Praktikum in der Schweiz

Deine Weltreise startet hier!

Wähle ein Land für dein Auslandspraktikum und erfahre mehr über Lebensart und Sitten, erhalte Insider-Tipps, stöbere in Erfahrungsberichten und finde ein Unternehmen für dein Praktikum in der Fremde.

Schweiz-Flagge
Schweiz
  • Einwohner: 8.014 Millionen
  • Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
  • Hauptstadt: Bern
  • Währung: Schweizer Franken
  • Zeitzone: UTC+1 - UTC+2
  • Telefonvorwahl: +41

Praktikum in der Schweiz

Es gibt viele Gründe, die für ein Auslandspraktikum sprechen. Man peppt seinen Lebenslauf auf, lernt, wie es ist unabhängig zu sein, und kann gleichzeitig ein neues Land erkunden. Ein Praktikum in der Schweiz bietet sich besonders an. Namhafte Unternehmen bieten ein breites Spektrum an Arbeitsplätzen. Von Industrie über Bankwesen bis zum Tourismus – es gibt zahlreiche Möglichkeiten und kaum eine Branche in der die Schweiz nicht vertreten ist. Der Lebensstandard ist hoch, kein Wunder – die Schweiz gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt.

Wie aber organisiert man nun ein Praktikum in der Schweiz? Lies weiter und erfahre bei uns alle nötigen Tipps und Tricks, die du für dein Praktikum auf neutralem Boden brauchst. Wer schon mal in der Schweiz war, wird es gemerkt haben: Das Leben dort ist teuer. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Wirtschaft boomt und dementsprechend hohe Löhne gezahlt werden können. Uns kommen die Preise dort entsprechend überzogen vor, die Schweizer aber können‘s sich halt leisten. Mit ihrem hohen Lebensstandard hat sich die Schweiz zu einem der Lieblingsziele für Auswanderer – aber auch für Praktikanten entwickelt. Aber was erwartet einen außer hohen Preisen?

Auf den Spuren von Heidi

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Neutral ist der Schweizer - auch wenn über 60% Deutsch, 20% Französisch aber nur ca. 6,5% Italienisch bzw. 0,5% Rätoromanisch sprechen, gelten alle Sprachen gleichermaßen als Amtssprachen. Das Kennzeichen CH steht übrigens für die lateinische Übersetzung – natürlich, um keine der Amtssprachen zu bevorzugen.

Die Schweizer sind nicht nur neutral, sie sind auch fleißig. Eine Arbeitswoche orientiert sich eher an einer 42, statt an unserer typischen 40 Stunden Woche - das gilt auch für Praktika in der Schweiz. Dennoch wissen sie ihre Freizeit zu genießen. Schweizer gehen gern ins Kino, Theater und Restaurant, lesen, shoppen und mögen Sportveranstaltungen. Fußball zum Beispiel. Das „Wunder von Bern“ ist vielen noch heute im Gedächtnis.

Auch wenn die Schweizer Nationalelf nicht so erfolgreich wie Brasilien, Spanien oder natürlich Deutschland ist, Fußball hat dennoch eine lange Tradition in der Schweiz. Nicht umsonst liegt der Sitz der FIFA in Zürich und die UEFA in Nyon. Über einen zweiten Platz bei den Olympischen Spielen 1952 sind sie dennoch nie hinweg gekommen.

Die sportlichen Aushängeschilder sind Tennisspieler Roger Federer, Skispringer Simon Amman und Radfahrer Fabian Cancellara.

Zum Thema Musikstars aus der Schweiz fällt einem höchstens DJ Bobo ein. Da wundert es einen, dass die Schweiz das Land mit den weltweit meisten Open-Air Events ist. In Zürich findet beispielsweise jährlich die Street-Parade statt. Sie ist die zweitgrößte Technoveranstaltung der Welt.

Die Schweiz hat für Praktikanten also viel zu bieten und das alles vor einer tollen Kulisse aus Seen und Bergen. Da kann man es kaum erwarten, mit der Planung anzufangen.



Bewerben - aber wo?

Polaroid schweiz kuh

Die Stellensuche für einen Praktikumsplatz in der Schweiz läuft nicht viel anders als gewohnt ab. Kannst du das Praktikum nicht über die Universität organisieren, solltest du am besten sämtliche Stellenanzeigen in Zeitungen und Online-Portalen durchforsten - oder du bewirbst dich initiativ bei den Unternehmen.

Hier gibt es interessante Jobangebote:


Eine Top 10 der größten Schweizer Unternehmen findest du hier!

Eine andere Möglichkeit ist die der Jobvermittlung. In der Schweiz ist es sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer üblich, ein Vermittlungsbüro zu beauftragen. Positiv ist, dass dies für den Arbeitnehmer kostenlos ist.

Hier findest du Adressen der Schweizer Agenturen.

Sind interessante Stellen gefunden, heißt es nun: Bewerben! Das Gute ist, dass die deutsche Bewerbung der Schweizer Bewerbung entspricht. Man sollte allerdings darauf achten, dass man die richtige Sprache wählt, die in dem Ort, in dem man sich bewirbt, gesprochen wird.

Schau doch mal in unsere Rubrik Tipps für deine Bewerbung!

Aufenthaltsregelungen, Unterkunft, Kosten und Co.

Polaroid schweiz bern

Für einen Aufenthalt, der länger als 3 Monate dauert, wird die sogenannte Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L EG/EFTA) des kantonalen Migrationsamt benötigt. Voraussetzung ist ein Arbeitsvertrag über 3–12 Monate, bei kürzeren Aufenthalten reicht eine Anmeldung.

Die Schweiz gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, wodurch die Lebenskosten für uns Nicht–Schweizer ganz schön happig sind. Gerade die Mieten und Lebenskosten übersteigen unsere deutlich. Andersherum sind aber auch die Verdienstmöglichkeiten im Praktikum in der Schweiz besser. Bei der Praktikumssuche sollte daher miteinbezogen werden, dass entweder die Unterkunft gestellt wird oder das Gehalt den Lebenskosten entspricht.

Wird die Unterkunft nicht gestellt, haben wir hier ein paar Links, die die Suche erleichtern sollen:


Wie auch die Jobvermittlung ist die Wohnungsvermittlung in der Schweiz kostenlos.

Da die Schweiz kein EU-Mitglied ist, ist es nötig eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich bei der Finanzierung des Auslandspraktikums Unterstützung zu verschaffen.

Wissenswertes

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 Telefonieren im Ausland kann schnell zur Kostenfalle werden, es empfiehlt sich daher immer, eine inländische Sim-Karte zu besorgen. Ein guter Tipp sind Vorwahlen wie beispielsweise die 01054, mit denen sich ausländische Handys aus dem deutschen Festnetz für Cent Beträge anrufen lassen.

Ohne Konto kommt man im Ausland selten weit, man sollte sich daher schon im Vorfeld informieren, bei welchem Institut man ein günstiges (besser noch kostenloses) und befristetes Konto eröffnen kann und wie lange die Bearbeitungsfristen sind. Einige deutsche Banken bieten kostenloses Abheben von Bargeld im Ausland an (Deutsche Bank, DKB), allerdings wird das Konto auch für Gehaltsüberweisungen für deinen Praktikumsplatz in der Schweiz benötigt. Man kommt daher selten um die Eröffnung eines Schweizer Kontos drumherum.

Um als Praktikant in der Schweiz mobil zu sein, hat man verschiedene Möglichkeiten. Möchte man auf sein Auto nicht verzichten, sollte man sich vorher gründlich über Versicherung, Verkehrsordnung und Co. Informieren.

Als Fahrradfahrer benötigt man eine Vignette, die überall für 7 CHF erhältlich ist. Die Vignette regelt den Versicherungsschutz (Haftpflicht und Diebstahl). Wird man ohne Vignette erwischt, wird das mit einem Bußgeld von 40 CHF bestraft.

Bei öffentlichen Verkehrsmitteln gilt das Gleiche wie in Deutschland, mit Monatskarten wird es billiger.

Alle Tipps gelesen? Dann kann es ja losgehen mit dem Praktikum in der Schweiz auf den Spuren von Heidi und dem Almöli. Bevor es losgeht, solltest du dir unbedingt noch unsere Top 10 der Dinge, die du noch nicht über die Schweiz wusstest anschauen!

Gute Reise! Bon Voyage! Buon viaggio! Bun viadi!