Diplomarbeit

Der häufigste akademische Grad in Deutschland ist das Diplom, der besonders in den Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften eine Rolle spielt. Für den Titel kommt man neben anderen Studienleistungen um das Schreiben der Diplomarbeit nicht herum. Genau wie andere Abschlussarbeiten soll man als Student mit der Diplomarbeit beweisen, dass man ein Problem wissenschaftlich bearbeiten kann. Üblicherweise muss man dafür 100-150 Seiten nach Vorgaben formatierten Text verfassen. Im Gegensatz zur Doktorarbeit muss die Diplomarbeit kein Forschungsneuland betreten, sondern kann sich auch mit bereits bekannten Ergebnissen befassen. Viele Unternehmen bieten an, die Diplomarbeit mit Praxisbezug während eines Praktikums zu verfassen. Je nach Arbeitgeber wird dem Praktikanten dabei das Thema entweder vorgegeben oder gemeinsam mit dem Arbeitgeber ausgearbeitet. Eine betriebliche Diplomarbeit bietet dir den Vorteil, dass du an einem konkreten Projekt arbeitest und während des Schreibens als Praktikant das Unternehmen kennen lernen kannst. Zudem hast du eine sehr persönliche Betreuung. Oft ist es schwer die Diplomarbeit mit einer Nebenbeschäftigung zu vereinbaren, ein weiterer Vorteil ist daher der, dass man als Praktikant in der Regel eine Vergütung erhält. Bringst du dich ins Unternehmen ein und fertigst eine aussagekräftige Arbeit an, ist auch oft eine Übernahme drin. Kann ein Unternehmen trotz guter Leistung keine Festanstellung bieten, hast du dennoch eine wertvolle Referenz und neue Kontakte geknüpft. Im Zuge der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen verschwinden das Diplom und die Diplomarbeit langsam und werden durch die Masterarbeit ersetzt.