsfrage enthalten und methodisch korrekt durchgeführt sein. Die Textmenge der Dissertation ist nicht einheitlich vorgegeben und kann zwischen 150 bis 500 Seiten schwanken. Das Gleiche gilt ebenso für den zeitlichen Rahmen der Arbeit. Für die Themenrecherche eignet sich beispielsweise ein Praktikum. Dort kann man herausfinden welche Themen forschungsrelevant sind und sich die nötigen Vorkenntnisse aneignen. Beurteilt wird die Dissertation von einem Ausschuss der Fakultät nach Vorgehensweise der jeweiligen Promotionsordnung. Nach der Prüfung wird die Annahme oder Ablehnung beschlossen, bei Annahme werden zwei Gutachten angefertigt und eine Note bestimmt. Nach der Benotung folgt die mündliche Prüfung, die Disputation, bzw. Defensio also Verteidigung der Arbeit. Diese besteht aus einem öffentlichen und ca. 20 bis 30 minütigen Vortrag sowie einer einstündigen Diskussion. Wusstest du schon, dass die Diskussion um die „Generation Praktikum“ 2011 mit einer Dissertation untersucht wurde?