BAföG

Anders als bei einem Praktikum, wird man während des Studiums nicht bezahlt, sondern ganz im Gegenteil, es fallen hohe Kosten an. Wer diese nicht privat tragen kann, also durch Unterstützung der Eltern, Jobs oder mit Erspartem, hat die Möglichkeit sich staatlich unterstützen zu lassen. Bekanntestes Mittel dafür ist das BAföG. Genaugenommen ist BAföG das Kürzel für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, das die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten regelt. Umgangssprachlich ist mit BAföG die Förderung gemeint, die sich aus dem Gesetz ergibt. Die Förderung erfolgt in Form eines Studienkredits, der in monatlichen Raten an den Studenten ausgezahlt wird und deine Lebenskosten während des Studiums decken soll. Im Anschluss an dein Studium muss der Kredit komplett oder in Teilen zurückgezahlt werden. Das BAföG ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. So ist der Kredit kein einheitlicher Betrag, die Höhe der monatlichen Auszahlungen wird nach dem Bedarf geregelt. Um zu berechnen wie hoch dein Bedarf ist, muss das Einkommen und Vermögen deiner Familie dargelegt werden. Grund ist die Regelung, dass die Familie solange unterhaltspflichtig ist, bis der Bildungsweg abgeschlossen ist oder man sein 25. Lebensjahr vollendet hat. Das BAföG stockt demnach den Betrag auf, den die Familie nicht finanzieren kann. Während man BAföG bezieht, ist es dennoch erlaubt, eine Nebeneinnahme zu besitzen. Diese darf aber die 400 Euro-Grenze nicht überschreiten. Somit ist es möglich Nebenjobs oder Praktika auszuführen ohne das BAföG gestrichen zu bekommen. Verdient man mehr als 400 Euro, wird das BAföG entsprechend gekürzt. Dies sollte demnach unbedingt vor Antritt des Praktikums oder Jobs geklärt werden.