Praktikum in Afrika

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Wähle ein Land für dein Auslandspraktikum und erfahre mehr über Lebensart und Sitten, erhalte Insider-Tipps, stöbere in Erfahrungsberichten und finde ein Unternehmen für dein Praktikum in der Fremde.

Afrika-Flagge
Afrika
  • Einwohner: 1 Milliarde
  • Amtssprache: Französisch, Englisch, Portugiesisch uvm.
  • Hauptstadt: -
  • Währung: zahlreiche
  • Zeitzone: GMT -1 bis GMT +4
  • Telefonvorwahl: +20 bis +27

Praktikum in Afrika

Ein Auslandspraktikum zu organisieren, ist immer eine große Herausforderung, besonders dann, wenn das Praktikum auf einem Kontinent stattfinden soll, der sich facettenreich ist wie Afrika. Wer sein Afrikapraktikum bereits hinter sich hat, der berichtet zumeist von einer Welt, die so anders ist, als unsere. Von Waisenhäusern ohne fließendem Wasser, Schulen und Krankenhäusern, die noch in der Entstehungsphase sind, aber auch von einer bunten, aufgeschlossenen und lebensfrohen Kultur, einer spektakulären Natur und unvergesslichen Eindrücken. Und genau das, macht auch den Reiz aus – dort zu helfen, wo man gebraucht wird und gleichzeitig eine neue, unbekannte Kultur kennenzulernen.

Möglichkeiten, in Afrika tätig zu werden, gibt es viele, angefangen bei Freiwilligenarbeit in Schulen, Waisen- und Krankenhäusern, über Forschungsarbeit in Universitäten, Entwicklungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen, bis hin zu betrieblichen Praktika, beispielsweise in der Metropole Kapstadt. Bei uns bekommst du umfassende Informationen über die verschiedenen Bereiche, in denen du ein Praktikum in Afrika machen kannst.

Praktikum in Südafrika - Die Regenbogennation

Polaroid afrika tansania

Südafrika ist schon lange kein Schwellenland mehr, in den 60er und 70er Jahren entwickelte es sich zu einem wohlhabenden Industriestaat mit stabiler Regierung und wird seitdem zur sogenannten Ersten Welt gezählt. Aufgrund seines hohen wirtschaftlichen Niveaus, sind in Südafrika Praktika in nahezu allen Branchen und Bereichen möglich. Zu den größten Städten zählen neben Kapstadt, Durban und Johannesburg auch Port Elizabeth (the Windy City bzw. the Friendly City) und Pretoria.

Wer einmal Südafrika besucht, dessen erste Anlaufpunkte sind traditionell das Kap der Guten Hoffnung und der Tafelberg in Kapstadt. Aber auch Durban zieht mit seinen Traumstränden, dem subtropischen Klima und dem größten Hafen des Landes viele Besucher an. Atemberaubend ist aber nicht nur die spektakuläre Natur des Landes, denn kaum ein anderes Land der Welt hat eine derart bunte Kultur wie Südafrika. Nicht umsonst wird Südafrika auch als „Regenbogennation“ bezeichnet. Nicht der schlechteste Ort für ein Praktikum, oder?

Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Afrikanisches Sprichwort)

Polaroid afrika stummelaffe

Schritt 1: Bewirb dich um einen Praktikumsplatz
Nicht immer ist es nötig, eine Vermittlungsagentur zu beauftragen, denn zum einen bieten viele deutsche Firmen Praktika in Südafrika an und zum anderen lohnt sich ein Blick in die verschiedenen Jobbörsen. Wirf doch mal zur Inspiration einen Blick in unsere Top 10 der größten Unternehmen Afrikas.

Sind interessante Unternehmen beziehungsweise Praktikumsstellen gefunden, wird eine Bewerbung, bestehend aus Anschreiben und tabellarischen Lebenslauf, angefertigt. Am besten verfasst man die Bewerbung in der Landessprache. Praktika sind in Afrika weniger verbreitet als in Deutschland, man sollte daher klarmachen, welchen Nutzen der Arbeitgeber durch den Praktikanten hat. Erhält man eine Zusage, ist es wichtig eine Bestätigung auf dem Firmenpapier des Unternehmens einzufordern.

Schritt 2: Besorg dir ein Visum
Je nach Dauer und Art des Praktikums, benötigt man ein Visum. Welches das richtige ist, das erfährt man auf der Seite der Südafrikanischen Botschaft. Generell sind unbezahlte Praktika bis 3 Monate ohne Visum möglich, es reicht ein gültiger Reisepass aus. Bei Vorlage am Flughafen wird ein Touristenvisum ausgestellt. Aber Achtung, wer länger bleibt und kein Visum beantragt, muss mit Geldstrafen rechnen.

Längere, unbezahlte Praktika, kann man ausschließlich im Rahmen eines universitären Pflichtpraktikums machen. Wer jedoch ein bezahltes Praktikum nachweisen kann und unter 25 Jahre alt ist, kann eine Aufenthaltsgenehmigung im Rahmen eines Arbeitsaustauschprogramms (exchange work permit) für bis zu 1 Jahr erwerben.

Den Antrag gibt es hier: Exchange Permit

Hier geht's zur südafrikanischen Botschaft: Südafrika.org

Schritt 3: Die eigenen 4 Wände
Ob man sich in einem fremden Land wohlfühlt oder nicht, hängt nicht zuletzt von der Unterkunft ab. In Südafrika zählen WGs, Backpackers bzw. Hostels und Gastfamilien zu den bevorzugten Wohnformen. Welche die richtige ist, hängt vor allem von den eigenen Ansprüchen ab. Der Vorteil einer WG oder Gastfamilie ist der, dass man gleich Leute kennenlernt und von deren Wissen profitieren kann. Auch in einem Backpacker Hostel lernt man schnell Leute kennen, allerdings sind viele von ihnen auf der Durchreise, wodurch die Bekanntschaften kurzweiliger sind.

Egal für welche Wohnform man sich entscheidet, es empfiehlt sich immer, seine Wohnung erst vor Ort zu mieten. Auf der Plattform http://capetown-westerncape.gumtree.co.za/ kann man vorab recherchieren, welche Wohnungen interessant sind und sich einen Überblick über den Immobilienmarkt verschaffen. Sucht man sich für die ersten Tage ein Hostel, kann man vor Ort die Wohnungen oder WGs besichtigen. Steht man vor Abschluss eines Mietvertrags gilt es, die wichtigsten Dinge zu überprüfen. Welche Leistungen sind in der Miete enthalten? Gibt es eine Kaution/kann man mit der Rückzahlung rechnen? Wird die Wohnung zum lokalen Preis angeboten (Deutsche zahlen häufig mehr)? Je nach Anspruch (ob WG-Zimmer oder eigene Wohnung usw.) liegen die Mietpreise zwischen 250 und 500 Euro im Monat.

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern. (Sprichwort aus Tansania)

Polaroid afrika freiwilligenarbeit

 In kaum einem Land ist Freiwilligenarbeit so notwendig wie in Afrika. Vorab ist es wichtig zu wissen, dass die verschiedenen afrikanischen Staaten auf völlig unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen. Während in einigen Ländern fließendes Wasser bis heute nicht selbstverständlich ist, nähern sich andere Länder unserem Lebensstandard immer weiter an. Südafrika hat es bereits geschafft und zählt zur „Ersten Welt“.

Geht man im Rahmen von Freiwilligenarbeit nach Afrika, visiert man tendenziell die ärmlicheren Regionen an, in denen das Ziel der Ausbau von Schulen, Waisen- und Krankenhäusern ist. Regionen wie Ghana, Tansania, Kenia, Burkina Faso, Gambia, Namibia, Mosambik und Kamerun werden daher besonders stark durch freiwillige Helfer und Praktikanten unterstützt.

Die Schwerpunkte der Freiwilligenarbeit liegen auf den sozialen und medizinischen Bereichen und beinhaltet Aufgaben wie der Betreuung und dem Unterrichten von Kindern, der Mithilfe in zivilen Organisationen, der Unterstützung der medizinischen Versorgung, sowie HIV-Vorsorge/Behandlung. Daneben gibt es Natur-und Tierschutzprojekte, die ebenfalls motivierte Helfer benötigen.

Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt. (Sprichwort aus Uganda)

Natürlich warten bei einem Praktikum in Afrika völlig andere Herausforderungen als in westlichen Ländern. Wer plant als freiwilliger Helfer nach Afrika zu gehen, der sollte dementsprechend besonders weltoffen und in der Lage sein, Negativerfahrungen wegzustecken. Zudem wird von den freiwilligen Helfern ein hohes Maß an Empathie gefordert. Die kulturellen Unterschiede sind groß, dennoch ist es falsch davon auszugehen, dass man seine Kultur auf das Ankunftsland übertragen kann. Vielmehr muss man sich selbst den örtlichen Gegebenheiten sowie der Kultur und Mentalität anpassen. Man wird überrascht sein, wie positiv, bunt und fröhlich die afrikanische Lebensart sein kann.

Auch wenn man in das Land geht, um zu helfen, letztendlich ist man selbst derjenige, der am meisten dazugelernt hat.

Nicht nur eine gewisse mentale Stärke ist die Voraussetzung eines Praktikums oder Freiwilligenarbeit in Afrika. Möchte man beispielsweise Unterrichten oder Kinder betreuen, ist es von großem Vorteil, wenn man entsprechende Vorkenntnisse mitbringt. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Sprache. Ohne ausreichende Englisch- beziehungsweise Französischkenntnisse, wird man schnell Verständigungsprobleme bekommen.

Natürlich muss auch vor den gesundheitlichen Risiken gewarnt werden. So ist es unbedingt zu empfehlen, sich vor der Abreise gründlich durchchecken und gegeben falls impfen zu lassen. Außerdem sollte vorab geklärt werden, wo sich die medizinischen Einrichtungen befinden und auf welchem Stand diese sind. In einigen Regionen, beispielweise in Nicaragua, Indien, Marokko und Israel ist die medizinische Versorgung sehr gut, dies gilt insbesondere für die Behandlung von Tropenkrankheiten. Sollten Malariainfektionen auftreten, so können diese schnell behandelt werden. Darüber hinaus bekommt man in den gefährdeten Gebieten für wenige Cent Schnelltests, die die Diagnose und somit auch die Behandlung bei Verdacht beschleunigen.

Dagegen ist die medizinische Versorgung besonders in Tansania kaum zufriedenstellend. Vorsorgen kann man daher mit einer Mitgliedschaft bei der AMREF Flying Doctors Society of Africa. Mit dieser beschleunigt man die Behandlung im Krankheitsfall.

Da sich die Ernährung in Afrika stark von der in Europa unterscheidet, muss man mit Unverträglichkeiten und körperlichen Problemen wie Magen/Darm-Infektionen oder allergischen Reaktionen rechnen. Natürlich kann das sehr unangenehm sein, gefährlich ist es aber nicht.

Der Weg nach Afrika...

Polaroid afrika markt

Zahlreiche Hilfsorganisation senden jedes Jahr freiwillige Helfer nach Afrika. Wir haben eine Übersicht der Organisationen zusammengestellt, die Freiwilligenarbeit in Afrika ermöglichen.

Weltwärts
Das entwicklungspolitische Freiwilligenprogramm „Weltwärts“ wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert. Voraussetzung ist ein Alter zwischen 18 und 27, ein abgeschlossener Schulabschluss, beziehungsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung und die Motivation zwischen 6 und 24 Monate an einem sozialen Projekt in einem Entwicklungsland mitzuarbeiten.

Kulturweit
Das Freiwilligenprogramm Kulturweit wurde vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht jedes Jahr rund 400 Jugendlichen die Teilnahme an einem Kulturweit Projekt in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa.

Freiwilliges soziales Jahr im Ausland
Nicht nur innerhalb von Deutschland kann man ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, auch Auslandseinsätze sind möglich. Voraussetzung ist ein Alter zwischen 16 und 27 und Mut, Engagement und natürlich eine soziale Ader.

Wildlife Action Group International
Das Volontär-Programm findet in Malawi statt und zielt auf die Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt ab. Voraussetzung sind gute Englisch-Kenntnisse, eine gute körperliche Fitness, Aufgeschlossenheit und Respekt gegenüber anderen Kulturen, die Bereitschaft zu helfen und ein ausgeprägter Sinn für Humor. Der Aufenthalt dauert zwischen 3 und 8 Wochen.

Open Heaven
Open Heaven ist eine Münchener Hilfsorganisation, die sich mit einem Netzwerk aus Partnerorganisationen und Kirchengemeinden in Europa, Afrika und Asien gegen Menschenhandel, politische Verfolgung und Verweisung einsetzt. Die Dauer der Hilfstätigkeit liegt zwischen 2 Wochen und 9 Monate. Eine christliche Überzeugung ist notwendig.

Freiwillig in Afrika
Hinter „freiwillig in Afrika“ steckt das internationale DRH Movement, das in Kooperation mit Humana People Menschen die Möglichkeit bietet, an sozialen Projekten teilzunehmen. Eine Teilnahme an den verschiedenen Programmen (siehe Homepage), die eine Dauer zwischen 18 und 36 Monate haben, wird mit Zertifikaten belegt. 

Katholische BAG Freiwilligendienste / Welt-Freiwilligendienst
Der Welt-Freiwilligendienst richtet sich an junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die etwas für sich und andere Menschen in der Entwicklungszusammenarbeit tun möchten. Der Welt-Freiwilligendienst dauert zwischen 6 und 18 Monate und beginnt laufend, garantiert jedoch am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Der Welt-Freiwilligendienst umfasst ganztägige Hilfstätigkeiten in Partnerprojekten der Mitglieder und angeschlossenen Trägerorganisationen.

Planung mittels Agentur

Polaroid afrika elefant

 Viele freiwillige Helfer beziehungsweise Praktikanten planen ihren Aufenthalt mittels einer Agentur. In der Regel übernimmt diese alle wichtigen Schritte der Planung und Organisation, wie die Vermittlung an eine Hilfsorganisation, den Transport sowie die Stellung der Unterkunft. Ebenso hat man Ansprechpartner vor Ort, die bei Problemen zur Seite stehen. Neben diesen „Komplettpaketen“ ist es aber auch möglich, die einzelnen Komponenten zusammenzustellen.

Natürlich fallen bei der Beauftragung einer Agentur hohe Kosten an, die je nach Länge und Art des Aufenthalts stark variieren können. Aber Achtung: Agentur ist nicht gleich Agentur. Wer eine kommerzielle Agentur beauftragen möchte, sollte möglichst viel vergleichen und sich Erfahrungsberichte einholen, nur so geht man sicher, dass man an kein „schwarzes Schaf“ gerät. Je nach Art der Tätigkeit können sich die Unterkünfte stark unterscheiden. Gerade Waisenhäuser haben Zimmer und Wohnbereiche, in denen die Freiwilligenarbeiter unterkommen.

Ganz gleich ob der Auslandsaufenthalt über eine Agentur oder privat organisiert wird, auf keinen Fall darf man ohne Auslandskrankenversicherung einreisen.

Egal ob du bereits ein Afrika-Kenner bist oder erst anfängst dich über das aufregende Land zu informieren, bei uns erfährst du 10 Dinge, die du garantiert noch nicht über Afrika wusstest!