Praktikum in den USA

Deine Weltreise startet hier!

Wähle ein Land für dein Auslandspraktikum und erfahre mehr über Lebensart und Sitten, erhalte Insider-Tipps, stöbere in Erfahrungsberichten und finde ein Unternehmen für dein Praktikum in der Fremde.

USA-Flagge
USA
  • Einwohner: 311 Millionen
  • Amtssprache: Englisch
  • Hauptstadt: Washington D.C.
  • Währung: US-Dollar
  • Zeitzone: UTC-5 bis UTC-10
  • Telefonvorwahl: +1

Praktikum in den USA

Mit einem Praktikum in den USA schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Du sammelst berufliche Erfahrung, mit der du deinen Lebenslauf aufpeppen und spätere Arbeitgeber beeindrucken kannst, und hast zugleich die Möglichkeit, einmal den „American Way of Life“ hautnah zu erleben. Aber wie organisiert man ein Auslandspraktikum? Was gibt es alles zu beachten? Bei uns findest du alle Informationen, die du für die Planung eines Praktikums in den USA benötigst!

Hast du mal versucht die USA mit einem Satz treffend zu beschreiben? Es ist eine Aufgabe, die kaum zu lösen ist, denn nur wenige Länder vereinen so viele Gegensätze wie die Vereinigten Staaten. Zu jedem Klischee gibt es ein Gegenklischee. Da gibt es LA, mit dem schillerndem Hollywood, der Ort an dem Blockbuster produziert werden und an dem sich die VIP´s und Superreichen tummeln. Weitaus bodenständiger geht es dagegen in den ländlichen Staaten wie Texas oder Ohio zu. Dann die Megametropole New York – die Stadt die niemals schläft - die mit der Wallstreet einen der bedeutendsten Finanzmärkte der Welt besitzt. Dort leben einige der einflussreichsten Menschen der Welt – gleich neben denen, die noch ganz am Beginn des „american dreams“ stehen und sich mit fünf Jobs oder einem Praktikum in den USA durchs Leben kämpfen. Kein Wunder, dass hier sämtliche Kulturen und Einstellungen aufeinanderprallen.

„The American Way of Life“

Polaroid usa football

Die Vielfalt und Gegensätzlichkeit zeigt sich auch an dem Musikgeschmack der Amerikaner. Nicht nur Rock, Pop und Hip Hop finden in der Heimat von MTV große Beachtung, auch Country Music und Jazz sind dort sehr beliebt. Es ist also egal, welchen Musikgeschmack du bevorzugst, die USA werden jedem Praktikanten gerecht. Religion spielt in den USA ebenfalls eine große Rolle. Natürlich herrscht auch hier eine große Vielfalt – in einem Punkt ist man sich jedoch einig – 95% der US-Amerikaner geben an, an Gott zu glauben.

 Die Nationalsportarten der USA sind American Football, Baseball und Basketball. Aber auch unzählige weitere Sportarten finden große Aufmerksamkeit. Sogar Fußball wird immer beliebter- nicht zuletzt aufgrund des guten Abschneidens bei der WM 2010. Der Besuch mindestens eines Sportevents sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Praktikanten gehören.

Sich eine Meinung über die USA zu bilden, ist also gar nicht so einfach. Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Steig in den Flieger und erlebe Amerika hautnah!
Wer ein Praktikum in den USA plant, sollte sich vorher ganz genau über die Einreisebestimmungen informieren. Sowohl Praktika als auch Ferienjobs im Rahmen eines „work and travel“ Aufenthaltes sind leider nur für Studenten oder Auszubildende möglich. Für Abiturienten gibt es die Alternative der Freiwilligenarbeit. Du bist Student oder Azubi? Dann kann es ja losgehen mit der Planung fürs Auslandspraktikum!

Das Visum - oder auch der Passierschein A38

 Die Beantragung des Visums kommt manchen vielleicht vor, wie Asterix´ Versuch den Passierschein A38 zu bekommen. Damit du nicht verrückt wirst, erklären wir die Organisation Schritt für Schritt.

Die Planung sollte folgendermaßen aufgeteilt werden:

  • Zunächst wird eine Austauschorganisation bzw. ein „legal sponsor“ gesucht.
  • Dann wird in Eigeninitiative oder in Zusammenarbeit mit der Organisation eine Praktikumsstelle organisiert.
  • Danach bescheinigt die Organisation bzw. der „legal sponsor“ mit dem DS-2019 Dokument, dass du zur Einreise berechtigt bist.
  • Dieses Dokument wird beim US-Konsulat eingereicht, um das J1-Visum zu beantragen

Der „Legal Sponsor“

Da die Beantragung des Visums für dein Praktikum in den USA nicht ganz unkompliziert ist, sollte dies frühzeitig angegangen werden. Praktika fallen in den USA in die Rubrik „educational and cultural exchange“, es wird daher das „exchange visitor visa“ (J-1 Visum) benötigt. Dieses bekommt man nicht auf direkten Weg beim US-Konsulat, zuerst ein sogenannter „legal sponsor“ muss eine Prüfung durchführen und bestätigen, dass die Einreise „unbedenklich“ ist. Der Sponsor stellt dann das Vordokument DS-2019 aus und übernimmt die Bürgschaft gegenüber den US-Behörden. Damit ist der Sponsor für die Organisation und Durchführung verantwortlich. In der Regel fungieren Austauschorganisationen wie travelworks, Inwent, stepin usw. als Sponsor. Diese nehmen in der Regel ca. 500 Euro für ihr Sponsoring, plus der Gebühren für ergänzende Angebote. Zu den Leistungen, die sie bringen müssen gehören:

  • Die schriftliche Bestätigung über die Entlohnung
  • Einschätzung der Lebensunterhaltungskosten
  • Ein Traineeplan mit den Lernzielen und Bestandteilen des Programms
Zudem müssen sie den US-Behörden gegenüber Angaben über den Antragssteller und das Programm, über die Dauer des Aufenthaltes und über die Finanzierung machen.

Es gibt aber auch einige US-Unternehmen bzw. deutsche Partner sowie Universitäten, die als „legal sponsor“ fungieren. Bist du Student, sollte deshalb der erste Weg für einen Praktikumsplatz in den USA zu deiner Uni gehen.

Auch die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) - bei der Bundesanstalt für Arbeit kann eine Anlaufstelle sein. Die ZAV arbeitet mit Austauschorganisationen zusammen und bietet deren Programme für Studierende und Berufstätige an. Auch eine Stellenvermittlung kann über sie möglich sein.

Der Kontakt zu dem Sponsor sollte 6 bis 8 Monate bevor du ins Praktikum in den USA startest aufgenommen werden.

Live the American Dream - Die Stellensuche

 Hat man einen Sponsor gefunden, kann nach der Praktikumsstelle gesucht werden. Die Zusage sollte ca. drei Monate vor Antritt vorliegen.

Um einen Praktikumsplatz in den USA zu finden, sind zwei Wege üblich. Entweder sucht man über die Branchenverzeichnisse passende Unternehmen und kontaktiert diese initiativ oder man durchforstet die Jobbörsen.

Schau doch mal in unsere Top 10 der größten US-amerikanischen Unternehmen!


How to make it in America - Bewirb dich!

Polaroid usa newyork

Eine Bewerbung besteht in den USA aus zwei Teilen, dem Anschreiben (Cover Letter) und dem Lebenslauf (Resume). So wie es mittlerweile auch hier üblich ist, wird beim Lebenslauf anti-chronologisch vorgegangen. Achte bei der Angabe deiner Abschlüsse auf eine richtige Übersetzung! Auch das Datum sollte in amerikanischer Schreibweise sein (z.B. 1st July 2011). Angaben zum Familienstand oder zur Religionszugehörigkeit werden in den USA nicht gemacht. Auch wenn die Bewerbung keine Zeugnisse und Referenzen enthält, sollte sie einen Hinweis enthalten, dass diese nachgereicht werden können. Im Anschreiben macht es einen guten Eindruck, wenn der Ansprechpartner direkt angesprochen wird. Wie in jeder guten Bewerbung sollte dem Arbeitgeber klar gemacht werden, warum du dich für dieses Praktikum in den USA beworben hast und was dich qualifiziert. Die Abschiedsfloskel „mit freundlichen Grüßen“ wird mit „yours sincerely“ übersetzt.

Wenn du noch weitere hilfreiche Tipps für die Praktikumsbewerbung haben möchtest, schau doch mal in unsere Rubrik Tipps für deine Bewerbung.

War deine Bewerbung erfolgreich, heißt es nun das DS-2019 Dokument zu beantragen und dieses bei dem US-Konsulat einzureichen. Dafür muss ein persönliches Interview stattfinden. Die Standorte sind Frankfurt, Berlin und München. Zur Terminvereinbarung kann man sich online auf der Homepage der diplomatischen Vertretung der USA in Deutschland registrieren.

I need a dollar dollar, a dollar is what I need...

Polaroid usa hawaii

Ob ein Praktikum in den USA bezahlt wird oder nicht, hängt vom Arbeitgeber und von deinem Verhandlungsgeschick ab. Bei einem vergüteten Praktikum ist ein Gehalt um die 1000 Dollar monatlich möglich. Hast du ein Gehalt zur Verfügung, kannst du davon - zumindest teilweise - deinen Lebensunterhalt bezahlen. Wie auch bei uns, sind die Mietpreise in den Städten deutlich höher als in den Außenregionen (ein Zimmer in New York kann gut 1000 Dollar kosten). Informiere dich daher am besten frühzeitig über die Mietpreise in deiner Wunschregion!

Eine gute Wohnmöglichkeit bieten auch Hostels. Diese kosten durchschnittlich 30 Dollar die Nacht.

Die Lebensmittel sind in den Vereinigten Staaten meist günstiger als in Deutschland, für Alkohol und Zigaretten muss man dagegen als Praktikant in den USA tiefer in die Tasche greifen. In deiner Kostenrechnung sollten auch Freizeitgestaltung und Transportkosten Platz finden.

  • An- bzw. Abreise
  • Visumsgebühren
  • Unterkunft
  • Lebensunterhaltungskosten für Lebensmittel, Fahrtickets, Freizeitgestaltung, Telefonkosten usw....
  • Auslandskrankenversicherung und ggf. Zusatzversicherungen
  • Ggf. Vermittlungsgebühren bei Beauftragung einer Agentur
Informationen über die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung findest du hier.

"Get your kicks on Route 66" - Letzte Schritte

Polaroid usa route66

 Du hast einen Praktikumsplatz, das Visum, eine Unterkunft und deine Flugtickets in der Tasche? Dann brauchst du nur noch ein paar letzte Dinge zu beachten, damit dein Auslandspraktikum ein voller Erfolg wird!

Eine Auslandskrankenversicherung ist Pflicht, in den meisten Fällen ist sie in den Programmen der Organisationen mit inbegriffen. Gegebenenfalls lohnen sich auch weitere Zusatzversicherungen.

Wie in den meisten Ländern wird der Studentenausweis nicht überall akzeptiert, daher solltest du einen internationalen Studentenausweis beantragen, damit du als Praktikant in den USA nicht auf die vielen Rabatte verzichten musst.

Wer in Deutschland den Führerschein gemacht hat, ist auch in den USA für ein Jahr zum Autofahren berechtigt. Allerdings musst du vorher den internationalen Führerschein beantragen. Dieser gilt dann zusammen mit dem Original. Führe also immer beide Ausweise mit dir.

Oft gibt es in Firmen Dress-Codes. Damit du von Beginn an im Praktikum einen guten Eindruck machst, solltest du dich bei deinem Arbeitgeber über Kleidungsvorschiften informieren.

Lass dich am besten noch einmal ärztlich durchchecken, bevor du zu einem längeren Auslandsaufenthalt aufbrichst.

Um einige Dinge kannst du dich getrost in den USA kümmern.

Dazu gehört die Eröffnung deines Kontos. Das übliche Konto für Praktikanten in den USA ist der „Checking Account“, mit diesem erhält man eine Debit Card, mit der man, wie mit der EC Karte, überall bezahlen und Geld am Bankautomaten abheben kann. Das Gehalt wird üblicherweise in Checks gezahlt, iese diese können dann bei der Bank aufs Konto gebucht werden.

Um Telefonkosten zu sparen, sollte man sich eine amerikanische Prepaid-Karte zulegen. Zum einen, damit du auch für deinen Arbeitgeber und deine Freunde (die du in den USA schnell finden wirst) erreichbar bist, zum anderen hat sie den Vorteil, dass man dich mit Vorwahlen, wie beispielsweise der 01054, für wenige Cent die Minute aus dem deutschen Festnetz anrufen kann. So kannst du ohne Angst vor immensen Telefonrechnungen ausführlich von deinen Praktikumserlebnissen erzählen.

Dir brummt der Schädel bei so vielen Dingen die man im Kopf haben muss? Dann lehn dich jetzt zurück und amüsiere dich über unsere Top 10 der Dinge, die du noch nicht über die USA wusstest

...und dann kann es endlich losgehen mit dem Praktikum im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Have a nice time!